Anschlag auf Berliner Stromnetz: Wegner für besseren Schutz

Stromausfall in Berlin:Anschlag auf Stromnetz: Wegner will besseren Schutz prüfen

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Nach dem mutmaßlichen Brandanschlag auf Berlins Stromnetz möchte der regierende Bürgermeister Wegner die Strominfrastruktur sicherer machen. Die Belastung für die Bürger sei enorm.

Wegner: Stromanschlag professionell geplant

"Das ist kein Spaß, hier spielt man bewusst mit dem Leben von Menschen", so Kai Wegner (CDU), Bürgermeister von Berlin, zum Stromausfall. "Wir werden den Druck auf diese linke Szene deutlich erhöhen."

05.01.2026 | 5:43 min

Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner von der CDU möchte nach dem mutmaßlichen Brandanschlag das Berliner Stromnetz sicherer machen und besser schützen. "Da sind schon professionelle Täter am Werk gewesen. Das merkt man. Das ist kein Zufallsprodukt", sagte er im ZDF-Morgenmagazin.

99 Prozent der Stromleitungen in Berlin seien unter der Erde, ein Prozent verliefen aber noch oberirdisch. "Wir müssen schauen, wie wir dieses eine Prozent noch sicherer machen", sagte Wegner. Dennoch zeige der Vorfall, dass es "hundertprozentige Sicherheit" nicht gebe. Daher müsse geschaut werden, wie die kritische Infrastruktur noch stärker "vor genau solchen terroristischen Anschlägen" geschützt werden könne, so Wegner.

Helfer bringen eine ältere Frau während eines Stromausfalls in eine Notunterkunft in einer Schulturnhalle im Südwesten Berlins, Deutschland, 5. Januar 2026.

Im Südwesten von Berlin haben viele Haushalte seit Samstag keinen Strom. Die Menschen unterstützen sich in dieser Situation gegenseitig.

05.01.2026 | 1:38 min

Wegner sagt schnelle Hilfe zu: "Enorme Belastung"

Den Einwohnern von Berlin sagte der CDU-Politiker zu, die Probleme schnell beheben zu wollen.

Meine oberste Priorität ist jetzt aber, die Menschen schnellstmöglich mit Strom und mit Wärme zu versorgen.

Kai Wegner (CDU), regierender Bürgermeister Berlin

Es werde versucht, die Menschen bestmöglich durch die Krise zu führen. "Es ist eine enorme Belastung, das ist mir bewusst." Gemeinsam mit dem Bund werde man in Ermittlungen gehen und den "Ermittlungsdruck jetzt richtig erhöhen". Denn Wegner betonte:

Das ist hier kein Spaß, sondern hier spielt man bewusst mit dem Leben von Menschen.

Kai Wegner (CDU), regierender Bürgermeister von Berlin

Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey.

Berlins Wirtschaftssenatorin Giffey fordert bei den Ermittlungen zum Stromausfall in Berlin Unterstützung vom Bund. Tausende Menschen haben weiterhin keinen Strom.

05.01.2026 | 0:27 min

Giffey fordert für Ermittlungen Unterstützung vom Bund

Zuvor hatte Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey von der SPD Unterstützung vom Bund bei den Ermittlungen gefordert. "Ich glaube, dass es jetzt vor allen Dingen um Bundeshilfe bei den Ermittlungen gehen muss", sagte sie im RBB-Inforadio. "Die Frage ist: Sind das einfach nur linke Gruppen von Aktivisten, die ideologisch unterwegs sind oder steckt da mehr dahinter?"

Die Ansichten, die im als authentisch eingestuften Bekennerschreiben der mutmaßlichen Täter "Vulkangruppe" veröffentlicht wurden, seien "hochgradig gefährlich", betonte die Senatorin. Es gehe jetzt um Staats- und Verfassungsschutz. Giffey erklärte:

Es geht nicht nur um einen Angriff auf unsere Infrastruktur, sondern auch darum, dass unsere ganze freie Gesellschaft hier angegriffen wurde.

Franziska Giffey (SPD), Berliner Wirtschaftssenatorin

ZDF-Korrespondent Carsten Behrendt über den Stromausfall in Berlin.

Nach einem linksextremistisch motivierten Anschlag müssen Tausende weiter ohne Stromversorgung auskommen. Über die Situation in Berlin berichtet ZDF-Korrespondent Carsten Behrendt.

05.01.2026 | 1:36 min

Stromausfall in Berlin: Etwa 14.500 Haushalte wieder am Netz

Giffey forderte zudem, Informationen zum Kabelverlauf künftig nicht jedem zugänglich zu machen. "Sie finden sehr viel im Internet", sagte sie in einem Interview mit dem Deutschlandfunk. Sicherheit müsse vor Transparenz gehen. Es dürften nicht noch mehr kritische Daten veröffentlicht werden.

05.01.2026, Berlin: Bauarbeiten am Ort des Kabelbrandes.

Um das Berliner Stromnetz wieder zum Laufen zu bringen, müssen zwei verschiedene Kabeltechnologien verbunden werden. Das macht die Reparaturen schwierig.

05.01.2026 | 1:44 min

Von den ursprünglich 40.000 betroffenen Haushalten seien etwa 14.500 wieder am Netz. 9.000 von etwa 12.000 Fernwärmekunden könnten wieder versorgt werden. Auch die Wasser- und Abwasserversorgung sei über Notstromaggregate gesichert. Giffey sagte:

Heute wird es darum gehen, dass wir weiter an den Baustellen arbeiten. Da sind wir im Zeitplan.

Franziska Giffey (SPD)

Zusätzliche Notstromaggregate sollen dafür sorgen, dass insbesondere Senioreneinrichtungen und Supermärkte wieder ans Netz kommen - "und zwar deutlich vor Donnerstag".

Quelle: dpa, ZDF
Über dieses Thema berichteten mehrere Sendungen am 05.01.2026, etwa heute ab 19:00 Uhr sowie das gemeinsame Morgenmagazin von ARD und ZDF ab 05:30 Uhr.
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