Chwalinskas Märchen beendet: Andrejewa gewinnt French Open

Maja Chwalinskas Märchen beendet:Mirra Andrejewa gewinnt French Open

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Die Russin Mirra Andrejewa hat die French Open gewonnen. Mit ihrem Sieg im Finale wurde sie zur Partycrasherin: Ihre Gegnerin, Maja Chwalinska, startete als Qualifikantin in Paris.

Mirra Andreeva (Russland) jubelt

Mirra Andreeva (Russland) jubelt nach ihrem Sieg im Damenfinale des Tennisturniers.

Quelle: AP

Mirra Andrejewa sank auf die Knie und schlug die Hände vor das Gesicht, bei den Feierlichkeiten auf der Tribüne knuddelte sie dann auch einen Hund: Die russische Teenagerin hat ein hollywoodreifes Ende von Maja Chwalinskas märchenhafter Reise verhindert und die French Open gewonnen.

Die Favoritin spielte im Finale von Paris mit ihrem Sieg in zwei Sätzen (6:3, 6:2) gegen die polnische Qualifikantin die große Partycrasherin, es war ihr erster Grand-Slam-Erfolg.

Jüngste Gewinnerin seit 34 Jahren

Andrejewa, die vor den Augen von Filmstar Brad Pitt souverän in 1:22 Stunden zum Triumph stürmte, ist im Alter von 19 Jahren die jüngste Gewinnerin in Paris seit Monica Seles 1992. Die neunmalige Major-Gewinnerin hatte damals als 18-Jährige ihren dritten Titel an der Seine gewonnen.

Als erste nach 2005 geborene Spielerin stand die Weltranglistenachte in einem Grand-Slam-Finale, bei den Männern gelang dieses Kunststück noch niemandem. Mit dem Höhepunkt ihrer bisherigen Karriere sicherte sich Andrejewa neben dem Coupe Suzanne Lenglen ein stolzes Preisgeld in Höhe von 2,4 Millionen Euro, im Ranking klettert sie am Montag auf Rang sechs.

Alexander Zverev beim Aufschlag

Alexander Zverev steht am Sonntag im Finale der French Open.

05.06.2026 | 0:44 min

Chwalinska startete als 114. der Weltrangliste

Durch die Niederlage verpasste Chwalinska den zweiten Grand-Slam-Triumph einer Qualifikantin nach der Britin Emma Raducanu bei den US Open 2021. Die Teilnahme am Endspiel war dennoch ein unglaublicher Erfolg.

Der Spanier Marcel Granollers (links) und der Argentinier Horacio Zeballos jubeln mit dem Pokal in den Händen, nachdem sie am 06.06.2026, beim Tennisturnier „French Open“ in Paris das Finale im Herren-Doppel gegen den Finnen Harri Heliovaara und den Briten Henry Patten gewonnen haben.
Halbfinal-Sieger Alexander Zverev umarmt nach dem Match seinen gegner Jakub Mensik
Maja Chwalinska jubelt nach ihrem Sieg
Tennisspielerin Mirra Andrejewa jubelt am 04.06.2026 bei dem French Open in Paris.
Der Italiener Andrea Vavassori (links) und die Italienerin Sara Errani posieren mit ihrem Pokal nach ihrem Sieg über die Kanadierin Gabriela Dabrowski und den US-Amerikaner Evan King am Ende ihres Mixed-Doppel-Finales der French Open im Roland-Garros-Komplex in Paris am 04.06.2026.
Matteo Arnaldi schlägt im Match gegen Matteo Berrettini eine Rückhand.
Flavio Cobolli jubelt nach seinem Sieg im Viertelfinale
Diana Shnaider ballt im Spiel gegen Aryna Sabalenka die rechte Faust.
Laura Siegemund und Edouard Roger-Vasselin im Mixed-Viertelfinale der French Open
Maja Chwalinska
Jakub Mensik schlägt im Spiel gegen Joao Fonseca eine Rückhand.
Rafael Jodar (links) gratuliert Alexander Zverev nach dessen Sieg im Viertelfinale der French Open.
French Open Tennis, French Open, Ukrainerin Marta Kostyuk
Mirra Andreeva bei der French Open am 02.06.2026
Aryna Sabalenka
Tennis, French Open, Krawietz, Puetz
Die Russin Anna Kalinskaya jubelt nach ihrem Sieg im Achtelfinale der French Open in Paris gegen die Österreicherin Anastasia Potapova.
Elina Switolina
Alexander Zverev (Deutschland) in Aktion.
Iga Swiatek reagiert während ihres Achtelfinalspiels gegen die Ukrainerin Marta Kostyuk bei den French Open in Paris, 31. Mai 2026.
Sorana Cirstea (r.) und China's Wang Xiyu
Coco Gauff (USA) in der dritten Runde der French Open in Paris.
Moise Kouame (Frankreich) in Aktion.
Naomi Osaka (Japan) jubelt.
Novak Djokovic ist bei den French Open am 29. Mai 2026 in fünf Sätzen gegen das brasilianische Tennis-Talent Joao Fonseca ausgeschieden.
Alexander Zverev in Aktion.
Frankreich, Paris: Tennis: Grand Slam - French Open, Einzel, Frauen: Tamara Korpatsch in Aktion.
Moïse Kouamé (Frankreich) während seines Herreneinzel-Zweitrundenmatches gegen Adolfo Daniel Vallejo (Paraguay) am fünften Tag der French Open 2026 in Roland Garros am 28.05.2026 in Paris, Frankreich.
Jan-Lennard Struff
Jannik Sinner (Italien) reagiert im Herreneinzel gegen Juan Manuel Cerúndolo (Argentinien) bei den French Open 2026 in Roland Garros am 28.05.2026 in Paris, Frankreich.
Tennis: Alexander Zverev bei den French Open in Paris.
Tennis: Eva Lys bei den French Open.
Frankreich, Paris: Tennis: Grand Slam - French Open, Einzel, Frauen: Tamara Korpatsch in Aktion.
Frankreich, Paris: Tennis, French Open: Jan-Lennard Struff jubelt nach seinem Sieg.
Paris, French Open: Laura Siegemund in Aktion
Deutschlands Tennisspielerin Ella Seidel trainiert vor ihrem Auftaktmatch bei den French Open
Stan Wawrinka
Eva Lys spielt eine beidhändige Rückhand
French Open, Einzel, 1. Runde. Maria (Deutschland) - Mertens (Belgien): Tatjana Maria verlässt den Court und trägt dabei eine Sporttasche in jeder Hand.
Der deutsche Tennisspieler Alexander Zverev schlägt den Ball in der Partie gegen Roland Garros bei den French Open 2026 zurück
Tamara Korpatsch
Yannick Hanfmann
Der deutsche Tennisspieler Alexander Zverev beginnt die Runde mit einem Aufschlag
Der spanische Tennisspieler Alejandro Davidovich kühlt sich bei den French Open 2026 mit seiner Wasserflasche ab
Die Siegerpokale der French Open: Links für Männer, rechts für die Frauen.
Das Platzwartteam pflegt den Tennisplatz bei den French Open 2026
Naomi Osaka (Japan) jubelt.

Granollers/Zeballos verteidigen Doppel-Titel

Marcel Granollers und Horacio Zeballos haben ihren Doppeltitel verteidigt. Der 40-jährige Spanier und der 44-jährige Argentinier besiegten das finnisch-britische Duo Heliovaara/Patten 6:4, 6:2

Quelle: AP

Die Polin hatte sich zunächst mit drei Siegen erstmals überhaupt in das Hauptfeld des Sandplatz-Highlights gespielt, nach neun Erfolgen am Bois de Boulogne streicht sie nun ein üppiges Preisgeld von 1,4 Millionen Euro ein.

Als Nummer 114 der Welt war Chwalinska als am niedrigsten platzierte Spielerin seit der Einführung des Rankings in das Finale gegangen. Sie löste damit ihre Landsfrau und die viermalige Turniersiegerin Iga Swiatek ab, die 2020 bei ihrem ersten Triumph in Paris auf Rang 54 stand. Im Ranking springt Chwalinska nun bis auf Platz 21.

Ich habe das Gefühl, als wäre ich in einer Blase. Ich weiß nicht, was gerade los ist.

Turnier-Überraschung Maja Chwalinska vor dem Endspiel

Paris feuert die Außenseiterin an

In Paris herrschte nun die große "Maja-Mania". Zahlreiche Polinnen und Polen hatten sich Tickets für das Finale gesichert und feuerten die Außenseiterin mit lauten Sprechchören immer wieder an.

Chwalinska zeigte schnell ihr ganzes Repertoire, setzte dabei immer wieder auf ihren ungewohnten Mix aus Slice-Schlägen, Stopps und Mondbällen. Bei windigen Bedingungen war es aber Andrejewa, die sich nach sieben Minuten das erste Break schnappte.

Alexander Zverev

Nach dem Einzug ins French-Open-Finale spricht Alexander Zverev über eine der Schlüssel-Szenen im Halbfinale gegen Jakub Mensik und blickt auf Final-Gegner Flavio Cobolli.

05.06.2026 | 0:44 min

Andrejewa bestimmt das Spiel

Doch Chwalinska brachte das nicht aus dem Konzept, sie holte direkt das Rebreak. Der Trend setzte sich zunächst fort, im fünften Spiel brachte die Polin erstmals in diesem Finale ein Aufschlagspiel durch.

Doch plötzlich drückte Andrejewa, die über deutlich mehr Kraft in ihrem Spiel verfügt als ihre nur 1,64 m große Gegnerin, dem Duell ihren Stempel auf. Die Russin fand nun die passenden Antworten, mit vier Spielen in Folge sicherte sie sich Satz eins.

Im zweiten Durchgang blieb Andrejewa obenauf. Chwalinska stemmte sich gegen die drohende Niederlage, doch auch die Anfeuerungen des Publikums halfen nicht mehr.

Schon früh ein Tennis-"Wunderkind"

Andrejewa galt schon länger als potenzielle Grand-Slam-Turniergewinnerin. Als Tennis-"Wunderkind" wurde sie schon 2022 gefeiert, als sie im Alter von 15 Jahren ihr Debüt auf der Tour gab. Den Feinschliff erhielt die in Sibirien geborene Russin im französischen Cannes an einer renommierten Trainings-Akademie.

Mischa Zverev

Vor Alexander Zverevs Halbfinale gegen Jakub Mensik ist nach dem Aus aller Favoriten der Druck groß. Bruder Mischa im Interview aus Paris über die Erwartungshaltung.

04.06.2026 | 3:55 min

Ihre Siege bei den Masters-Turnieren in Dubai und Indian Wells im Jahr 2025 weckten Erwartungen, die Andrejewa danach zunächst nicht ganz erfüllen konnte. Mit dem gestiegenen Druck kam die junge Athletin nicht immer klar, ihre Wutausbrüche bei besonders bitteren Rückschlägen sorgten für Schlagzeilen.

Ihre Trainerin Martinez sorgte dafür, dass sich Andrejewa immer schnell wieder fing - wenn es sein musste, auch mit einer klaren Ansage. "Wir können schon mal hart zueinander sein", sagte Andrejewa. "Aber außerhalb des Spielfelds haben wir natürlich ein freundschaftliches Verhältnis."

Quelle: SID, dpa
Über dieses Thema berichtete das ZDF in der Sendung heute am 04.06.2026 ab 19 Uhr.

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