DRV-Achter schrammt an Medaille vorbei:Oliver Zeidler holt sich seinen vierten WM-Titel
Oliver Zeidler hat sich seinen Titel bei der Ruder-WM zurückgeholt und sich zum vierten Mal zum Weltmeister gekrönt. Der Deutschland-Achter schrammte am Podest vorbei.
Oliver Zeidler hat bei der Ruder-WM einmal mehr seine Klasse unter Beweis gestellt.
Quelle: Patrick Post / APOliver Zeidler hat seine beeindruckende Erfolgsserie fortgesetzt und bei den Weltmeisterschaften in Amsterdam seinen vierten WM-Titel im Männer-Einer gewonnen.
Der Olympiasieger von Paris dominierte das Finale auf der Bosbaan und fuhr in 6:35,22 Minuten souverän vor dem unter neutraler Flagge startenden Belarussen Yauheni Zalaty (+ 3,11 Sekunden) und dem Norweger Jonas Slettemark Juel (+8,81 Sekunden) ins Ziel.
Nach dem vierten Gewinn des WM-Titels im Ruder-Einer spricht Ruderer Oliver Zeidler im ZDF-Interview bei Reporter Felix Tusche.
30.08.2026 | 1:53 minZeidler weiter ungeschlagen
Der 30-Jährige bleibt damit in dieser Saison ungeschlagen und jubelt nach 2019, 2022 und 2023 erneut bei einer WM über Gold. Im Vorjahr hatte er bei der WM in Shanghai trotz deutlich reduzierten Trainingsaufwands wegen seines Studiums Silber gewonnen. Der griechische Titelverteidiger Stefanos Ntouskos hatte das Finale verpasst.
Jetzt alle großen Titel - Olympia, WM und EM - aktuell zu halten, ist natürlich Wahnsinn. Ein schönes Gefühl.
Oliver Zeidler
Der Doppelvierer der Herren gewinnt bei der Ruder-WM Silber. Der Achter hat durch Feueralarm, Ausfälle und Premiere mehrere Herausforderungen.
29.08.2026 | 1:02 min
Vor knapp vier Wochen hatte sich Zeidler im italienischen Varese seinen vierten EM-Titel in EM-Rekordzeit von 6:36,39 Minuten gesichert. Perspektivisch will der Deutsche über die 2.000 Meter auch die Weltbestzeit von 6:30,74 Minuten angreifen, die der Neuseeländer Robbie Manson 2017 aufstellte.
Mehr Trainingszeit auf dem Wasser, dafür geringere Intensität: Die neue Methodik hat sich bei Ruder-Olympiasieger Oliver Zeidler bisher ausgezahlt. So soll's auch bei der WM in Amsterdam sein.
18.08.2026 | 1:23 minDeutschland-Achter schrammt an WM-Medaille vorbei
Der Deutschland-Achter der Männer verpasste die erste WM-Medaille seit 2019 zuvor knapp. Das einstige Flagschiff des Deutschen Ruderverbands (DRV) kam auf Platz vier. Das Großboot um Schlagmann Frederik Breuer lag auf den ersten 500 Metern noch in der Spitzengruppe, musste im weiteren Rennverlauf jedoch abreißen lassen.
Gold ging in einem packenden Foto-Finish und unter großem Jubel in Weltbestzeit von 5:17,57 Minuten an Gastgeber und Titelverteidiger Niederlande vor Olympiasieger Großbritannien und Australien. Damit unterboten die Niederländer die 2017 vom Deutschland-Achter aufgestellte Bestzeit. Das deutsche Boot lag nach 2.000 Metern in 5:20,71 Minuten nur knapp 2,5 Sekunden hinter den Medaillenrängen.
Drei Rennen binnen 24 Stunden
Wegen des großen Starterfelds waren erstmals seit 2011 wieder Halbfinals im Achter ausgefahren worden. Damit standen binnen 24 Stunden drei Rennen an. "Es muss nicht immer so viel sein. Aber die Leistungsbereitschaft war da", sagte Achter-Ruderer Olaf Roggensack.
Ungewöhnlich war zudem der Vorlauf am Samstag, der wegen unfairer Windbedingungen erstmals in der WM-Geschichte als Einzelzeitfahren ausgefahren worden war. Vor knapp vier Wochen hatte der Deutschland-Achter mit EM-Silber für ein Erfolgserlebnis gesorgt. Bei der WM im Vorjahr in Shanghai hatte die Crew enttäuschend das A-Finale verpasst.
Frauen-Achter auf Platz neun
Der deutsche Frauen-Achter, im Vorjahr noch überraschend WM-Vierter, musste sich diesmal mit mehreren Doppelstarterinnen mit dem B-Finale begnügen und wurde Neunter. Insgesamt holte der DRV in Amsterdam fünf Medaillen. Im Vorjahr in Shanghai waren es sechs - davon drei und auch die einzige Goldene in Para-Booten. Zeidler hatte in China trotz deutlich reduzierten Trainingsaufwands wegen seines Studiums WM-Silber gewonnen.
In diesem Jahr sorgten die Para-Mixed-Doppelzweier mit Kathrin Marchand und Valentin Luz (PR3) sowie Jasmina Bier und Paul Umbach (PR2) für Doppel-Gold. Der Männer-Doppelvierer jubelte nach EM-Gold in deutscher Rekordzeit über WM-Silber – die erste Medaille in dieser Bootsklasse seit 2015. Für das erste Edelmetall für den DRV hatten Maximilian Rühling und Naveen Shah mit Silber im nicht mehr olympischen Leichtgewichts-Doppelzweier gesorgt.
Zwei Medaillen in den olympischen Bootsklassen für den deutschen Ruderverband: Oliver Zeidler holt sich bei der EM zum vierten Mal den Titel. Für den Achter reicht es für Silber.
02.08.2026 | 0:59 min