Iran-Krieg: Was Trumps "Wirtschaftskrieg" für Autofahrer bedeutet

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Iran-Krieg belastet Ölmarkt:Noch teurer? Trumps "Wirtschaftskrieg" und die Spritpreise

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Donald Trump will Iran mit einem Wirtschaftskrieg zu Zugeständnissen bewegen. Welche Folgen die neue Drohung des US-Präsidenten für Autofahrer in Deutschland haben könnte.

US-Präsident Donald Trump spricht im Oval Office des Weißen Hauses.

Die Verhandlungen zwischen Iran und den USA kommen nicht voran. Nun droht Trump Teheran mit einem beispiellosen Wirtschaftskrieg. Auch Länder, die Iran unterstützen, sollen hart bestraft werden.

20.08.2026 | 0:28 min

Der von den USA und Israel begonnene Krieg in Iran hält den weltweiten Energiemarkt weiter in der Mangel. Mit einem "Wirtschaftskrieg" will US-Präsident Donald Trump Teheran nun zum Einlenken bringen. Doch Fachleute zweifeln, ob das schnelle Erfolge bringen kann.

Was bedeutet Trumps neuer Aufschlag für den Ölmarkt und für Autofahrer, und warum steht ausgerechnet Diesel im Fokus? Ein Überblick.

Was plant Trump in der Straße von Hormus?

Trump will die Führung in Teheran mit einem wirtschaftlichen "D-Day" zu Zugeständnissen bewegen und sie von ihren Unterstützern etwa in China abschneiden. Viele Details seiner Initiative bleiben derweil unklar. Allerdings sind bereits weitreichende Sanktionen gegen Iran in Kraft. Den aus Sicht der US-Regierung gewünschten Erfolg brachten sie bis dato nicht.

Trump behauptete wiederholt, die Straße von Hormus sei geöffnet. Zuletzt lag der Schiffsverkehr aber in der Regel weit unter dem Niveau vor Kriegsbeginn. Rund ein Viertel des weltweit verschifften Öls passierte vor dem Krieg die Meerenge.

US-Präsident Donald Trump vor einer Karte der Straße von Hormus

Trump behauptet, im Krieg gegen Iran sei die Straße von Hormus offen und will sie zu US-Territorium machen. Iran widerspricht.

19.08.2026 | 40:23 min

Wie reagiert der Ölpreis auf Trumps Drohung?

Der Preis für die Öl-Referenzsorte Brent legt seit Anfang August kontinuierlich zu - auch nach Trumps Ankündigung zu seinem "Wirtschaftskrieg" gegen Iran. Zuletzt kostete ein Barrel wieder rund 94 Dollar. Vor dem Krieg kostete ein entsprechendes Fass noch rund 20 Dollar weniger.

Warum steigt der Ölpreis gerade jetzt?

Als sich Iran und die USA noch im offenen Krieg befanden, stieg der Preis teils schwächer als Experten es erwartet hätten. Zudem ließ er deutlich nach, als sich die Kriegsparteien Mitte Juni auf ein Rahmenabkommen einigten. Schon damals habe der Ölmarkt einen Friedensschluss eingepreist, sagt Thomas Puls, Ökonom am Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln.

Dieser Optimismus ist verflogen.

Thomas Puls, Ökonom

Zudem spiegelt der Ölpreis nicht die genaue Lage am Markt wider. Große Abnehmer wie China und die USA federn die Effekte ab, indem sie im großen Stil die eigenen Ölvorräte anzapfen. Das drosselt die Nachfrage auf dem Weltmarkt.

Während das Tanken für Verbraucher immer teurer wird, fahren Ölkonzerne Rekordgewinne ein.

Durch die hohen Ölpreise erzielen Energiekonzerne Rekordgewinne. Verdienen die Unternehmen zu viel an der Krise?

08.08.2026 | 1:40 min

Warum steht Diesel im Fokus?

Laut Puls ist der Ölpreis denn auch nicht der entscheidende Gradmesser. "Da es weltweit nicht nur an Öl, sondern noch mehr an verfügbarer Raffineriekapazität fehlt, bietet sich eher ein Blick auf die Börsenpreise von Diesel und Benzin an." Hier hätten Händler den Optimismus des Ölmarkts nicht geteilt. Puls zufolge lag der Börsenpreis für Diesel zuletzt fünf Tage lang über einem Euro pro Liter - eine ähnliche Situation gab es zuletzt 2022 nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine.

Spritpreise in der EU für einen Liter Diesel

ZDFheute Infografik

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Wird Diesel im Winter noch teurer?

Dass viele Raffinerien vom Weltmarkt abgeschnitten sind, ist noch aus einem weiteren Grund relevant: der Umstellung auf Winterdiesel. Ab Mitte November müssen Tankstellen in Deutschland den speziell behandelten Kraftstoff anbieten, der auch besonders tiefen Temperaturen trotzt. Dem Datenanbieter Kpler zufolge könnte das den ohnehin bestehenden Engpass in Europa weiter verschärfen.

Der ADAC rechnet zwar nicht mit einer physischen Knappheit. Allerdings könnten "sich die Preise deutlich erhöhen", teilt der Automobilclub mit.

Spritpreis

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Sind neue Rekorde beim Spritpreis zu erwarten?

Das Jahr 2026 könne "das bislang teuerste Tankjahr überhaupt werden", teilt der ADAC weiter mit. Bei Diesel lag der Durchschnittspreis am Freitag laut ADAC bei rund 2,27 Euro pro Liter. Bei Super E10 lag der Durchschnittspreis sogar bei 2,16 Euro pro Liter - nur noch vier Cent unter seinem Allzeithoch von vergangenem März.

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Quelle: dpa
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress in dem Beitrag "Trump droht Iran mit "Wirtschaftskrieg" am 20.08.2026 um 08:54 Uhr.

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