Grüne wollen Familien um rund 1.000 Euro im Jahr entlasten

Um rund 1.000 Euro im Jahr:Grüne wollen Familien entlasten

|

Vor der Bundestagswahl im Februar machen die Grünen eine Reihe von Versprechungen. Die Partei will die Bevölkerung künftig bei Strom, Steuern und Mobilität entlasten.

Ein Vater und eine Mutter halten die Hände ihrer Tochter, während sie auf einem Gehweg gehen.

Die Grünen stellen Vorschläge zur Entlastung von Familien vor.

Quelle: dpa

Die Grünen wollen Familien um rund 1.000 Euro im Jahr entlasten. Erreichen will die Partei dies durch günstigeren Strom, preiswerte Mobilität und eine steuerliche Entlastung der breiten Bevölkerung, wie aus einem dreiseitigen Beschlusspapier des Grünen-Bundesvorstands hervorgeht, das dem ZDF vorliegt. Zuvor hatte die "Rheinische Post" darüber berichtet.

Man habe den Strom durch den Ausbau der erneuerbaren Energien "sauber" gemacht. "Nun machen wir den Strom für alle günstig, indem wir die Stromsteuer und die Netzentgelte weitgehend aus den Kosten herausnehmen. Eine vierköpfige Familie spart so durch günstigen Strom ungefähr 400 Euro im Jahr", heißt es in dem Papier.

Weitere Entlastungen geplant

Daneben wollen die Grünen den alten Preis des Deutschland-Tickets von 49 Euro garantieren. Eine vierköpfige Familie könne so durch günstige Mobilität rund 430 Euro im Jahr sparen. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren sollen kostenfrei mitfahren.

Weitere 270 Euro an Entlastung sollen durch eine Anhebung der Arbeitnehmerpauschbeträge in der Einkommensteuererklärung auf 1.500 Euro (1.230 Euro derzeit) erreicht werden. "Dies wird dazu führen, dass mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer*innen unbürokratisch mehr im Geldbeutel hat", betonen die Grünen. Grünen-Chefin Franziska Brantner sagte der "Rheinischen Post":

Unser Ziel ist klar: Wir wollen das Leben für alle Menschen in Deutschland bezahlbar und einfacher machen.

Franziska Brantner, Grünen-Chefin

Höheres Elterngeld und Zuschüsse für Azubis

Erhöht werden soll nach dem Willen der Grünen das Elterngeld. Konkret soll der Mindestbetrag von heute 300 Euro auf 400 Euro, der Höchstbetrag von heute 1.800 Euro auf 2.400 Euro steigen. Azubis sollen einen Zuschuss zum Führerschein in Höhe von 1.000 Euro bekommen, wenn die Betriebe zusätzlich 500 Euro zahlen. Die Grünen verlangen ferner eine Verlängerung der Mietpreisbremse, die Ende 2025 ausläuft.

Zudem macht sich die Partei für ein sozial gestaffeltes Klimageld stark, von dem Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen profitieren sollen.

Die Grünen schlagen ferner eine Deutschland-App zusammen mit Ländern und Kommunen vor. Über die App sollen etwa der Personalausweis beantragt oder eine neue Wohnung angemeldet werden können. Die Angebote sollen schrittweise ausgebaut werden.

Icon von whatsapp
Quelle: dpa

Sie wollen auf dem Laufenden bleiben? Dann sind Sie beim ZDFheute-WhatsApp-Channel richtig. Hier erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten auf Ihr Smartphone. Nehmen Sie teil an Umfragen oder lassen Sie sich durch unseren Podcast "Kurze Auszeit" inspirieren. Zur Anmeldung: ZDFheute-WhatsApp-Channel.


Quelle: dpa, ZDF

Nachrichten zur Bundestagswahl

  1. Politbarometer Grafik

    Nachrichten | heute - in Deutschland:Keine Mehrheit für Union und SPD

    von Udo Harnach
    Video1:49

  2. Hybride Bedrohungen und Cyberangriffe

    Cyberangriffe und Desinformation:Bundesregierung beschuldigt Russland

    Video0:27

  3. Friedrich Merz, Markus Söder und Lars Klingbeil

    Union und SPD vor Koalitionsausschuss:Worum Schwarz-Rot vor Weihnachten noch ringt

    mit Video2:28

  4. Amira Mohamed Ali (l) und Fabio de Masi (r) freuen sich über ihr Wahlergebnis auf dem 3. Bundesparteitag vom Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW).

    Parteitag beschließt Namensänderung:De Masi und Mohamed Ali bilden neue BSW-Spitze

    mit Video1:39

  5. Sahra Wagenknecht, Vorsitzende des BSW, spricht auf dem 3. Bundesparteitag der Partei «Bündnis Sahra Wagenknecht» zu den Delegierten.

    Nachrichten | heute:BSW trifft sich zum Bundesparteitag

    von Andrea Maurer
    Video1:39

  6. Sahra Wagenknecht (M, BSW Bündnis Sahra Wagenknecht), Bundesvorsitzende, nimmt zwischen Fabio De Masi (l) und Amira Mohamad Ali, BSW Bundesvorsitzende, an einer Pressekonferenz zur Neuaufstellung des BSW teil.

    Einspruch des BSW gescheitert:Ausschuss: Bundestagswahl muss nicht neu ausgezählt werden

    mit Video0:29

  7. Sahra Wagenknecht zwischen Fabio De Masi und Amira Mohamad Ali

  8. Gruppe an Leuten mit ihren Smartphones
    Grafiken

    Schlagzeilen, Promis und mehr:Google-Suche 2025: Was besonders im Trend lag

    von Lukas Wagner
    mit Video2:31