US-Wirtschaft: Notenbank Fed hebt Leitzins nicht erneut an

Nach Erhöhung im September:US-Notenbank Fed hebt Leitzins nicht erneut an

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Wie erwartet lässt die US-Notenbank Fed den Leitzins vorerst unverändert. Es gibt jedoch Bereitschaft für eine weitere Zinsanhebung in diesem Jahr.

Archiv: Die US-Notenbank am 31.07.2019 in Washington

Die US-Notenbank Fed hat den Leitzins wie erwartet nicht angehoben.

Quelle: Patrick Semansky / AP

Nach der ersten Zinserhöhung seit Jahren Mitte September behält die US-Notenbank den Leitzins bei. Die Zinsspanne bleibt damit bei 3,75 bis 4,00 Prozent, wie der Zentralbankrat der Federal Reserve (Fed) in Washington mitteilte. Eine Mehrheit von zehn stimmberechtigten Mitgliedern stimmte für eine Zinspause, während zwei Bereitschaft für eine Zinserhöhung um einen Schritt signalisierten.

Bereits zuvor hatte eine große Mehrheit von Volkswirten eine Zinspause erwartet. Spannend wird nun, ob es beim letzten Entscheid in diesem Jahr im Dezember tatsächlich wie an den Märkten vorausgesagt zu einer weiteren Straffung der Geldpolitik kommt. Aktuell verharre die Inflation auf einem hohen Niveau, betonte die Notenbank und versicherte, sie werde für Preisstabilität sorgen.

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Hohe Bereitschaft für Zinsanhebung bei der Fed

Innerhalb der Fed hatte eine überwältigende Mehrheit Bereitschaft für eine weitere Zinsanhebung in diesem Jahr signalisiert: Angesichts der aktuellen Inflation erwarteten 16 der 18 befragten Fed-Mitglieder mindestens eine Erhöhung um einen Schritt (25 Basispunkte). Unter diesen können sich vier eine noch weitreichendere Straffung vorstellen.

Auch die Europäische Zentralbank (EZB) dürfte am Donnerstag bei ihrer Sitzung in Frankfurt trotz der gestiegenen Inflation die Zinsen nicht anheben. Volkswirte rechnen damit, dass die EZB den für Banken und Sparer wichtigen Einlagenzins bei 2,5 Prozent belassen wird.

Fed hob Leitzins zuletzt erstmals seit Langem an

Mitte September hatte die Fed erstmals seit Juli 2023 wieder den Leitzins um einen Schritt, also 0,25 Prozentpunkte, angehoben. Fed-Chef Kevin Warsh argumentierte, dass die Entscheidung eine schnellere Rückkehr zum Zwei-Prozent-Inflationsziel der Fed unterstützen werde.

Die Teuerungsrate lag zuletzt allerdings fast doppelt so hoch wie gewünscht: Die Verbraucherpreise in den USA hatten im September im Jahresvergleich um 3,7 Prozent zugelegt und sich damit dem höchsten Stand seit über drei Jahren angenähert.

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Angetrieben wurde die Preisentwicklung in der weltgrößten Volkswirtschaft vor allem durch Kosten für Energie, nachdem sich wichtige Rohstoffe wie Erdöl in den vergangenen Wochen infolge des Iran-Kriegs deutlich verteuert hatten. Auch der Boom rund um Künstliche Intelligenz und solide Konsumausgaben heizen die Inflation weiter an.

Zugleich verlangsamte sich das Beschäftigungswachstum deutlich. "Weder Inflation noch Beschäftigung liefern den Notenbankern ein klares Signal", sagte DWS-Chefvolkswirt für die USA, Christian Scherrmann. Zugleich dürfte Warsh im Zweifel der Preisstabilität eine größere Priorität einräumen.

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Trump fordert Senkung des Leitzinses

Eine Zinssenkung, wie sie US-Präsident Donald Trump seit langem erfolglos verlangt, halten Experten dagegen für unrealistisch. Diese lässt sich nicht mit den aktuellen Wirtschaftsindikatoren begründen. Zuletzt forderte er etwa, der Leitzins solle "bei einem Prozent oder darunter liegen".

Mit ihren Zinsentscheidungen versucht die US-Notenbank, einen Kompromiss zwischen stabilen Preisen und möglichst vielen Vollbeschäftigten zu finden. Bei höheren Zinsen verteuern sich Kredite für Verbraucher und Unternehmen.

Menschen und Firmen geben wegen der höheren Kreditkosten zögerlicher Geld aus, das bremst die Wirtschaft. Ein niedrigerer Zins stimuliert zwar Wachstum und den Arbeitsmarkt, kann aber die Inflation anheizen.

Quelle: dpa
Über die wirtschaftliche Lage der USA berichteten verschiedene Sendungen, etwa die heute-Nachrichten am 22.10.2026 ab 19:00 Uhr sowie ab 17:00 Uhr.

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