Wer hat im WM-Finale die Nase vorn?:Spanien gegen Argentinien: Der Head-to-Head-Vergleich
von Sebastian Ungermanns
Im Finale der Fußball-WM 2026 treffen Spanien und Argentinien aufeinander. Die Head-to-Head-Prognose der beiden Teams auf jeder Position.
Kann zum zweiten Mal Weltmeister werden: Fußball-Legende Lionel Messi.
Quelle: dpaEin gutes Team ist mehr als die Summe seiner Einzelteile. Ein gerne bemühter, weil im Teamsport durchaus der Wahrheit entsprechender Satz. Trotzdem macht es Spaß, die sogenannten Einzelteile zu vergleichen - vor allem, wenn diese, wie im Falle von Spanien und Argentinien, eine große Qualität haben.
Im WM-Finale treffen die Superstars zweier Fußball-Generationen aufeinander. Setzt sich Youngster Lamine Yamal durch? Oder zeigt ihm Altstar Messi die Grenzen auf?
17.07.2026 | 2:41 minDer große Head-to-Head-Vergleich vor dem Finale der Fußball-WM Spanien gegen Argentinien (ab 19:30 Uhr live im ZDF) .
Tor: Unai Simon gegen Emiliano Martinez
Emiliano Martinez, FIFA-Welttorhüter der Jahre 2022 und 2024, hatte vor vier Jahren maßgeblichen Anteil am Gewinn des WM-Pokals (insbesondere Kolo Muani dürfte noch Alpträume vom argentinischen Schlussmann bekommen). Auch bei Aston Villa ist der 33-Jährige eine feste Größe und begeistert regelmäßig mit Spitzenleistungen.
Bei diesem Turnier konnte er allerdings nur punktuell glänzen. Anders als sein Gegenüber Unai Simon, der Teil der bockstarken spanischen Defensive ist und sich spätestens im Halbfinale mit einer Neuer-Gedächtnisperformance ins Rampenlicht spielte. Er zeigte bisher bei der WM die besseren Leistungen - das Leistungslimit von Martinez sollte aber höher sein. Punkt für Spanien und Argentinien.
Linker Verteidiger: Marc Cucurella gegen Nicolas Tagliafico
Man hört es in Deutschland zwar nicht gerne, aber: Marc Cucurella hat bis dato ein überragendes WM-Turnier gespielt. Defensiv ein Teil der überragenden spanischen Defensive, glänzte er auch offensiv mit insgesamt drei Vorlagen und einem halben Tor gegen Saudi-Arabien, welches später als Eigentor anerkannt wurde.
Die Fußball-WM hat Nordamerika begeistert: In den USA, Mexiko und Kanada kam Festivalstimmung auf. Im Rückblick bleibt aber auch Kritik.
17.07.2026 | 3:09 minArgentiniens Nicolas Tagliafico spielte zwar ein solides Turnier, kommt aber nicht an die starken Leistungen von Cucurella heran. Punkt für Spanien.
Innenverteidigung: Aymeric Laporte gegen Cristian Romero
Ein einziger Gegentreffer im gesamten Turnier - Spaniens Defensive ist bei dieser WM eine Wucht. Der Anker der Abwehr: Aymeric Laporte. Der 32-Jährige besticht mit seiner Erfahrung, seinem Stellungsspiel und ist dazu noch unverzichtbar im berühmten spanischen Ballbesitzspiel.
Vom dramatischen US-Spiel über Football in Boston bis zur Ruder-Session in Miami: Wir zeigen die spannendsten Geschichten und Momente der WM in Nordamerika.
16.07.2026 | 13:19 minSein Gegenüber Cristian Romero, der mit Tottenham eine ziemliche Seuchensaison hinter sich hat, spielt zwar auch ein starkes Turnier, wackelte jedoch häufiger und wusste sich des Öfteren nur mit Fouls zu helfen. Punkt für Spanien.
Innenverteidigung: Pau Cubarsi gegen Lisandro Martinez
Pau Cubarsi ist die Zukunft der spanischen Abwehr. Mit 19 Jahren strahlt der Spieler des FC Barcelona eine enorme Ruhe aus. Auch Barca-Trainer Hansi Flick lobte die spielerische Reife des Innenverteidigers einst in höchsten Tönen.
Auch sein Gegenüber Lisandro Martinez überzeugte bisher. Ein wichtiges Tor gegen Kap Verde, dazu viele starke Tacklings im Viertelfinale gegen die Schweiz. Gelingt ihm eine Aktion, feiert sich der 28-Jährige, als hätte er ein Tor geschossen. Er geht spielerisch und emotional voran und ist somit ein ganz wichtiges Puzzleteil für Argentinien. Punkt für den aktuellen Weltmeister.
Das Duell zwischen England und Argentinien war schon vor Anpfiff emotional aufgeladen. Die Partie gipfelte in einer verrückten Schlussphase.
15.07.2026 | 9:57 minRechter Verteidiger: Pedro Porro gegen Nahuel Molina
Nach dem Spiel gegen Frankreich im Halbfinale sprach Spaniens Verband von "Pedro Porros WM". Zwei Tore erzielte der 26-Jährige bisher, darunter das wichtige 2:0 gegen Frankreich.
Dazu steht er defensiv außerordentlich stabil, verteidigte die Top-Flügel der Franzosen im Halbfinale weltmeisterlich weg. Auch wenn Nahuel Molina ebenfalls ein gutes Turnier spielt, kann der Punkt hier nur an Spanien gehen.
Zentrales Mittelfeld: Fabian Ruiz gegen Enzo Fernandez
Im Stile eines Champions-League-Siegers zeigt Fabian Ruiz bei dieser WM wieder seine ganze Klasse. Im Tiki-Taka der Iberer glänzt er mit guter Übersicht, hoher Pressingresistenz und klugem Positionsspiel, verdrängte sogar Pedri aus der Startelf.
Im ersten WM-Halbfinale zwischen Frankreich und Spanien leitet ein früher Elfmeter das Toreschießen ein. Welches Team kommt als erstes ins Finale?
14.07.2026 | 9:10 minDoch auch Enzo Fernandez gehört zu den besten Mittelfeldspielern des Turniers. Als Motor und Antreiber im argentinischen Mittelfeld vereint er Pass- und Zweikampfstärke sowie Torgefahr. Hinter Messi ist er zweifellos der wichtigste Mann bei den Argentiniern. Der Unterschied zwischen beiden ist marginal, also: Punkt für Spanien und Argentinien.
Zentrales Mittelfeld: Rodri gegen Leandro Paredes
Weltfußballer 2024 und Europameister. Dazu mit Manchester City wohl alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Rodri ist einer der besten Fußballer dieser Zeit - und das beweist er auch bei der WM. Neben Fabian Ruiz strahlt er eine enorme Ruhe aus, unterstützt die eigene Abwehr immer wieder dank wichtiger gewonnener Zweikämpfe und ist dazu gewohnt stark bei eigenem Ballbesitz.
Auch Leandro Paredes spielt ein gutes Turnier, doch für die Weltklasse seines spanischen Gegenübers fehlt ihm die Spielkontrolle eines Weltfußballers. Punkt für Spanien.
Im Finale der WM 2026 trifft der amtierende Europa- auf den amtierenden Weltmeister. Eine Show dürfte die Halbzeitpause auf bis zu 25 Minuten verlängern, sagt ZDF-Reporterin Amelie Stiefvatter.
17.07.2026 | 3:17 minLinker Flügel: Alex Baena gegen Alexis Mac Allister
Liverpools Alexis Mac Allister spielt bisher eine herausragende WM. Auf dem linken Flügel ist er ein ganz wichtiger Verbindungsspieler zwischen Defensive und Offensive. Er läuft viel, ist enorm kreativ und immer wieder an entscheidenden Aktionen beteiligt.
Dazu ist er immer dann gefährlich, wenn mal gar nichts geht bei Argentinien. Gegen England scheiterte er zweimal am Pfosten. Dagegen kommt Alex Baena, der auch ein gutes Turnier spielt, aber bei Weitem nicht so auffällig ist, nicht an. Punkt für Argentinien.
Offensives Mittelfeld: Dani Olmo gegen Lionel Messi
Lionel Messis Position zu bestimmen ist nicht so einfach. Die 39-jährige spielende Legende hat beim aktuellen Weltmeister alle Freiheiten - wird aber formell oft hinter der Spitze aufgeboten. Dass er einmal mehr ein herausragendes Turnier spielt, weiß inzwischen jeder.
Das Spiel um Platz drei zwischen England und Frankreich entwickelte sich schnell zu einem munteren Scheibenschießen. Die Highlights der Partie.
19.07.2026 | 13:33 minEr ist Zweiter der Torschützenliste, immer noch Dreh- und Angelpunkt des argentinischen Spiels und begeistert weiterhin mit den magischen Momenten, mit denen er schon immer begeisterte. Auch über Dani Olmo könnte man ein Loblied schreiben bei dieser WM - doch gegen Messi ist kein Kraut gewachsen. Punkt für Argentinien.
Rechter Flügel: Lamine Yamal gegen Rodrigo de Paul
Es ist nicht die WM des Lamine Yamal gewesen. Aus einer Verletzung kommend, wurde er nicht zu der Glanzfigur, die er noch vor zwei Jahren bei der Europameisterschaft war. Das kann aber auch an dem starken spanischen Kollektiv liegen. Trotzdem ist er enorm wichtig für das spanische Spiel.
Er zieht viel Aufmerksamkeit auf sich, reißt durch kluge Laufwege und starke Dribblings Lücken und schafft so Räume für die Mitspieler. Egal, ob Rodrigo de Paul oder Giuliano Simeone für Argentinien starten: Der Punkt geht an Spanien.
Sturm: Mikel Oyarzabal gegen Julian Alvarez
Mit fünf Toren ist Mikel Oyarzabal der torgefährlichste Akteur der Spanier - und das, obwohl er schwer in das Turnier kam. Der 29-Jährige ist ein sicherer Elfmeterschütze, trotz einiger vergebener Chancen gut vor dem Tor und hat einen guten Torriecher. Dazu ist er für die Spanier gegen den Ball enorm wichtig.
Auch Julian Alvarez zeigt ein starkes Turnier. Wie Oyarzabal ist auch er gegen den Ball ganz wichtig, dazu mit seiner Ballsicherheit immer wieder gern gesuchte Anspielstation. Nur vor dem Tor will es noch nicht so klappen - erst ein Turniertreffer steht beim 26-Jährigen zu Buche. Daher: Vorteil und Punkt für Spanien.
Endstand: 8:5 für Spanien. Doch wie gesagt: Ein gutes Team ist ja mehr als die Summe seiner Einzelteile.
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