Nachhaltige Verpackungsmöglichkeiten
Essen und Getränke "to go" sind im Trend. Die Folge: Steigender Verpackungsmüll, der zunehmend die Umwelt belastet. Ernährungsexpertin Brigitte Bäuerlein hat Tipps, wie "to go" auch ohne Plastik funktionieren kann.
Rezept: Sandwich im Glas
Zutaten (für eine Portion)
1 verschließbares Glas (zum Beispiel Marmeladenglas mit großer Öffnung oder Gemüseglas)
1 Scheibe Pumpernickel (nach Belieben auch anderes Brot)
1/2 rote Paprikaschote
1 frische Gurke
100 g Kräuterquark
1 gekochtes Ei
frische Kresse
Zubereitung
Das Gemüse würfeln und die Scheibe Pumpernickel in grobe Stücke zerbröseln. Das Ei schälen und halbieren. Dann alle Zutaten nacheinander in ein Glas mit großer Öffnung schichten: Brot, Gemüse, Kräuterquark, Ei. Das Ganze mit Kresse garnieren und das Glas verschließen.
Das "Sandwich zum Löffeln" kann auch am Vortag vorbereitet werden. Über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Alternativen zur Plastikverpackungen
Für Salate oder Müsli können Schraubgläser wie zum Beispiel Gemüsegläser, Marmeladengläser oder Einmachgläser verwendet werden.
Ein doppelwandiger Edelstahlbecher ist für warme und kalte Getränke, sowie kohlensäurehaltige Getränke gut geeignet. Eine Investition von 15 bis 30 Euro kann sich lohnen.
Eine Metalldose als plastikfreie Alternative eignet sich auch gut für das Verpacken von Snacks. Wichtig beim Kauf: Auf dauerhafte Rostfreiheit achten! Bei Legierungen nach Europäischer Norm EN 10088 ist garantiert, dass stark saure oder salzige Lebensmittel keine Korrosion und damit Materialübertragung auslösen. Keine schwefellegierten Edelstähle, die zum Beispiel in Asien hergestellt werden, verwenden!
Wachstücher eignen sich zum Einpacken und Abdecken von Speisen. Beim Kauf von Wachstüchern sollte man allerdings darauf achten, dass bei der Herstellung kein Jojobaöl verwendet wurde. Dieses enthält den Stoff Simmondsin, der im Verdacht steht, Darmzellen und Blutzellen zu schädigen. Auch Bienenwachstücher können problematisch sein, da Bienenwachs zum Teil chemisch behandelt wird. Es gibt alternative Wachstücher, bei denen Kokösöl verwendet wird. Generell immer darauf achten, dass die Wachsschicht intakt und die Tücher sauber sind. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Keime das Wachstuch besiedeln.
Weitere Informationen
Informationen zur Menge von Abfall durch to-go-Verpackungen und Einweg-Geschirr finden Sie auf der Website der NABU. Empfehlungen und Antworten zur Nutzung eigener Mehrwegbecher liefert der BfR. Hintergrundinformationen zu der Nutzung von Bienenwachstüchern gibt es bei der Stiftung Warentest.