Rentenerhöhung: Renten steigen im Juli um 4,24 Prozent

Plus von fast 78 Euro für Standardrente:Bas: Renten steigen im Juli um 4,24 Prozent

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Die Bezüge der rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland sollen zum 1. Juli um 4,24 Prozent steigen. Das teilte Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas mit.

Zwei Spaziergaenger sitzen im Park großer Garten auf einer Bank, aufgenommen am 14.08.2023

Rentnerinnen und Rentner bekommen ab Sommer erneut höhere Altersbezüge. (Symbolbild)

Quelle: dpa

Die rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland erhalten vom 1. Juli 2026 an deutlich mehr Geld. Ihre Bezüge steigen um 4,24 Prozent, wie Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) in Berlin ankündigte. "Die gute Lohnentwicklung führt erneut zu einer spürbaren Rentenanpassung, mit der die Verlässlichkeit der gesetzlichen Rente zum Ausdruck kommt", sagte die SPD-Co-Chefin. Dies sei eine gute Nachricht.

Die Erhöhung muss nun noch formal vom Bundeskabinett und Bundesrat gebilligt werden, damit sie am 1. Juli in Kraft treten kann.

Ein alter Mann schaut geradeaus.

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16.02.2026 | 1:47 min

Standardrente steigt um fast 78 Euro im Monat

Der Rentenwert steigt mit der Anpassung von aktuell 40,79 Euro auf 42,52 Euro im Juli. Die Renten steigen damit erneut stärker als die Inflation. Die Bundesregierung erwartet bislang für dieses Jahr eine allgemeine Preissteigerung von 2,1 Prozent.

Für eine rechnerische Standardrente bei durchschnittlichem Verdienst und 45 Beitragsjahren bedeutet die Anhebung ein monatliches Plus von 77,85 Euro. Den Rentenkassen beschert die Erhöhung jährliche Mehrausgaben in zweistelliger Milliardenhöhe.

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In keinem anderen EU-Land ist die erwerbstätige Bevölkerung so alt wie hierzulande – inzwischen ist jeder vierte Beschäftigte zwischen 55 und 64 Jahre alt. Sina Mainitz berichtet von der Börse.

03.02.2026 | 1:06 min

Konkret beziffert werden diese erst in einer Verordnung zur Rentenanpassung, die von der Bundesregierung noch beschlossen werden muss. Im vergangenen Jahr waren die Renten um 3,74 Prozent erhöht worden. Für die Rentenversicherung brachte das jährliche Mehraufwendungen von über 15 Milliarden Euro mit sich.

Bas: "Ordentliche Renten sind kein Luxus"

Grundlage der jährlichen Anpassung ist die Entwicklung der Löhne und Gehälter. Steigen die Löhne der Arbeitnehmer, ziehen die Renten im Folgejahr nach. In die Berechnung fließen vor allem die allgemeine Lohnentwicklung ein, aber auch die Entwicklung der Sozialabgaben, die Arbeitnehmer und Rentner zahlen. Die anpassungsrelevante Lohnentwicklung wurde nach Daten des Statistischen Bundesamtes mit 4,25 Prozent beziffert.

Prof. Veronika Grimm | Ökonomin und Wirtschaftsweise

"Bei der Rentenversicherung hat man sich sehr weit in die falsche Richtung entwickelt", so Veronika Grimm, Wirtschaftsweise, zu Sozialreformvorschlägen. Rente ab 63 müsste man daher "in Frage stellen".

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Geringfügig gedämpft wird die Erhöhung in diesem Jahr durch die Anhebung der Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenkassen. "Durch die Kopplung der Renten an die Löhne stellen wir sicher, dass die Rentnerinnen und Rentner an der Wohlstandsentwicklung der arbeitenden Bevölkerung teilhaben", unterstrich Bas.

Ordentliche Renten sind kein Luxus, sondern eine Frage der Leistungsgerechtigkeit für die Menschen, die ihr Leben lang hart gearbeitet haben.

Bärbel Bas, SPD, Bundesarbeitsministerin

Quelle: Reuters, AFP, epd
Über dieses Thema berichtet das ZDF in Kürze.

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