Warntag in mehreren Bundesländern: Was Sie wissen müssen

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In mehreren Bundesländern:Was Sie zum Warntag wissen müssen

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Egal ob Hochwasser, Unwetter oder Lawinengefahr: Wenn Menschen in Gefahr sind, kann eine Warnung Leben retten. In mehreren Bundesländern wird es daher heute wieder kurz laut.

Archiv: Alarmsirene auf dem Dach eines Krankenhauses bei Köln

In Nordrhein-Westfalen, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz wird der Ernstfall erprobt.

Quelle: dpa

Ein schrilles Piepsen am Handy, lautes Geheule auf dem Dach der Feuerwehr: Am Donnerstagvormittag wird in mehreren Bundesländern der Ernstfall erprobt.

Um 10 Uhr heulen vielerorts in Rheinland-Pfalz die Sirenen. Das Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz überprüft damit seine Warnsysteme für Krisen- und Katastrophenfälle. Auch in Hessen wird ab 10 Uhr der Probealarm ausgelöst. In Nordrhein-Westfalen und Bayern sollen die verschiedenen Warnmittel ab 11 Uhr geprüft werden.

Warnnachricht auf Handy

Der bundesweite Warntag dient als Test für die bestehenden Warnkanäle bei eventuellen Gefahrenlagen. Die Probesignale werden unter anderem durch Handys abgegeben.

11.09.2025 | 1:54 min

Warum ist der Warntag so wichtig?

Im Ernstfall müssen Warnsysteme sofort und ohne Einschränkungen funktionieren. Der Warntag soll helfen, technische Probleme zu erkennen und Abläufe zwischen Behörden, Leitstellen und Medien zu überprüfen. Außerdem soll er Menschen sensibilisieren, wie mit solchen Warnungen umzugehen ist. Die Sprecherin des NRW-Innenministeriums, Nina Louwen, erklärt:

Der landesweite Warntag dient in erster Linie dazu, die gesamte Warninfrastruktur in Nordrhein-Westfalen regelmäßig zu testen und die Bevölkerung mit den Warnsignalen vertraut zu machen.

Nina Louwen, Sprecherin des Innenministeriums in Nordrhein-Westfalen

Wie genau funktionieren die Warnsysteme?

Die Warnmeldungen werden über einen sogenannten "Warnmix" verbreitet: Laut Innenministerium nutzen die kommunalen Leitstellen in NRW dafür das Modulare Warnsystem (MoWaS), um gleichzeitig mehrere Warnkanäle zu aktivieren und so möglichst viele Menschen zu erreichen. Warnmittel, an die das System die Warnung weiterleitet, sind unter anderem:

  • Sirenen
  • Warn-Apps wie NINA oder KATWARN
  • Radio und Fernsehen
  • digitale Stadtinformationstafeln
  • Lautsprecherfahrzeuge

Auf einem Smartphone ist eine Meldung eines Notfallalarms zum Bundesweiten Warntag 2025 zu sehen.

Bundesweit haben am Donnerstagvormittag probehalber die amtlichen Warnsysteme für den Not- und Katastrophenfall ausgelöst. Hintergrund ist der sogenannte jährliche Warntag.

11.09.2025 | 2:06 min

Für welche Situationen ist dieser Alarm vorgesehen?

Warnmeldungen sollen die Bevölkerung über Ereignisse informieren, bei denen erhöhte Aufmerksamkeit oder schnelles Handeln erforderlich ist, um rechtzeitig Maßnahmen zum Selbstschutz ergreifen zu können. Beispiele sind:

  • extreme Unwetter und deren Auswirkungen für die Bevölkerung
  • große Brände oder Explosionen
  • Chemieunfälle oder Gefahrstofffreisetzungen
  • Ausfall wichtiger Infrastruktur (z. B. Trinkwasser oder Strom)
  • Bombenentschärfungen

Was kann an einem Warntag schiefgehen?

"Bei vorangegangenen Warntagen konnte festgestellt werden, dass etwa einzelne Sirenen nicht funktionierten und aufgrund dieser Erprobung repariert werden konnten", sagt Louwen. Bei Handynutzern mit einem älteren Gerät könne der Empfang der Warnmeldung über Cell Broadcast möglicherweise nicht funktionieren.

Wer feststellt, dass die Warnung auf einem zu alten Handy nicht angekommen ist, müsse sich für eine Aktualisierung direkt an den Hersteller wenden.

Wie funktioniert das Warnen über das Handy?

Zentraler Baustein der Warnkette sind die Warnnachrichten über den Mobilfunkdienst Cell Broadcast, die viele neuere Smartphones empfangen und anzeigen. Laut Bundesamt für Bevölkerungsschutz erreiche kein anderer Warnkanal mehr Menschen direkt.





Über Cell Broadcast können Warnnachrichten direkt und anonym als sogenannte Push-Nachricht an Smartphones oder Handys geschickt werden. "Der Broadcast ermöglicht es, Warnungen einfach, schnell und ortsbezogen sowie zeitgleich an eine große Anzahl von Menschen zu versenden", erklärt Louwen.

Quelle: dpa
Über den Warntag berichten verschiedene Sendungen am 12.03.2026.

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