KI-Infrastruktur:Nvidia verdoppelt Umsatz: "Rechenleistung ist das neue Öl"
Nvidia ist das wertvollste Unternehmen der Welt - und wächst weiter: Die Nachfrage nach Chips für Künstliche Intelligenz beschert der Firma einen Umsatz von 96,2 Milliarden Dollar.
Auch die Prognose übertraf die Erwartungen.
27.08.2026 | 0:24 minDer US-Chipkonzern Nvidia hat dank der ungebrochenen Nachfrage nach Hardware für Künstliche Intelligenz (KI) seinen Umsatz im abgelaufenen Quartal mehr als verdoppelt - und die Erwartungen der Analysten übertroffen. Die Erlöse stiegen auf 96,22 Milliarden Dollar, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Experten hatten im Schnitt mit rund vier Milliarden weniger gerechnet.
Der Ausbau der KI-Infrastruktur läuft mit Volldampf.
Nvidia-CEO Jensen Huang in einer Mitteilung
Nvidia ist mit seinen Produkten für Rechenzentren der zentrale Motor des KI-Booms. Vor allem Cloud-Schwergewichte wie Amazon, Google, Microsoft und Meta stecken hunderte Milliarden Dollar in den Ausbau von KI-Rechenzentren. Die Zahlen von Nvidia gelten als Barometer für den gesamten KI-Markt.
Für das laufende dritte Quartal stellte Nvidia rund 108 Milliarden Dollar Umsatz in Aussicht, was die Schätzungen von 104,19 Milliarden Dollar ebenfalls übertraf. Die Aktie legte im nachbörslichen Handel um mehr als vier Prozent zu, nachdem sie zunächst leicht auf Talfahrt gegangen war. Der Börsenwert des Unternehmens liegt mittlerweile - per Schlusskurs vom Mittwoch - bei 5,07 Billionen Dollar, was Nvidia zum wertvollsten Konzern der Welt macht.
In vielen Unternehmen ist der Einsatz von KI inzwischen zur Normalität geworden – aber auch zu einem erheblichen Kostenfaktor. Die globalen KI-Anbieter lenken den Markt.
06.08.2026 | 2:31 minNvidia will Partnerschaft mit Amazon ausbauen
Nvidia kündigte zudem den Ausbau seiner Partnerschaft mit der Cloud-Sparte von Amazon an. Die beiden Unternehmen wollen in den Jahren 2027 und 2028 zwei Millionen zusätzliche Grafikprozessoren in der weltweiten Infrastruktur von Amazon Web Services einsetzen, sagte Nvidia-Finanzchefin Colette Kress.
Für das Geschäftsjahr 2028 rechnet der Konzern mit einem Umsatzwachstum von etwa 70 Prozent. Bei der bereinigten Bruttomarge erwartet Nvidia für das dritte Quartal 74 Prozent. Analysten hatten hier auf etwas mehr gehofft.
In den USA sind große Datenzentren ein Milliardenmarkt, der von der Trump-Regierung gefördert wird. Der Wasserverbrauch der Rechenzentren könnte Dürren, zum Beispiel in Wyoming, verschlimmern.
22.04.2026 | 6:28 minWächst die Konkurrenz für Nvidia?
In seinem Ausblick geht Nvidia davon aus, dass es keine Verkäufe von Rechenzentrums-Chips nach China geben wird. Das Geschäft in der Volksrepublik ist wegen US-Exportbeschränkungen mit großer Unsicherheit behaftet.
Zugleich sieht sich der Marktführer wachsender Konkurrenz ausgesetzt: Tech-Firmen wie Microsoft und Meta investieren in diesem Jahr zwar voraussichtlich mehr als 730 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur.
In Hessen sollen mehrere neue Rechenzentren mit eigenem Gaskraftwerk entstehen. Doch das stößt auf Widerstand der Anwohner. Sie kritisieren den hohen Wasser- und Energieverbrauch.
14.07.2026 | 1:55 minExperte zu Nvidia: "Rechenleistung ist das neue Öl"
Ein zunehmender Teil dieser Ausgaben fließt jedoch in die Entwicklung eigener Chips, um die Abhängigkeit von den teuren Nvidia-Prozessoren zu verringern. Auch Rivalen wie Intel und AMD drängen verstärkt auf den Markt.
Nvidia will gemeinsam mit Finanzinvestoren mehr als 500 Milliarden Dollar für den Bau weiterer Rechenzentren mobilisieren. "Rechenleistung ist das neue Öl", betonte Stephan Kemper, Chefinvestor der Vermögensverwaltung der Bank BNP Paribas. "Nvidia etabliert diese Ressource jetzt als kreditfähige Sicherheit."
OpenAI investiert Milliarden in KI und Rechenzentren. Werbung soll zusätzliche Einnahmen bringen – doch die entscheidende Frage ist: Bleibt das Vertrauen der Nutzer?
24.08.2026 | 1:33 minNvidia soll Verhandlungen mit OpenAI führen
Darüber hinaus verhandelt der Konzern einem Medienbericht zufolge mit dem KI-Entwickler OpenAI über eine rund 250 Milliarden Dollar schwere Bürgschaft. Die Garantie solle OpenAI die Anmietung eines riesigen Rechenzentrums ermöglichen.
Die Chips von Nvidia sind für das Training von KI-Modellen optimiert. Für den täglichen Betrieb dieser Software ("Inferenz") und die Nutzung sogenannter KI-Agenten, die Aufgaben weitgehend selbstständig erledigen, sind jedoch klassische Zentralprozessoren (CPUs) besser geeignet. Diese feiern daher ein Comeback in Rechenzentren. AMD und Intel beherrschen diesen Markt.
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