EU-USA-Zollabkommen: SPD-Politiker Weise fordert Pause

Nach Trumps Zollankündigungen:SPD-Politiker Wiese für Pause bei EU-USA-Handelsdeal

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SPD-Politiker Wiese spricht sich nach Trumps Zollankündigungen für eine Pause beim EU-USA-Handelsdeal aus. Grund seien Unsicherheit und Unklarheiten nach dem Supreme-Court-Urteil.

Der US-Präsident Trump redet und hat daher den Mund offen. Im Hintergund ist die Flagge der Europäischen Union.

Nachdem der Supreme Court einen Teil der Zölle des US-Präsidenten für unrechtmäßig befand, reagiert Trump mit neuen Zöllen. Was bedeutet das für die EU? Die Analyse bei ZDFheute live.

21.02.2026 | 24:07 min

Nach dem Zollurteil in den USA und neuen Ankündigungen des US-Präsidenten Donald Trump hat SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese gefordert, die Umsetzung der zuvor geschlossenen Zollvereinbarungen der EU mit den USA zu pausieren. Im Podcast des Nachrichtenportals "Politico" sagte Wiese:

Ich glaube, man muss jetzt ein Zeichen setzen.

Dirk Wiese, SPD-Parlamentsgeschäftsführer

Die Verhandlungen und der Ratifizierungsprozess über das Zollabkommen müssten aufgrund der aktuellen Lage und des Urteils ausgesetzt werden.

Es herrscht Unsicherheit, es herrschen Unklarheiten. Und von daher ist es gut, eine Pause einzulegen.

Dirk Wiese, SPD-Parlamentsgeschäftsführer

dirk-wiese

Das transatlantische Verhältnis sei sehr belastet. "Die USA sind jedoch nicht nur die Trump-Administration" - sagt Dirk Wiese, parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion.

23.01.2026 | 5:10 min

Nach Gerichtsbeschluss kündigte Trump Zölle von 15 Prozent an

Der Oberste Gerichtshof der USA hatte am Freitag die meisten der von Trump verhängten Zölle für unrechtmäßig erklärt. Das von Trump bemühte Notstandsgesetz ermächtige den Präsidenten nicht zur Verhängung von Zöllen. Hierfür sei der Kongress zuständig, urteilten die Richter. Die US-Zollbehörde teilte am Sonntagabend mit, die Zölle ab Dienstag nicht mehr zu erheben.

Trump kündigte jedoch neue Sonderzölle auf Basis eines anderen Gesetzes an. Am Freitag sprach er zunächst von zehn Prozent Aufschlag auf Waren aus aller Welt, am Samstag dann von 15 Prozent. Das Urteil des Obersten Gerichtshofs bezeichnete er als "lächerlich, schlecht geschrieben und außergewöhnlich anti-amerikanisch".

Der neueste Schritt in Trumps Zollpolitik: Der US-Präsident hat einen globalen Zollsatz von 10 Prozent angekündigt.

US-Präsident Donald Trump kündigte einen neuen globalen Zoll von 15 Prozent auf alle Importe in die USA an.

21.02.2026 | 1:37 min

Wiese: Europa muss "Zähne zeigen"

Wiese kritisierte die jüngsten Ankündigungen des US-Präsidenten - dieser habe nach dem Urteil "umgehend neue Zölle angekündigt, in Höhe von 15 Prozent aufgrund einer anderen Rechtslage, nur für 150 Tage". Das zeige, "welchen Unberechenbarkeiten wir tatsächlich auch ausgesetzt sind". Europa müsse nun "Brust raus" auftreten und "auch die Zähne zeigen".

Die EU hatte unter Androhung noch höherer Zölle im vergangenen Jahr 15 Prozent als allgemeinen Höchstzollsatz bei Lieferungen in die USA akzeptiert. Teil der Abmachung waren zudem Zusagen wie auf EU-Seite die Zölle zu senken, mehr in den USA zu investieren und dort mehr Flüssigerdgas zu kaufen.

Mit Blick auf die geplante Reise von Bundeskanzler Friedrich Merz nach Washington sagte Wiese, dieser werde "sehr klar äußern, dass diese Art und Weise der Politik (…) nicht geht". Europa müsse als Binnenmarkt mit 450 Millionen Bürgerinnen und Bürgern selbstbewusst auftreten.

Quelle: AFP
Über dieses Thema berichtete ZDFheute live am 21.02.2026 ab 13:30 Uhr.

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