Wechsel zur Sommerzeit 2026:Zeitumstellung: Wann wie an der Uhr zu drehen ist
In der Nacht auf Sonntag werden die Uhren von Winter- auf Sommerzeit umgestellt. Woher das kommt, warum das noch immer so gehandhabt wird und wie man sich die Richtung merken kann.
Die Uhren werden wieder einmal auf Sommerzeit umgestellt. Doch muss die Uhr vor- oder zurückgestellt werden? Welche Eselsbrücke hilft, um sich die Richtung zu merken.
18.03.2026 | 0:56 minWann wird die Zeit umgestellt?
Am jeweils letzten Sonntag im März wird in Deutschland von Winterzeit auf Sommerzeit umgestellt. Die Uhr wird dabei nachts um 2 Uhr eine Stunde auf 3 Uhr vorgestellt. In diesem Jahr ist das am 29. März der Fall. Dieses sind die Daten für die kommenden drei Jahre:
- 28. März 2027
- 26. März 2028
- 25. März 2029
Die Winterzeit ist die eigentliche "Normalzeit", auf die die Uhr am jeweils letzten Sonntag im Oktober zurückgestellt wird - und zwar nachts um 3 Uhr auf 2 Uhr. In den kommenden drei Jahren steht die Umstellung auf Winterzeit an folgenden Daten an:
- 25. Oktober 2026
- 30. Oktober 2027
- 29. Oktober 2028
Bye bye, Dunkelheit: Ab Sonntag gilt die Sommerzeit und es bleibt abends eine Stunde länger hell. Wie viel Tageslicht bis zur Sommersonnenwende noch hinzukommt, zeigt das Video.
28.03.2026 | 0:28 minWieso gibt es die Zeitumstellung noch?
Gerade in Deutschland halten viele Menschen wenig von den jährlich zwei Zeitumstellungen. In Umfragen meinen regelmäßig rund drei Viertel der Befragten, der Wechsel sei überflüssig und gehöre abgeschafft. Nicht zuletzt berichtet ein Teil über gesundheitliche Auswirkungen der Zeitumstellung, etwa Schlafprobleme.
Das Europaparlament sprach sich dafür aus, die Umstellung 2021 abzuschaffen - was aber ohne Konsequenzen blieb. Es gibt im Kreis der EU-Staaten keine einheitliche Position, welche Zeit künftig gelten soll.
Frauen haben nach der Zeitumstellung deutlich häufiger gesundheitliche Probleme als Männer. Einer Umfrage zufolge klagen 38 Prozent der Frauen über Beschwerden, bei Männern sind es 22 Prozent.
26.03.2026 | 0:27 minWelche Eselsbrücke zum Merken gibt es?
Viele Menschen sind unsicher, wann sie wie an der Uhr drehen müssen. Helfen kann eine Eselsbrücke, die Straßencafé-Faustregel: Im Sommer stellen Straßencafés ihre Stühle vor das Lokal - auch die Uhr wird eine Stunde vorgestellt. Im Winter stellen die Cafés die Stühle zurück, so wie Uhrenbesitzer ihre Zeitmesser.
Zeitumstellung - so geht es: Die Uhr wird immer in Richtung Sommer umgestellt - im Frühling eine Stunde vor, im Herbst eine Stunde zurück.
Quelle: ZDFWas bedeutet die Zeitumstellung für Technik?
Rein technisch ist der Zeitwechsel unproblematisch. Taktgeber für die Zeit sind in Deutschland die Atomuhren der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig. Über Sender werden die Signale übertragen, durch die sich die Funkuhren automatisch an die Zeitumstellung anpassen.
Bei der großen Mehrheit der Deutschen stößt die Zeitumstellung auf wenig Begeisterung.
25.10.2025 | 1:45 minWieso wird die Uhr überhaupt umgestellt?
Ab 1916 führte das Kaiserreich eine Sommerzeit ein, um das Tageslicht in Landwirtschaft und Rüstungsindustrie besser nutzen zu können. Drei Jahre lang stellte Deutschland die Uhren von Ende März bis Ende September eine Stunde vor. 1919 wurde diese Maßnahme wieder rückgängig gemacht. Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde die Sommerzeit 1940 wieder eingeführt.
Vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis 1949 gab es verschiedene Regelungen. 1947 wurde nicht nur um eine Stunde auf die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) umgestellt, sondern im Mai sogar um eine weitere Stunde - auf die Mitteleuropäische Hochsommerzeit (MEHSZ). Letztere wurde im Juni wieder beendet, im Oktober wurde dann wieder auf Winterzeit zurückgestellt. Doch dies war ein einmaliges Experiment.
Zwischen 1950 bis 1979 drehte Deutschland nicht an den Uhren. Doch schließlich veränderte die Ölkrise erneut den Takt: Durch eine bessere Nutzung des Tageslichts sollte Energie gespart werden. Weil Frankreich und andere europäische Staaten vorgeprescht waren, wurde am 6. April 1980 in beiden deutschen Staaten erneut die Sommerzeit eingeführt.
Bis 1996 wurden die unterschiedlichen Sommerzeitregelungen in der EU vereinheitlicht. Seitdem stellt auch Deutschland die Uhren von Ende März bis Ende Oktober um.
Kritiker führen seit jeher ins Feld, dass die Zeitumstellung ihren ursprünglichen Zweck, Energie zu sparen, nicht erfüllt. Laut Umweltbundesamt gibt es an der einen Stelle Einsparungen, an der anderen aber einen Mehrverbrauch: Wenn die Menschen wegen der Sommerzeit beispielsweise morgens eine Stunde früher aufstehen, ist es etwas kälter und dunkler, sodass der Verbrauch für Beleuchtung und Heizung höher ist. Abends ist es hingegen länger hell, weshalb das Licht später eingeschaltet wird.
Wer Strom sparen will, sollte auch immer ein Auge auf Geräte mit Stand-by-Modus haben. Ein Energieberater erklärt, wo die größten Einsparpotenziale sind.
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