Verlust ausgeweitet:Goldpreis sackt weiter ab: Rekordjagd zu Ende?
Die Preise für Gold und Silber sind wochenlang von Rekord zu Rekord gejagt - jetzt scheint sich das Blatt zu wenden: Die Edelmetalle weiteten auch heute ihre Verluste aus.
Nach monatelanger Rekordjagd sind die Preise für Gold und Silber deutlich gesunken. Als Auslöser gilt die Nominierung von Kevin Warsh als möglichem Nachfolger von US-Notenbankchef Jerome Powell.
02.02.2026 | 0:30 minDie Preise für Gold und Silber sacken nach einer monatelangen Rekordjagd deutlich ab. Eine Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete im frühen Handel rund 4.500 US-Dollar und damit bis zu acht Prozent weniger. Bereits am Freitag war der Preis um neun Prozent abgesackt. Beim Silber fällt der Einbruch vom Rekordhoch noch drastischer aus.
Was hat die Talfahrt beim Goldpreis ausgelöst?
Wesentlicher Auslöser des jüngsten Preisrutsches dürfte die Nominierung des früheren Fed-Gouverneurs Kevin Warsh als Nachfolger für US-Notenbank-Chef Jerome Powell durch US-Präsident Donald Trump gewesen sein. Das hatte an den Märkten Zweifel geschürt, dass es tatsächlich zu einer deutlichen Lockerung der Geldpolitik kommen wird.
ZDFheute Infografik
Für die Darstellung von ZDFheute Infografiken nutzen wir die Software von Datawrapper. Erst wenn Sie hier klicken, werden die Grafiken nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server von Datawrapper übertragen. Über den Datenschutz von Datawrapper können Sie sich auf der Seite des Anbieters informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutzeinstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Meine News“ jederzeit widerrufen.
Spekulanten, die auf einen noch höheren Goldpreis gesetzt hatten, dürften davon auf dem falschen Fuß erwischt worden sein. Da diese oftmals auf Kredit "zocken", kommen sie bei fallenden Preisen schnell in Bedrängnis und müssen Positionen verkaufen. Das setzt den Preis dann weiter unter Druck; eine Abwärtsspirale entsteht, bis die Lage bereinigt ist.
Goldpreis um ein Fünftel abgesackt
Damit kostet Gold inzwischen knapp 1.100 Dollar oder fast ein Fünftel weniger als bei dem am Donnerstag erreichten Rekordhoch von 5.595 Dollar. Trotz der deutlichen Verluste ist Gold aber noch etwas teurer als Ende 2025 - und das, nachdem der Preis im vergangenen Jahr um 65 Prozent gestiegen war.
Der Preis für eine Feinunze Silber sackte um bis zu 15 Prozent auf 72,79 Dollar ab. Das Minus am Freitag hatte nach heftigen Turbulenzen mit einem zwischenzeitlichen Abschlag von 36 Prozent am Handelsende 26 Prozent betragen. Der Silberpreis liegt damit rund 40 Prozent unter dem Rekordhoch von 121,65 Dollar. Wie Gold kostet Silber trotz der massiven Verluste seit dem am Donnerstag erreichten Rekordhoch immer noch etwas mehr als Ende 2025.
Ein Teil der deutschen Goldreserven lagert in New York. Angesichts angespannter Beziehungen zu den USA wächst die Debatte: Sollte Deutschland sein Gold zurückholen?
23.01.2026 | 1:46 minGeopolitische Risiken stützen Edelmetallpreise
Gestützt wurden die Edelmetallpreise zuletzt auch durch die gestiegenen geopolitischen Risiken. Edelmetalle - allen voran Gold - gelten bei vielen Investoren als sichere Häfen in Krisenzeiten. Silber ist zudem ein wichtiges Industriemetall, das für viele Anwendungen rund um KI, Robotik und Energie benötigt wird.
Edelmetall setzt Höhenflug fort:Teuer wie nie: Goldpreis knackt 5.000-Dollar-Marke
mit Video1:04Goldrausch trifft Geopolitik:Wie sicher Deutschlands Gold in den USA wirklich ist
von Sven-Hendrik Hahnmit Video1:46- FAQ
Goldpreis auf Rekordniveau:In Gold investieren mit kleinen Sparbeträgen?
von Svetlana Leitzmit Video1:11 - Analyse
Weltwährung verliert an Ansehen:Der Dollar schwächelt - Eine Medaille mit zwei Seiten
von Sina Mainitzmit Video1:41