Parteitag der Republikaner vor Midterms:Trumps Wahlversprechen: 5.000 Dollar für jeden US-Bürger
Trump macht den Parteitag der Republikaner zur Wahlkampfshow: Mit einem 5.000-Dollar-Versprechen und Kampfansagen mobilisiert er seine Anhänger für die Midterms im November.
Bei den Midterms 2026 werden das Repräsentantenhaus und Teile des Senats neu gewählt. Welche Bedeutung hat die Wahl für US-Präsident Donald Trump?
04.09.2026 | 1:10 minUS-Präsident Donald Trump hat beim Parteitag seiner regierenden Republikaner mit kämpferischen Worten um seine Wählerbasis geworben - und sich dabei ins Zentrum der bevorstehenden Kongresswahl gerückt. "Ich bitte euch, so zu tun, als stünde ich auf dem Stimmzettel", sagte Trump am Mittwoch (Ortszeit) bei seiner Rede in Dallas im Bundesstaat Texas. Zudem verteidigte er den bei vielen republikanischen Wählern unpopulären Iran-Krieg.
Trump versprach jedem erwachsenen Bürger der USA eine Zahlung von 5.000 Dollar, wenn die Republikaner bei den Zwischenwahlen im November die Kontrolle über den Kongress behielten. Er werde wegen der wirtschaftlichen Stärke des Landes eine entsprechende Dividende ausschütten, wenn seine Partei das Repräsentantenhaus und den Senat gewinne, sagte Trump am Mittwoch (Ortszeit) in Dallas.
Die einzige Bedingung sei, dass das Geld in den USA ausgegeben werden müsse, fügte er hinzu. Die Partei will mit dem zweitägigen Treffen ihre Basis für die Wahlen am 3. November mobilisieren. Trump steht dabei im Mittelpunkt.
Bezahlbarkeit sei für die Amerikaner ein wichtiges Thema, sagt Ökonomin Claudia Schmucker. Durch die Zölle würden viele Waren jetzt aber teurer, was sich auf die Midterms auswirken könnte.
25.08.2026 | 8:44 minTrumps Beliebtheitswerte sind gesunken
Zum Auftakt der Veranstaltung verschärften die Republikaner ihre Angriffe auf die Demokraten und bezeichneten diese als "gefährlich, radikal und seltsam" sowie als Sozialisten und Kommunisten. Die Strategie mit dem vollen Fokus auf Trump gilt jedoch als riskant. Seine Beliebtheitswerte sind angesichts des Iran-Kriegs und der durch Zölle gestiegenen Lebenshaltungskosten gesunken.
Mehrere Republikaner aus umkämpften Wahlkreisen blieben dem Treffen fern, um moderate Wähler nicht zu verprellen. Ein Demokrat sorgte indes für eine Überraschung. Senator John Fetterman lobte in einer Videobotschaft seinen republikanischen Kollegen Dave McCormick und kündigte eine Zusammenarbeit mit Trump beim Schutz der heimischen Stahlindustrie an.
Trump halte unter anderem die Briefwahl für ein Einfallstor für Wahlbetrug, sagt Politikwissenschaftler Thimm. Er sieht das anders: Die Integrität der Wahlen sei dadurch nicht gefährdet.
17.07.2026 | 10:23 minDemokraten kritisieren Treffen scharf
Die Partei des amtierenden US-Präsidenten verliert bei den sogenannten Zwischenwahlen historisch gesehen fast immer Sitze im Kongress. Die Republikaner stehen vor der Gefahr eines Verlusts der Mehrheit in mindestens einer der beiden Kammern. Umfragen zeigen zudem eine derzeit höhere Motivation der demokratischen Wähler. Der Parteitag kommt ohne formelle Beschlüsse aus und gleicht zur Umkehrung dieses Trends eher einer Wahlkampfveranstaltung Trumps. Die Demokraten kritisierten das Treffen scharf.
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