Schafft es Lipowitz neben Pogacar aufs Podest der Tour de France?

Letzte Woche der Tour de France:Schafft es Lipowitz neben Pogacar aufs Podest?

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von Benno Krieger

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Tadej Pogacars vierter Gesamtsieg bei der Tour de France gilt als quasi sicher. Dahinter aber kämpfen mit Evenepoel, Del Toro, Seixas, Lipowitz und Ayuso fünf Fahrer ums Podest.

Tour de France

Bei der Tour de France steigt heute die 16. Etappe. Das deutsche Team Red Bull-Bora-Hansgrohe um Remco Evenepoel und Florian Lipowitz geht mit viel Rückenwind in die letzten Tour-Tage.

21.07.2026 | 1:35 min

Tadej Pogacar ist an der Spitze mit fünf Minuten Vorsprung enteilt. Hinter ihm jedoch ist der Kampf um die weiteren Plätze auf dem Podiums nach dem tragischen Sturz von Top-Herausforderer Jonas Vingegaard vielleicht noch spannender geworden.

1. Tadej Pogacar (Slowenien)
2. Remco Evenepoel (Belgien) + 5:00 Minuten zurück
3. Isaac Del Toro (Mexiko) + 5:58

4. Paul Seixas (Frankreich) + 6:23
5. Florian Lipowitz (Deutschland) + 6:48
6. Juan Ayuso (Spanien) + 7:28
7. Mattias Skjelmose (Dänemark) +9:38
8. Lenny Martinez (Frankreich) + 10:28
9. Tom Pidcock (Großbritannien) + 11:19
10. Jordan Jegat (Frankreich) + 19:26


Im Rennen sind Remco Evenepoel, Isaac Del Toro, Paul Seixas, Juan Ayuso und Florian Lipowitz. Diese fünf Fahrer trennen im Gesamtklassement weniger als zweieinhalb Minuten. Ein Ausblick.

Remco Evenepoel klarer Favorit im Zeitfahren

Die Woche beginnt mit einem Einzelzeitfahren. 26 Kilometer mit knapp 500 Höhenmetern klingen wie gemacht für den formstarken Zeitfahr-Weltmeister Remco Evenepoel. Der Belgier kann nach dem Tagessieg am Sonntag den nächsten Erfolg einfahren. Je nach Tagesform kann Evenepoel seinen Vorsprung als Zweiter auf einige Konkurrenten gar um mehr als eine Minute ausbauen.

Zum Beispiel auf Florian Lipowitz. Zeitfahren ist nicht seine Stärke. Im Frühjahr fuhr er in dieser Disziplin zweimal rund 30 Sekunden langsamer als das große französische Talent Paul Seixas. Der Deutsche muss versuchen, vor allem auf den hinter ihm platzierten Juan Ayuso nicht zu viel Zeit zu verlieren. Denn Ayuso und auch Del Toro sind im Zeitfahren einen Tick stärker einzuschätzen.

Jonas Vingegaard

Vor seinem Sturz wurde Jonas Vingegaard zur Doping-Kontrolle in der Nacht geweckt.

20.07.2026 | 0:50 min

Di. 21.07 - 16. Etappe Einzelzeitfahren 26 Kilometer / 470 Höhenmeter
Mi. 22.07 - 17. Etappe hügelige Etappe 175 Kilometer / 2362 Höhenmeter
Do. 23.07 - 18. Etappe Bergankunft 185 Kilometer / 3944 Höhenmeter
Fr. 24.07 - 19. Etappe Bergankunft 128 Kilometer / 3572 Höhenmeter
Sa. 25.07 - 20. Etappe Bergankunft 171 Kilometer / 5624 Höhenmeter
So. 26.07 - 21. Etappe Flachetappe 133 Kilometer / 1295 Höhenmeter


Erneutes Podium für Lipowitz wird schwierig

Nach einer für Ausreißer geeigneten Etappe am Mittwoch warten von Donnerstag bis Samstag drei schwere Alpenetappen mit Bergankünften auf die Fahrer, wo die Entscheidung fallen wird. Gleich zweimal geht es rauf zur Alpe d'Huez. Viele lange steile Anstiege, wie sie eigentlich Florian Lipowitz mag.

Aber der Laichinger büßte bei den Bergetappen zuletzt Zeit ein. Am Sonntag verlor er auf Evenepoel und Del Toro fast eine Minute und am Samstag konnte er mit Paul Seixas in den Vogesen nicht mithalten. "Das ganze Level des Pelotons hat sich einfach erhöht", erklärte Lipowitz am Montag in einer Pressekonferenz. In der Tat waren seine jetzigen jungen Konkurrenten Seixas (19), Del Toro (22) und Ayuso (23) letztes Jahr, als Lipowitz Dritter wurde, alle nicht am Start.

Ich glaube, auch wenn es vielleicht nicht fürs Podium reicht, kann man mit einem fünften Platz definitiv zufrieden sein.

Florian Lipowitz

Mit Blick auf die letzten Ergebnisse sagte Lipowitz, dass Teamkollege Evenepoel als aktueller Gesamtzweiter "die Priorität" sei. Damit ist der Druck erstmal weg für Lipowitz und Platz 3 bei aktuell 50 Sekunden Rückstand immer noch in Reichweite. Dafür müsste er sich aber in den Alpen deutlich steigern. Prognose: Lipowitz wird, wie er selbst sagt, Fünfter.

Ralph Denk | Teamchef Red Bull-BORA-hansgrohe

Nach dem Zeitfahren will RedBull-Bora-Hansgrohe neu darüber beraten, ob Evenepoel als alleiniger Kapitän in die schweren Alpenetappen geht.

21.07.2026 | 2:27 min

Evenepoel und Del Toro als Podiumskandidaten

Die größten Chancen auf Platz 2 hat Remco Evenepoel nicht nur aufgrund seiner Zeitfahrqualitäten. Er hat bei dieser Tour de France gezeigt, dass er sich im Hochgebirge stark verbessert hat und nach Schwächephasen wieder zu den Besten aufschließen kann. Prognose: Hält Evenepoel die starke Form vom Sonntag, verteidigt er Platz zwei in der Gesamtwertung.

Sein größter Konkurrent Isaac Del Toro kann auf die Hilfe des Dominators Tadej Pogacar bauen. Der Slowene war sich schon am Sonntag nicht zu schade für seinen jüngeren Teamkollegen vorne im Wind zu fahren. Jedoch kann Del Toro das hohe Tempo seines Kapitäns nicht immer folgen. Auf der zehnten Etappe verlor er bereits einmal rund eine Minute auf Evenepoel, Seixas und Lipowitz. Prognose: Wenn in den Alpen kein weiterer solcher Ausrutscher dazu kommt, wird Del Toro Dritter.

Tadej Pogacar bejubelt seinen Sieg auf der zehnten Etappe der Tour de France 2026

Titelverteidiger Tadej Pogacar hat auch die zehnte Etappe bei der Tour de France gewonnen und damit den nächsten Schritt zu seinem fünften Gesamtsieg gemacht.

14.07.2026 | 0:34 min

Wie übersteht Seixas die letzte Tour-de-France-Woche?

Der 19-jährige Paul Seixas fährt zum ersten Mal eine dreiwöchige Rundfahrt. Nach den bisherigen Etappen spricht aber wenig dafür, dass er in der letzten Woche einbricht. Er wirkt an den Anstiegen stärker als Lipowitz, hat aber im Gegensatz zu seinen Konkurrenten weniger starke Helfer. Das macht einen Angriff auf Del Toro nicht unmöglich, aber schwieriger. Prognose: Seixas wird Vierter.

Juan Ayuso ist der Außenseiter unter den fünf. Er liegt in der Gesamtwertung zwar nur rund eine Minute hinter Seixas, aber war bereits auf mehreren Etappen immer einen Tick langsamer als seine Konkurrenten. Zudem ist Ayuso bei früheren Rundfahrten bereits in der letzten Woche eingebrochen. Prognose: Platz sechs.

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Quelle: Reuters

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Das ZDF berichtet regelmäßig im Morgen- und Mittagsmagazin über die Tour de France 2026.

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