Zivilschutz: Dobrindt plant offenbar Milliardenpaket

"Klare Kante gegen hybride Bedrohungen":Dobrindt plant offenbar Milliardenpaket für Zivilschutz

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Bundesinnenminister Dobrindt will offenbar mit zehn Milliarden Euro für den Krisenfall vorsorgen. Einem Medienbericht zufolge soll der Bevölkerungsschutz massiv ausgebaut werden.

Alexander Dobrindt (l, CSU), Bundesinnenminister, spricht beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), am 30.04.2026 in Bonn.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt Ende April beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn. (Archivbild)

Quelle: dpa

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) plant einem Bericht zufolge ein Milliardenprogramm zum Ausbau von Bevölkerungsschutz und ziviler Verteidigung. Wie die "Bild" unter Berufung auf einen Kabinettsentwurf berichtete, sollen dafür zehn Milliarden Euro bereitgestellt werden.

Das entsprechende Paket will das Bundeskabinett am Mittwoch beschließen, meldete die Nachrichtenagentur Reuters mit Verweis auf Regierungskreise. Damit solle die Widerstandsfähigkeit Deutschlands gegenüber Angriffen oder Anschlägen parallel zum Ausbau der Bundeswehr angesichts der Bedrohung durch Russland gestärkt werden.

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Dobrindt will Bundeswehr und Zivilschutz besser vernetzen

Beim Bundesinnenministerium soll demnach zudem eine neue Stabsstelle "Kommando zivile Verteidigung" geschaffen werden. Diese soll auch die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr im Verteidigungsfall koordinieren. Militärische und zivile Verteidigung würden für mehr Sicherheit und Widerstandsfähigkeit vernetzt, sagte Dobrindt.

Wir rüsten auf beim Bevölkerungsschutz und der zivilen Verteidigung.

Alexander Dobrindt, Bundesinnenminister

Es gehe um eine "klare Kante gegen hybride Bedrohungen" und um "konsequente Unterstützung der ehrenamtlichen Kräfte".

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Anschaffung von Spezialfahrzeugen und Feldbetten geplant

Außerdem plant der Minister dem Bericht zufolge bis 2029 die Anschaffung von 1.000 neuen Spezialfahrzeugen und 110.000 Feldbetten. Für die Gebäude und Anlagen des THW sei ein Bauprogramm vorgesehen.

Zudem solle an 50 Standorten eine medizinische Eingreiftruppe des Bundes für eine große Zahl von Verletzten aufgebaut werden. Bundesweit sollen alle öffentlichen Zufluchtsräume wie Bunker, Tunnel und Tiefgaragen in einem Kataster erfasst und in die Warn-App NINA integriert werden.

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Quelle: AFP, Reuters
Über dieses Thema berichtete heute Xpress am 18.05.2026 ab 09:00 Uhr.

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