Warntag 2026: Was man zur bundesweiten Aktion wissen sollten

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Probe für den Ernstfall:Warntag: Was man zur bundesweiten Aktion wissen sollte

von Emina Mujagic

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In Gefahrenlagen kann eine schnelle Warnung Leben retten: Zur Probe der Warnsysteme gibt es am 10. September wieder einen Warntag. Das sollte man zur bundesweiten Aktion wissen.

Berlin: Auf dem Display eines Smartphones ist beim Bundesweiten Warntag 2025 der Alarm der App Katwarn zu sehen.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat seine Probewarnmeldungen für Notlagen getestet. Nicht nur auf Handys schrillte und piepte es – auch Sirenen heulten.

10.09.2026 | 0:24 min

Schrilles Smartphone-Piepsen und laute Sirenen: Am 10. September 2026 gibt es wieder einen bundesweiten Warntag. Dabei sollen die Warnsysteme in Deutschland für den Ernstfall erprobt werden. Was man zum Aktionstag wissen sollte, zeigt ein Überblick:

Warum ist der Warntag so wichtig?

Der Bundesweite Warntag ist ein gemeinsamer Aktionstag von Bund, Ländern und Kommunen. Er findet in der Regel jährlich am zweiten Donnerstag im September statt. Er dient der Erprobung der Warnsysteme. Das Auslösen der Warnkanäle lädt aber auch ein, sich über die Warnung der Bevölkerung zu informieren.

Parallel können auf Ebene der Länder, in den teilnehmenden Landkreisen und Kommunen, verfügbare kommunale Warnkanäle ausgelöst (zum Beispiel Lautsprecherwagen oder Sirenen) werden.

Der Staat investiert in mehr Schutzräume für den Ernstfall

Mit Milliardeninvestitionen sollen Schutzräume, Technik und Versorgung für den Ernstfall ausgebaut werden. Ziel ist eine bessere Reaktion auf Anschläge, Kriege und Katastrophen.

20.05.2026 | 2:33 min

Wie genau funktionieren die Warnsysteme?

Am Bundesweiten Warntag wird ab 11:00 Uhr eine Probewarnung in Form eines Warntextes an alle am Modularen Warnsystem (kurz: MoWaS) des Bundes angeschlossene Warnmultiplikatoren (zum Beispiel Rundfunksender und App-Server) geschickt.

Die Warnmultiplikatoren versenden die Probewarnung zeitversetzt an Warnkanäle wie Fernseher, Radios und Smartphones. Dort können Sie die Warnung dann lesen und/oder hören. Gegen 11:45 Uhr erfolgt eine Entwarnung über die Warnkanäle und Endgeräte, über welche zuvor die Warnung versendet wurde.

Für welche Situationen ist dieser Alarm vorgesehen?

Warnmeldungen sollen die Bevölkerung über Ereignisse informieren, bei denen erhöhte Aufmerksamkeit oder schnelles Handeln erforderlich ist, um rechtzeitig Maßnahmen zum Selbstschutz ergreifen zu können. Beispiele sind:

  • extreme Unwetter und deren Auswirkungen für die Bevölkerung
  • große Brände oder Explosionen
  • Chemieunfälle oder Gefahrstofffreisetzungen
  • Ausfall wichtiger Infrastruktur (z. B. Trinkwasser oder Strom)
  • Bombenentschärfungen
 Ein Warnhinweis wird am Landesweiten Warntag mit zentralem Probealarm für alle Warnapps auf einer Smartwatch angezeigt.

Landesweiter Warntag im März 2026: Am Vormittag schrillten in Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz Handys und Sirenen.

12.03.2026 | 0:17 min

Wie funktioniert das Warnen über das Handy?

Zentraler Baustein der Warnkette sind die Warnnachrichten über den Mobilfunkdienst Cell Broadcast, die viele neuere Smartphones empfangen und anzeigen. Laut Bundesamt für Bevölkerungsschutz erreiche kein anderer Warnkanal mehr Menschen direkt.

Wie funktioniert Cell Broadcast?





Quelle: Mit Material von dpa
Über dieses Thema berichtete das heute journal update am 10.09.2026 ab 00:45 Uhr und die heute xpress ab 12 Uhr.

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