Deutsche Hilfe im Kampf gegen Waldbrände: Feuerwehrmann berichtet

Interview

Deutsche Feuerwehr hilft in Spanien:Bonner Feuerwehrmann: "Möglichst schnell in den Einsatz"

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Eine Waldbrandeinheit aus NRW ist unterwegs nach Spanien. Mit dabei: Feuerwehrmann Frank Frenser. Er erklärt bei ZDFheute live, worauf es im Kampf gegen die Waldbrände ankommt.

Feuerwehrmann Frank Frenser auf dem Weg nach Spanien zugeschaltet aus einem Einsatzfahrzeug

Die Einsatzkräfte seien teilweise am Ende ihrer Kräfte, erzählt Frank Frenser von der Feuerwehr Bonn. Deshalb sei er mit seinen Kameraden auf dem Weg nach Spanien, um sie zu unterstützen.

30.07.2026 | 7:34 min

Mehrere Feuerwehren aus Nordrhein-Westfalen unterstützen ihre spanischen Kollegen bei der Bekämpfung schwerer Waldbrände. Eine spezialisierte Waldbrandeinheit mit Einsatzkräften aus Bonn, Düsseldorf, Leverkusen, Königswinter und Ratingen ist am Donnerstag im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens nach Spanien aufgebrochen. Der Einsatz des sogenannten Waldbrandmoduls erfolgt auf Ersuchen der spanischen Behörden.

Frank Frenser von der Feuerwehr Bonn ist Teil des Hilfseinsatzes. Der Feuerwehrmann befindet sich derzeit auf dem Weg nach Spanien. Im Interview mit ZDFheute live erklärt er von unterwegs, wie die Unterstützung vor Ort ablaufen soll und welche Maßnahmen zum Schutz der Einsatzkräfte getroffen werden.

Lesen Sie das Interview hier in Auszügen oder sehen Sie es oben in voller Länge.

Wie läuft die Unterstützung vor Ort ab?

Die Waldbrandeinheit aus Deutschland bringe vor allem ihre Spezialfahrzeuge und Erfahrungen in der Waldbrandbekämpfung ein, erklärt Frenser. Dazu gehören Geländefahrzeuge mit Wassertanks, mit denen die Einsatzkräfte direkt an die Brandstellen heranfahren könnten.

Außerdem solle durch das Anlegen von Brandschneisen verhindert werden, dass sich die Feuer weiter ausbreiten. Die Einheit sei so vorbereitet, dass sie rund eine Woche eigenständig arbeiten könne.

Das bedeutet, dass wir bis auf Trinkwasser und Kraftstoffe im Grunde alles dabei haben, was wir brauchen. Sei es eine Feldküche, Feldbetten und Zelte. Alles, was man so braucht, um möglichst schnell auch in den Einsatz gehen zu können.

Frank Frenser, Feuerwehr Bonn

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30.07.2026 | 26:27 min

Worauf kommt es im Kampf gegen die Flammen an?

Laut Frenser stelle vor allem die trockene Vegetation in Verbindung mit starkem Wind eine große Herausforderung dar. Der Wind treibe die Feuer weiter an und erschwere die Löscharbeiten erheblich.

Deshalb gehe es nicht ausschließlich darum, direkt gegen die Flammen vorzugehen. Eine wichtige taktische Maßnahme sei das Anlegen von sogenannten Wundstreifen, bei denen brennbares Material entfernt werde, um die Ausbreitung des Feuers zu stoppen.

Häufig ist es so, dass man gar nicht so nah an den Flammen dran ist, sondern eher mit mehreren Stunden Vorlauf diese Bereiche anlegt, wo kein Brennstoff vorhanden ist.

Frank Frenser, Feuerwehr Bonn

So solle ein Überspringen des Feuers verhindert werden. Der Wind bleibe dabei jedoch ein entscheidender und schwer vorhersehbarer Faktor.

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Welche Schutzmaßnahmen werden getroffen?

Oberste Priorität habe die Sicherheit der Einsatzkräfte, so Feuerwehrmann Frenser. Vor jedem Einsatz würden die örtlichen Gegebenheiten genau geprüft und sichere Wege für den Rückzug festgelegt.

Wir schauen, dass wenn wir zum Feuer fahren, in gefährliche Bereiche fahren, dass wir auch immer vorher definiert haben, welche Wege denn in den sicheren Bereich führen.

Frank Frenser, Feuerwehr Bonn

Dadurch solle gewährleistet werden, dass die Feuerwehrleute auch bei plötzlich veränderten Bedingungen, etwa durch eine unerwartete Winddrehung, schnell in sichere Bereiche gelangen könnten.

Das Interview führte "ZDFheute live"-Moderator Christian Hoch. Ausgewertet hat es ZDFheute-Redakteurin Sophie Steinfeld.

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Quelle: dpa, ZDF
Über dieses Thema berichtet das ZDF in verschiedenen Sendungen, zuletzt bei ZDFheute live am 30.07.2026 ab 15 Uhr.

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