Dobrindt: Bund setzt eine Million Euro auf Vulkangruppe aus

Nach Anschlag auf Berliner Stromnetz:Dobrindt: Bund setzt eine Million Euro auf Vulkangruppe aus

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Für Hinweise zum Anschlag auf das Berliner Stromnetz winken bis zu einer Million Euro Belohnung. Das solle "die Bevölkerung zur Mitwirkung animieren", so Innenminister Dobrindt.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt bei einer Pressekonferenz

45.000 Haushalte waren nach dem Anschlag auf eine Kabelbrücke Anfang des Jahres in Berlin ohne Strom. Der Innenminister will durchgreifen und kündigt eine Belohnung für Hinweise zu den Tätern an.

27.01.2026 | 0:23 min

Der Bund setzt eine Belohnung in Höhe von einer Million Euro für Hinweise zur Aufdeckung der linksextremistischen Vulkangruppen aus, die für den Anschlag auf das Berliner Stromnetz verantwortlich gemacht werden. Diese hohe Belohnung solle "die Bevölkerung zur Mitwirkung animieren", sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) am Dienstag in Berlin.

Ich finde es angemessen, dass man mit einer Belohnung in dieser Größenordnung deutlich macht, wie ernsthaft die Lage ist.

Alexander Dobrindt (CSU), Bundesinnenminister

"Aufrüsten" im Kampf gegen Linksextremismus

Dobrindt kündigte eine harte Antwort der Behörden auf die Gefährdung durch linskextremistische Täter an. "Wir rüsten auf für den Kampf gegen den Linksextremismus", sagte er. In den Sicherheitsbehörden solle die Abwehr in diesem Bereich personell verstärkt werden, ohne dass dies zu Lasten der Abwehr von Gefahren aus anderen Extremismusbereichen gehe.

Tatort des Brandanschlags auf die Energieversorgung in Berlin mit einem Ermittler der Polizei im Vordergrund.

Die linksextreme Vulkangruppe hat sich zum Brandanschlag in Berlin bekannt. Seit 2011 gibt es Anschläge unter dem Namen, gefasst wurde bisher niemand. ZDFheute live analysiert.

07.01.2026 | 26:47 min

Zudem sollten die Ermittler mehr Befugnisse bekommen im Kampf gegen Linksextremismus - etwa bei der digitalen Datenanalyse, der automatischen Gesichtserkennung und der Speicherung von IT-Adressen, sagte Dobrindt.

Dobrindt: BKA verstärkt Personal

Im Zusammenhang mit dem Anschlag auf das Berliner Stromnetz kündigte Dobrindt eine "breit angelegte Informationskampagne" in Berlin und Brandenburg zu der vom Bundeskriminalamt (BKA) ausgeschriebenen Millionen-Belohnung an. Das BKA werde sein Personal verstärken, um rund um die Uhr Hinweise entgegennehmen zu können.

Die Höhe der Belohnung begründete der Innenminister auch mit der hohen Anzahl der Betroffenen des Anschlags: Über 100.000 Menschen hätten unter dem Stromausfall zu leiden gehabt, sagte er.

Ein Fabrikgebäude bei Tag

Nachdem mehrere Tage lang die Stromzufuhr in Teilen Berlins gekappt war, können die Menschen nun endlich wieder aufatmen. Hinter dem Anschlag steckte wohl die linksterroristische Vulkangruppe.

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Durch den Brandanschlag auf eine Kabelbrücke waren vorübergehend 45.000 Haushalte und 2.200 Gewerbeeinheiten ohne Strom. Die linksextremistische Vulkangruppe bekannte sich dazu.

Behörden bitten um Hinweise zu Brandanschlag

Das Landes- und das Bundeskriminalamt sowie der Verfassungsschutz stuften das Bekennerschreiben als glaubwürdig ein. Inzwischen ermittelt die Bundesanwaltschaft wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, der verfassungsfeindlichen Sabotage, der Brandstiftung und der Störung öffentlicher Betriebe.

Die Karlsruher Behörde bat nun zusammen mit dem BKA um Hinweise, das BKA setzte die Belohnung aus. Der Zeugenaufruf läuft bis zum 24. Februar. Hinweise nimmt das BKA telefonisch oder online entgegen. Zeugen können sich den Angaben nach auch an jede andere Polizeidienststelle wenden.

Polizisten um einen Strommasten in Brandenburg.

Seit dem Anschlag auf einen Strommast nahe der Tesla-Fabrik in Brandenburg tappen die Ermittler im Dunkeln. Wer sind die Brandstifter der "Vulkangruppe"?

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Nach Informationen des Verfassungsschutzes bestehen sogenannte Vulkangruppen seit dem Jahr 2011 und verüben seitdem Brandanschläge in Berlin und Brandenburg. Ziele sind zumeist Kabelschächte an Bahntrassen, aber auch Funkmasten oder Datenleitungen, teilweise auch Firmenfahrzeuge. Vulkangruppen bekannten sich in der Vergangenheit unter anderem zu zwei Anschlägen auf die Tesla-Fabrik im brandenburgischen Grünheide.

Quelle: AFP
Über dieses Thema berichtete heute Xpress am 27.01.2026 ab 12 Uhr.

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