SPD-Frauen werfen Union "Sexismus mit System" vor

Nach Schwesig-Kritik an Union:SPD-Frauen werfen Union "Sexismus mit System" vor

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Die SPD-Frauen kritisieren die CDU-Attacken gegen Schwesig: Dies sei "Sexismus mit System". Schwesig hatte zuvor der Union ein "unmenschliches" Verhalten gegenüber Bas vorgeworfen.

Carmen Wegge (SPD) hält eine Rede im Deutsche Bundestag. (Archiv)

Die "Union hat Angst vor starken SPD-Frauen wie Manuela Schwesig": Scharfe Kritik von SPD-Politikerin Carmen Wegge. (Archivbild)

Quelle: Imago / Marco Bader

Nach den verbalen Attacken von CDU-Politikern gegen Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig werfen die SPD-Frauen der Union Sexismus vor.

Die Bundesvorsitzende der SPD-Frauen, Carmen Wegge, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND):

Die Union hat Angst vor starken SPD-Frauen wie Manuela Schwesig.

Carmen Wegge, Bundesvorsitzende der SPD-Frauen

Wegge: Starke Frauen machen Union nervös

Das Muster sei alt, sagte Wegge weiter. "Wenn Frauen Macht haben, werden sie nicht politisch gestellt, sondern persönlich angegriffen. Ihr wird die Kompetenz abgesprochen, ihr Ton kritisiert, ihre Glaubwürdigkeit untergraben." Bei Männern heiße das Führungsstärke, bei Frauen sei es plötzlich ein Problem.

Das ist kein Ausrutscher, das ist Sexismus mit System.

Carmen Wegge, Bundesvorsitzende der SPD-Frauen

Die Frauen in der SPD ließen sich aber "davon nicht kleinmachen. Jede dieser Attacken zeigt nur, wie sehr starke Frauen die Union nervös machen."

Umgang mit Bas: CDU weist Schwesig-Kritik zurück

CDU-Politiker hatten Schwesig zuletzt scharf kritisiert. Sie hatten dabei ihren Vorwurf zurückgewiesen, die Union sei "unmenschlich" mit der nach dem Tod ihrer Stieftochter zurückgetretenen Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) umgegangen.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wies die Kritik am Umgang der Union mit Bas zurück.

bas-ruecktritt-kritik-zusammenhalt-

Nach dem Rücktritt von Arbeitsministerin Bärbel Bas steht der Umgang der Union mit ihrem Trauerfall in der Kritik. "Wir müssen uns zusammenreißen", so SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf.

13.10.2026 | 6:57 min

Der Chef der Jungen Union, Johannes Winkel, warf Schwesig in Anspielung auf ihren früheren Einsatz für die deutsch-russische Pipeline Nord Stream 2 vor, sie habe sich "von Russland kaufen lassen".

Winkel sagte beim Deutschlandtag der Jungen Union in Bonn: "Wir lassen uns ganz bestimmt nicht von Manuela Schwesig belehren, wenn es um Anstand und Haltung in der deutschen Politik geht."

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Quelle: dpa, AFP
Über den Rücktritt von Bärbel Bas sowie die Kritik an den CDU-Verbalattacken berichtete das ZDF untert anderem im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF am 13.10.2026 ab 5:30 Uhr.

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