Sonneneinstrahlung stört Software:Papst Leo von Software-Update bei Airbus A320 betroffen
Am Freitag wurde ein Sicherheitsupdate für Tausende Airbus-A320-Maschinen nötig. Ohne Update dürfen sie nicht starten - auch das Flugzeug von Papst Leo XIV. musste warten.
Weltweit müssen rund 6000 Airbus-A320-Maschinen ein dringend nötiges Software-Update erhalten. Große Auswirkungen auf den Flugverkehr gab es nicht.
29.11.2025 | 0:24 minDas Flugzeug, mit dem Papst Leo XIV. im Rahmen seiner ersten Auslandsreise unterwegs ist, ist von einem nötigen Software-Update bei vielen Airbus A320-Maschinen betroffen. Vatikan-Sprecher Matteo Bruni teilte mit, eine nötige Komponente für das Update der Maschine sei zusammen mit einem Techniker, der sie installieren soll, auf dem Weg ins türkische Istanbul.
Der Pontifex flog am Donnerstag mit einem Flugzeug des Typs Airbus A320neo der italienischen Fluggesellschaft Ita von Rom in die türkische Hauptstadt Ankara und anschließend weiter nach Istanbul. Nach dem Türkei-Teil seiner Reise ist am Sonntagnachmittag der Weiterflug in den Libanon geplant. Bei der auszuwechselnden Komponente handelt es sich laut Vatikan um einen Monitor.
Papst Leo XIV. startet seine erste Auslandsreise in die Türkei. In Ankara trifft er Präsident Erdogan, lobt ihn und hebt die besondere Bedeutung des Landes für die Region hervor.
27.11.2025 | 2:43 minAirbus habe Ita - wie allen anderen Airlines - mitgeteilt, dass dieser Eingriff bis spätestens Mitternacht an allen entsprechenden Flugzeugen durchgeführt werden müsse, andernfalls dürften sie nicht fliegen, hieß es aus dem Vatikan.
Warum brauchen die Flieger ein Software-Update?
Am Freitag hatte Airbus mitgeteilt, man habe nach einem nicht näher beschriebenen Zwischenfall mit einem Airbus A320 festgestellt, dass starke Sonneneinstrahlung zu einer fehlerhaften Datenverarbeitung in einem der Flugkontrollrechner führen kann, was für die Steuerung von entscheidender Bedeutung sei.
In Zusammenarbeit mit den Luftfahrtbehörden habe man die Fluggesellschaften aufgefordert, vorsorgliche Schutzmaßnahmen zu ergreifen, die Software und/oder Hardware umfassten, hieß es weiter. In vielen Fällen könne ein Software-Update zügig vom Cockpit aus vorgenommen werden, hieß es von Airbus.
Während der Flugzeugbauer Boeing durch schwere Zeiten geht, kann sich Konkurrent Airbus vor Aufträgen kaum retten. Über die Gründe berichtet ZDF-Börsenexpertin Valerie Haller.
19.06.2025 | 0:55 minKaum Auswirkungen auf den Flugverkehr
Nach einem Hinweis des Flugzeugbauers nahmen einige Airlines bereits ab Freitagabend das Software-Update vor, mit dem sich die festgestellte Problematik oft schon beheben ließ.
So begann Lufthansa bereits am Abend mit der Umsetzung der von Airbus vorgeschriebenen Maßnahmen. Ein Großteil der Software-Updates konnte bereits in der Nacht sowie am Samstagvormittag durchgeführt werden, teilte ein Sprecher mit.
Es kommt voraussichtlich zu keinen Flugstreichungen bei den Airlines der Lufthansa Group aufgrund der Situation, dennoch können vereinzelte Verspätungen am Wochenende nicht ausgeschlossen werden.
Sprecher, Lufthansa
In Großbritannien erklärte Verkehrsministerin Heidi Alexander bereits am Freitagabend, dass nur eine kleine Zahl an Flugzeugen betroffen sei. Die Flughäfen in London erwarteten keine oder nur vereinzelte Auswirkungen auf den Flugverkehr. Air France hatte am Freitagabend 35 Flüge gestrichen, rechnete nach einzelnen Ausfällen am Samstag aber mit einer schnellen Rückkehr zu einem gewöhnlichen Betrieb.
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