Stromausfall in Berlin: Eine Million Euro Belohnung für Hinweise

Tagelanger Stromausfall in Berlin:Brandanschlag: Eine Million Euro Belohnung für Hinweise

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Für Hinweise auf die Verantwortlichen für den Anschlag auf die Berliner Stromversorgung soll es eine Million Euro Belohnung geben. Hinter der Tat werden Linksextremisten vermutet.

Stromausfall im Berliner Suedwesten

Tagelang waren die Menschen im Südwesten Berlins Anfang Januar ohne Strom. Eine linksextreme "Vulkangruppe" bekannte sich zu einem Anschlag auf das Stromnetz.

Quelle: ddp

Für Hinweise zu den Tätern beim vermutlich linksextremen Brandanschlag auf die Stromversorgung in Berlin ist nach Angaben von Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) eine Million Euro Belohnung ausgesetzt worden.

Bund setzt nach Brandanschlag in Berlin hohe Belohnung aus

Diese Summe habe "der Bund" ausgelobt, sagte Spranger im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses. Das sei ein "einmaliger Vorgang" in Bezug auf die Größenordnung der Summe und auch auf die Situation, sagte Spranger weiter. Sie betonte erneut:

Wir sprechen hier über Terrorismus.

Iris Spranger (SPD), Berliner Innensenatorin

Ein Polizist regelt den Verkehr an einer Kreuzung, an der die Ampel ausgefallen ist. Zehntausende Menschen im Südwesten der Hauptstadt haben keinen Strom.

Wegen eines mutmaßlich linksterroristischen Brandanschlags auf Stromleitungen waren in Berlin rund 45.000 Haushalte und 2.200 Betriebe tagelang ohne Strom und Heizung.

07.01.2026 | 1:39 min

Die Ermittlungen zu dem Anschlag hat die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe übernommen und führt sie zusammen mit dem Bundeskriminalamt.

Stromausfall in Berlin: Betreiber fordern besseren Schutz der Netze

Unterdessen fordern Netzbetreiber einen besseren Schutz der Infrastruktur. "Wir befinden uns in einer neuen Welt", sagte der Chef des belgischen Unternehmens Elia Group, Bernard Gustin, auf einer Branchen-Veranstaltung in Hamburg. Anlagen der Infrastruktur, insbesondere Offshore-Netze, seien verletzlich. "Wir müssen Hand in Hand mit den nationalen Verteidigungssystemen arbeiten", fügte er hinzu.

Mehr Schutz bedeute aber auch mehr Kosten. Für diese könne der Steuerzahler aufkommen. Klar sei aber auch, dass es keinen alles umfassenden Schutz gebe. Die Netzbetreiber konzentrierten sich darauf, im Fall einer Störung diese möglichst schnell zu beseitigen. Elia ist der Mutterkonzern des deutschen Netzbetreibers 50Hertz.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt

Innenminister Alexander Dobrindt kündigte nach dem Anschlag Maßnahmen an. Man überlasse Linksextremisten "nicht das Feld".

11.01.2026 | 0:23 min

Der Chef der Deutschland-Tochter des niederländischen Netzbetreibers Tennet, Tim Meyerjürgens, sprach sich bei dem Treffen in Hamburg dafür aus, strenger bei der Veröffentlichung von Details der Stromerzeugung zu sein, damit Täter nicht so leichtes Spiel hätten.

Linksextreme "Vulkangruppe" bekannte sich zu Anschlag

Im Südwesten Berlins waren nach einem Anschlag auf Stromleitungen Anfang Januar 45.000 Haushalte sowie Krankenhäuser, Pflegeheime und Betriebe teils mehrere Tage ohne Strom. Zu der Tat bekannte sich eine linksextremistische "Vulkangruppe".

Quelle: dpa, Reuters
Über dieses Thema berichteten verschiedene Sendungen, etwa die heute-Nachrichten am 11.01.2026 ab 19 Uhr sowie heute in Deutschland am 08.01.2026 ab 14 Uhr.

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