Wie KI helfen könnte, Alzheimer-Risiken früher zu entdecken

Künstliche Intelligenz aus Bremen:Wie KI Medizin und Meeresschutz unterstützen soll

von Nathalie Siegler

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Alzheimer-Risiken früher erkennen, Altmunition im Meer aufspüren: Bei der Konferenz IJCAI in Bremen zeigen Experten, was Künstliche Intelligenz in Medizin und Robotik leisten kann.

Eine animierte Darstellung eines Gehirns, durch das Datenströme fließen.

Künstliche Intelligenz in der Medizin: In Bremen arbeiten Forschende an Projekten, die Krankheiten früher erkennen sollen.

Quelle: Getty Images

Hilft Künstliche Intelligenz künftig, Demenz oder Alzheimer zu bekämpfen? Dieser Frage gehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Forschungsprojekts "Lifespan AI" nach. Sie wollen Gesundheitsdaten aus verschiedenen Lebensphasen mit Hilfe von KI auswerten, um so Risiken für Erkrankungen wie Demenz oder Alzheimer frühzeitig zu erkennen.

Grafik Roboter in der Medizin

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01.02.2026 | 2:46 min

KI soll Alzheimer-Risiken früher erkennen

"Vom Zeitpunkt der Diagnose leben Menschen mit Alzheimer im Durchschnitt noch etwa sieben Jahre, denn die Symptome sind schon weit fortgeschritten", weiß Professorin Tanja Schultz von der Universität Bremen:

Wenn es gelingt, die Erkrankung schon früher zu erkennen, können sekundäre Therapiemaßnahmen den Krankheitsverlauf noch verzögern.

Tanja Schultz, Universität Bremen

Für ihr Projekt führen die Forschenden epidemiologische Daten sowie Informationen zu Lebensstil und Lebensumständen zusammen.

Der Einsatz von KI könnte in der Medizin von großem Nutzen sein.

Immer häufiger kommt KI in Kliniken zum Einsatz und erleichtert viele Diagnosen. Auf einem Expertenkongress in Potsdam wurden die neuen Möglichkeiten diskutiert.

25.03.2026 | 1:38 min

Sprach-Screening und MRT für bessere Prävention

KI soll daraus Muster erkennen, die für Menschen kaum sichtbar sind. Die Hoffnung: Gesundheitsrisiken könnten Jahre vor den ersten Symptomen erkannt werden. Dadurch würde Prävention individueller und wirksamer. "Durch die Kombination eines kostengünstigen flächendeckenden Sprachscreenings mit einer MRT-Untersuchung könnten wir die Früherkennung von Alzheimer für deutlich mehr Menschen zugänglich machen", so Schultz.

Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit 4,7 Millionen Euro geförderte Projekt wird unter anderem von der Universität Bremen, dem Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS) sowie dem Fraunhofer-Institut für Digitale Medizin MEVIS getragen:

Die große Herausforderung besteht nicht nur darin, Alzheimer früher vorherzusagen, sondern auch darin, verantwortungsvoll mit diesem Wissen umzugehen.

Tanja Schultz, Universität Bremen

Hafen

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KI-Roboter soll Weltkriegsmunition aufspüren

KI wird in Bremen aber nicht nur im Gesundheitsbereich erforscht. Ein weiteres Beispiel ist der autonome Unterwasserroboter Cuttlefish des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI). Er soll helfen, alte Munition auf dem Grund von Nord- und Ostsee zu identifizieren und für eine sichere Bergung vorzubereiten.

Nach Angaben des Umweltbundesamtes liegen dort mehr als 1,6 Millionen Tonnen Altmunition. Viele der Sprengkörper rosten und stellen ein Risiko für Umwelt und Menschen dar. Bislang werden viele Arbeiten von Spezialtaucherinnen und Spezialtauchern durchgeführt. Der Roboter soll diese gefährlichen Einsätze künftig unterstützen.

obere Bildhälfte Küste an der Ostsee mit Leuchtturm und Seegras, unteren Bildhälfte Unterwasseraufnahme mit verrosteter Munition

Alte Bomben, auch Chemiewaffen, wurden am Ende des Zweiten Weltkrieges im Meer und in Seen versenkt. Jetzt müssen sie geborgen werden - ein lebensgefährlicher Job.

21.11.2025 | 13:05 min

KI könnte kritische Infrastrukturen überwachen

Durch künstliche Intelligenz wird die Robotik von einem reinen Werkzeug zu einem intelligenten Assistenzsystem.

Dr. Leif Christensen, Teamleiter Maritime Robotik am DFKI

"Statt lediglich ferngesteuert zu agieren, können KI-gestützte Roboter ihre Umgebung wahrnehmen, interpretieren und erste Entscheidungen vorbereiten. Dadurch werden sie zu 'mitdenkenden Kollegen'", erklärt Dr. Leif Christensen, Teamleiter Maritime Robotik am DFKI. Das Projekt Cuttlefish verdeutliche diesen Wandel eindrucksvoll.

Cuttlefish nutzt Sonare, Kameras, Laserscanner und Magnetometer, um seine Umgebung zu erfassen. Durch Sensorfusion entsteht ein möglichst genaues Bild des Meeresbodens.

Ein Mann in einem Industriewerk

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Die Plattform könnte Experten zufolge künftig auch zur Überwachung kritischer Infrastruktur wie etwa Häfen eingesetzt werden:

"Da reden wir über Kabeltrassen, Versorgungsleitungen, bis hin zu Pipelines", erklärt Professor Dennis-Kenji Kipker von der Hochschule Bremen. Hier könnten autonome Systeme beispielsweise Anomalien erkennen", so Kipker.

Nathalie Siegler berichtet aus dem ZDF-Landesstudio in Bremen.

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Über dieses Thema berichtete das gemeinsame Morgenmagazin von ARD und ZDF am 18.08.2026 ab 5:30 Uhr.

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