Nach Hacks durch KI: OpenAI stärkt Schutzvorkehrungen bei Tests

Nach Hacks durch KI:OpenAI stärkt Schutzvorkehrungen bei Tests

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OpenAI verlangsamt nach einem Hackerangriff durch KI-Software die Entwicklung seiner KI-Modelle. Neue Maßnahmen sollen dafür sorgen, dass so etwas nicht wieder passiert.

Open AI

"In diesem Fall war das Modell scheinbar so gut, dass es die Sicherheitszone, die OpenAI gesetzt hat, verlassen hat", sagt Dennis-Kenji Kipker, Experte für IT-Sicherheit.

23.07.2026 | 7:09 min

Der ChatGPT-Entwickler OpenAI verschärft nach aufsehenerregenden Hacks durch KI-Software die Sicherheitsvorkehrungen bei Testeinsätzen seiner Künstlichen Intelligenz. Unter anderem sollen automatisierte Systeme die Aktivitäten der KI-Modelle in den Versuchen strikter überwachen - und bei verdächtigen Handlungen binnen 30 Minuten Menschen benachrichtigen.

Wenn diese nicht binnen einer halben Stunde zu dem Schluss kommen, dass ein falscher Alarm vorliegt, werde die Aktivität gestoppt, erläuterte OpenAI in einem Blogeintrag.

KI-Modell von OpenAI gelang ins offene Internet

OpenAI hatte in den vergangenen Wochen für Schlagzeilen gesorgt, weil ein KI-Modell in einem Test einen Weg gefunden hatte, aus einer eigentlich isolierten Testumgebung ins offene Internet zu gelangen - und dann ins Computersystem der KI-Plattform Hugging Face eingebrochen war.

Der Hackerangriff von zwei neuen Modelles des KI-Unternehmens OpenAI hat bei vielen Tech-Unternehmen Befürchtungen um mangelnde Kontrolle geweckt.

Mehrere Tech-Konzerne haben auf einen Hackerangriff durch KI vergangene Woche reagiert und eine Sicherheitsallianz gegründet. ZDF-Wirtschaftsexperte Florian Neuhann berichtet.

28.07.2026 | 1:02 min

Nach allem, was bekannt ist, suchte es dabei nur nach einer Lösung für die Testaufgabe und richtete keinen Schaden an. Dabei nutzte die KI von OpenAI anscheinend eine ganze Reihe von Schwachstellen aus, die zum Teil noch unbekannt waren.

Alarmierend war vor allem, dass die Künstliche Intelligenz dabei völlig eigenständig agierte - und OpenAI die Attacke erst nachträglich feststellte. Deswegen wurden Rufe nach einer besseren Absicherung von Tests neuer KI laut. Später wurde bekannt, dass auch Modelle des OpenAI-Rivalen Anthropic und des Facebook-Konzerns Meta bei Tests in Systeme anderer Unternehmen eingedrungen waren.

OpenAI: Hoher Rechenaufwand und hohe Kosten

Die Überwachung der Tests ist für OpenAI nach eigenen Angaben mit erheblichem Rechenaufwand - und damit auch hohen Kosten - verbunden. Die Firma schätzt, dass dafür noch einmal etwa ein Fünftel so viel Computer-Leistung notwendig sein wird wie für den Betrieb der beobachteten KI-Modelle.

SGS-Kipker

Der autonome Hackerangriff habe das gezeigt, was lange befürchtet worden sei, so der Experte für Cybersicherheit, Dennis-Kenji Kipker. OpenAI habe die Kontrolle über ein KI-Programm verloren.

23.07.2026 | 3:56 min

Die automatisierten Überwachungssysteme sollen künftig unter anderem nach Versuchen von Datendiebstahl Ausschau halten - sowie nach Anläufen, Sicherheitsvorkehrungen zu durchbrechen. Außerdem sollen die KI-Modelle stärker darauf ausgerichtet werden, nicht zu unlauteren Mitteln wie der Ausnutzung von Schwachstellen zu greifen, um Testaufgaben zu erfüllen. Einige Tests neuer Modelle wurden ausgesetzt, bis die neuen Maßnahmen durchgängig umgesetzt werden.

OpenAI-Manager: Es bleibt ein "Katz-und-Maus-Spiel"

OpenAI-Topmanager Greg Brockman betonte zugleich, die Fähigkeiten neuer KI-Modelle, Schwachstellen aufzuspüren, seien ein großer Gewinn für die Abwehr von Cyberattacken. Damit könne man das Internet sicherer denn je machen, schrieb er in einem Blogeintrag.

Doch es bleibe ein "Katz-und-Maus-Spiel": Auch Angreifer könnten mit Hilfe von KI bisher schlummernde Sicherheitslücken finden. Auf seiner privaten Webseite habe ein öffentlich zugängliches ChatGPT-Modell 13 Schwachstellen gefunden - und binnen einer Stunde schließen können, schrieb Brockman.

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Quelle: dpa
Über dieses Thema berichtete das gemeinsame Morgenmagazin von ARD und ZDF am 23.07.2026 ab 05:30 Uhr.

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