Iran-Krieg: Klingbeil rechnet mit anhaltendem Energiepreisschock

Auswirkungen des Iran-Kriegs:Klingbeil rechnet mit anhaltendem "Energiepreisschock"

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Die Preissprünge bei Öl und Gas infolge des Iran-Kriegs sind auch in Deutschland weiterhin zu spüren. Vizekanzler Klingbeil geht davon aus, dass die Lage "äußerst fragil bleibt".

Lars Klingbeil, aufgenommen am 27.03.2026 in Berlin

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil brach am Dienstag nach Washington auf. (Archivbild)

Quelle: epa

Die Belastungen durch die hohen Energiepreise werden laut Bundesfinanzminister Lars Klingbeil vermutlich nicht schnell überwunden werden können. "Wir müssen davon ausgehen, dass der Energiepreisschock durch den Iran-Krieg anhält und die Lage äußerst fragil bleibt", sagte der SPD-Chef am Dienstag in Berlin vor seinem Abflug zur Frühjahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington. Die Tagung dürfte ganz im Zeichen des Krieges stehen.

Deshalb werde ich mich mit Finanzministern aus aller Welt und internationalen Organisationen aus aller Welt auch darüber austauschen, welche Maßnahmen am besten geeignet sind, um unsere Wirtschaft und die Märkte zu stabilisieren.

Lars Klingbeil, Vizekanzler

Außerdem müssten besonders stark betroffene Personen und Unternehmen gezielt unterstützt werden.

Lars Klingbeil

Finanzminister Klingbeil (SPD) will in der aktuellen Krise die Tankpreise senken und ungerechtfertigte Gewinne der Mineralölkonzerne kartellrechtlich stärker verfolgen.

13.04.2026 | 7:09 min

Klingbeil: Verlässliche Hilfe für die Ukraine nötig

"Dass die Welt jetzt auf den Nahen Osten schaut, darf nicht dazu führen, dass die Ukraine in Vergessenheit gerät", ergänzte Klingbeil, der auch Vizekanzler ist. Die von Russland angegriffene Ukraine brauche langfristige Planungssicherheit und Perspektiven für den Wiederaufbau.

Deutschland ist und bleibt der größte Unterstützer der Ukraine in Europa.

Lars Klingbeil (SPD), Vizekanzler

Empfang des Praesidenten der Ukraine in Berlin

Deutschland und die Ukraine haben eine noch strategischere Partnerschaft vereinbart. Merz drängt zudem auf die Freigabe des von Ungarn bislang blockierten 90-Milliarden-Kredits.

14.04.2026 | 2:59 min

Die finanzielle Unterstützung müsse verlässlich bleiben. "Mein norwegischer Amtskollege Jens Stoltenberg und ich haben daher die größten Geberländer zu einem Treffen in Washington eingeladen." Dies soll am Donnerstag stattfinden.

Am Dienstag hatten Deutschland und die Ukraine in Berlin bei ihren ersten Regierungskonsultationen seit mehr als 20 Jahren den Ausbau ihrer Beziehungen zu einer "strategischen Partnerschaft" vereinbart.

Beratung über Reformen

Das geplante sogenannte Entlastungspaket der Regierung wird schon jetzt von Unternehmen als Belastung kritisiert. Sie fordern klare Perspektiven und langfristige Reformen.

15.04.2026 | 2:42 min

Länder des "Globalen Südens" besonders getroffen

Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) sagte, besonders Länder des "Globalen Südens" wie Sudan oder Somalia kämpften mit den Folgen des Nahost-Krieges. "Grundnahrungsmittel wie Weizen, Reis und pflanzliche Öle werden für viele dort unbezahlbar und fehlender Dünger gefährdet bereits die nächste Ernte."

Der Krieg hat die Energiepreise bereits sprunghaft nach oben getrieben. Experten erwarten auch bei Lebensmitteln deutliche Anstiege.

Preise von Kraftstoffen und Öl
:Tankkosten: Spritpreise sinken weiter - vor allem bei Diesel

Durch den Iran-Krieg sind die Spritpreise stark gestiegen, die Lage ist trotz Waffenruhe weiter angespannt. Wie wirkt sich das auf die Spritkosten und den Ölpreis aus?
von Robert Meyer, Moritz Zajonz
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Eine Tankstelle bei Nacht, darüber eine Grafik zu den Spritpreisen in Deutschland
Grafiken
Quelle: Reuters, dpa
Über dieses Thema berichtete das ZDF in mehreren Sendungen, unter anderem im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF am 15.04.2026 ab 05:30 Uhr und im heute journal update am 15.04.2026 ab 00:00 Uhr.

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