48-stündige Arbeitsniederlegungen:Lufthansa-Streik: Auch am Freitag Hunderte Flüge betroffen
Der Streik der Lufthansa-Piloten geht weiter. Bereits am ersten Tag fielen Hunderte Flüge aus, insbesondere an den Drehkreuzen Frankfurt und München.
Die Piloten der Lufthansa haben ihren zweitägigen Streik begonnen.
12.03.2026 | 1:30 minFluggäste der Lufthansa müssen sich weiterhin auf Ausfälle und Verspätungen einstellen. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit setzt ihren am Donnerstag begonnenen Streik bei Deutschlands größter Fluggesellschaft am Freitag fort.
Erneut sollen hunderte Flüge vor allem an den Drehkreuzen Frankfurt und München ausfallen, wie aus den Informationen der Flughäfen hervorgeht. Lufthansa rechnet erst für Samstag wieder mit einem regulären Flugplan.
Die streikende Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hatte von einer hohen Beteiligung der Beschäftigten an der bereits zweiten Streikwelle berichtet. Schon am 12. Februar hatten die Piloten mit ihrem Tarifkonflikt um die Betriebsrenten einen Großteil der Lufthansa-Flüge ausfallen lassen.
Gewerkschaft und Lufthansa widersprechen sich bei Ausfällen
Im aktuellen Streik hat Lufthansa einen Sonderflugplan für beide Streiktage aufgestellt, nach dem mindestens die Hälfte des sonst üblichen Programms stattfinden sollte. Bei Fernflügen werde sogar 60 Prozent erreicht. Dieses Programm finde statt wie geplant. Dem hat die Vereinigung Cockpit widersprochen: Nach ihren Daten seien 70 Prozent der Flugzeuge bis zum Nachmittag am Boden geblieben.
Dass das Unternehmen seine Zahlen gerne etwas geschönt darstellt, ist ein bekanntes Vorgehen.
Arne Karstens, Sprecher der Group-Tarifkommission bei der VC
Nach Angaben der Flughafenbetreiber fielen am ersten Streiktag in Frankfurt rund 400 von 1.165 geplanten Starts und Landungen aus. In München wurden 230 von rund 800 Flugbewegungen gestrichen. Die Zahlen beziehen sich auf alle Fluggesellschaften, die Ausfälle sind wesentlich der Lufthansa zuzuordnen.
Der zweitägige Pilotenstreik bei der Fluggesellschaft Lufthansa hat heute für zahlreiche Flugausfälle gesorgt. ZDF-Wirtschaftsexpertin Sina Mainitz ordnet die Auswirkungen ein.
12.03.2026 | 1:35 minCityline-Streikt endet am Freitag
In den Terminals herrsche ganz normaler Betrieb, sagte ein Sprecher des Frankfurter Betreibers Fraport. Nur in den Lufthansa-Abschnitten sei es etwas ruhiger. An den übrigen deutschen Flughäfen fielen vor allem die Zubringerflüge an die Drehkreuze aus. Andere Lufthansa-Gesellschaften wie die Eurowings und sämtliche ausländischen Töchter wurden nicht bestreikt.
In München soll die Zahl der Absagen am Freitag auf 180 fallen. Das hängt auch mit dem früheren Streik-Ende bei der Teilgesellschaft Cityline zusammen, die nur einen Tag lang bestreikt werden sollte. Die Regionaltochter übernimmt mit 30 Flugzeugen Zubringerflüge von kleineren Flughäfen an die beiden Drehkreuze.
Während es im Tarifkonflikt bei der Regionaltochter Cityline um eine Anhebung der Gehälter geht, streiten die Tarifpartner bei der Cargo und der Kerngesellschaft Lufthansa um höhere Betriebsrenten.
Lufthansa spricht von unnötiger Eskalation
Lufthansa hatte die zweite Streikwelle als unnötige Eskalation bezeichnet und auf die angespannte Ertragssituation bei der Kerngesellschaft Lufthansa verwiesen. Für die Erhöhung der Betriebsrenten fehlten bei der ertragsschwachen Lufthansa-Kerngesellschaft schlicht die Mittel, erklärte Niggemann. Der Streikaufruf sei nicht nachvollziehbar - "vor allem nicht in einer Zeit, in der wir mit dem Iran Krieg ein neues Ausmaß geopolitischer Unsicherheit erleben und Passagiere weltweit davon betroffen sind."
Der Gewerkschaft zufolge hat Lufthansa zunächst kein neues Angebot vorgelegt. Der Streik laufe daher weiterhin wie geplant.
Bei der Lufthansa hat ein zweitägiger Streik der Piloten begonnen. Vor allem die Drehkreuze München und Frankfurt sind betroffen.
12.03.2026 | 0:20 minFlugstreik während Iran-Krieg: Nahost bleibt ausgenommen
In der vergangenen Woche hatte die Pilotengewerkschaft wegen des Kriegs in Nahost von Streiks abgesehen und nun etliche Ziele in der Region vom Streik ausgenommen.
Wegen uns bleibt kein Passagier im Krisengebiet hängen.
Katharina Diesseldorff, Vizepräsidentin der Vereinigung Cockpit
Die Ausnahmen sollen etwa für eine Verbindung in die saudi-arabische Hauptstadt Riad gelten.
Wegen des Iran-Kriegs sitzen viele Deutsche fest. Erste Evakuierte landeten in der vergangenen Woche wieder in Deutschland.
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