Vollversorgung nach Brandanschlag:Alle Haushalte in Berlin haben wieder Strom
Der Stromausfall in Berlin ist behoben. "Alle Haushalte sind wieder angeschlossen", teilte Wirtschaftssenatorin Giffey mit. Es war der längste Ausfall der Nachkriegsgeschichte.
Wegen eines mutmaßlich linksterroristischen Brandanschlags auf Stromleitungen waren in Berlin rund 45.000 Haushalte und 2.200 Betriebe tagelang ohne Strom und Heizung.
07.01.2026 | 1:39 minDer großflächige Stromausfall in Berlin ist behoben. An Tag fünf lief vormittags gegen 11:00 Uhr die Versorgung mit Strom im Südwesten der Stadt wieder an. Am frühen Nachmittag verkündete Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey dann: Seit 14:10 Uhr gebe es wieder eine Vollversorgung.
Alle Haushalte sind wieder angeschlossen.
Franziska Giffey, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe von Berlin
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) zeigte deutlich seine Erleichterung: "Ich habe mich noch nie in meinem Leben so doll gefreut, dass der Strom wieder da ist", sagte der CDU-Politiker. Giffey verwies dennoch darauf, dass die Wärmeversorgung wieder hochgefahren werden muss.
Die linksextreme Vulkangruppe hat sich zum Brandanschlag in Berlin bekannt. Seit 2011 gibt es Anschläge unter dem Namen, gefasst wurde bisher niemand. ZDFheute live analysiert.
07.01.2026 | 26:47 minStromversorgung in Berlin schrittweise wieder hochgefahren
Bereits in der Nacht konnte die entscheidende provisorische Kabelverbindung wiederhergestellt und positiv getestet werden, hieß es. Insgesamt 170 Techniker und Experten waren laut Senat an der Reparatur der zerstörten Hochspannungskabel und Ersatzleitungen beteiligt und arbeiteten rund um die Uhr.
Nach einem Bekennerschreiben ist nun ein neues Schreiben unter dem Namen der Vulkan-Gruppe aufgetaucht, welches sich von der Tat distanziert. ZDF-Korrespondent Carsten Behrendt berichtet.
07.01.2026 | 1:24 minNach und nach kamen bereits in den vergangenen Tagen immer mehr Haushalte wieder ans Netz. Die Arbeiten gestalteten sich kompliziert, zum einen wegen der niedrigen Temperaturen und zum anderen aufgrund der unterschiedlichen Materialien der Kabel.
Im Verlauf des Vormittags wurden kritische Einrichtungen wie Krankenhäuser und Pflegedienste informiert, dass der Strom bald wieder fließen könne. Per Warnsystem wurden auch die Verbraucher aufgefordert, Notstromaggregate vom Netz zu nehmen, um Schäden zu vermeiden.
Berlin: Zehntausende Haushalte bis Mittwoch ohne Strom
Nach dem Brandanschlag an einer Kabelbrücke im Bezirk Steglitz-Zehlendorf, zu dem sich eine linksextremistische Gruppierung bekannte, waren am Samstagmorgen im Südwesten Berlins zunächst 45.000 Haushalte und 2.200 Unternehmen ohne Strom.
Die linksextreme Vulkangruppe hat sich zum Brandanschlag in Berlin bekannt. Seit 2011 gibt es Anschläge unter dem Namen, gefasst wurde bisher niemand. ZDFheute live analysiert.
07.01.2026 | 26:47 minNoch am Mittwochmorgen waren nach Angaben des Betreibers rund 19.900 Haushalte und 850 Gewerbebetriebe ohne Strom. Dank Notstromaggregaten öffneten etliche Supermärkte. Auch Handys hatten vielfach wieder Netz, weil zahlreiche Mobilfunkmasten wieder in Betrieb waren.
Nach Angaben des Regierenden Bürgermeisters Wegner waren insgesamt rund 100.000 Menschen von dem Blackout betroffen. Berlin hatte am Sonntag eine sogenannte Großschadenslage ausgerufen.
Senat kündigt Schutzmaßnahmen an
Angesichts massiver Kritik am Zivil- und Katastrophenschutz der Hauptstadt in den vergangenen Tagen kündigte der Senat am Mittwoch bessere Schutzmaßnahmen für sensible Anlagen wie zum Beispiel Stromnetze an.
Der Berliner Senat sei beim Katastrophen-, Bevölkerungsschutz und Notfallmanagement überfordert, sagt Manuel Atug von der AG Kritische Infrastrukturen.
05.01.2026 | 4:52 minBesonders wichtige Einrichtungen sollten schnell zu "100 Prozent" durch Videoüberwachung gesichert werden, sagte Wegner. Er werde sich mit den Regierungschefs der anderen 15 Bundesländer und der Bundesregierung "eng" über das Thema austauschen. Besserer Schutz sei nicht nur für Berlin relevant.
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