Pakistan bereitet neue Verhandlungen vor:Trump: "Stehen sehr kurz vor einem Abkommen mit Iran"
Die USA und der Iran nähern sich offenbar an: Islamabad bereitet sich auf weitere Verhandlungsrunden vor. Selbst bei einem heiklen Streitpunkt könnte sich ein Kompromiss andeuten.
Die US-Regierung zieht offenbar weitere Gespräche mit Teheran in Betracht - demnach möglicherweise wieder in Pakistans Hauptstadt. Pakistan setzte unterdessen seine Vermittlungsbemühungen fort.
16.04.2026 | 0:24 minPakistan bereitet sich auf weitere Verhandlungen zwischen Iran und den USA in der Hauptstadt Islamabad vor. Registrierungen für Medienvertreter haben begonnen, und es wurde zusätzliches Sicherheitspersonal in die Stadt verlegt.
Aus pakistanischen Sicherheitskreisen erfuhr die Deutsche Presse-Agentur, dass Pakistans Armeechef, Feldmarschall Asim Munir, seinen Aufenthalt in Teheran verlängert habe. Munir war am Mittwoch in der iranischen Hauptstadt eingetroffen. Er wird als wichtiger Vermittler zwischen den Kriegsparteien angesehen und sein Verhältnis zu US-Präsident Donald Trump gilt als gut. Einem Diplomaten zufolge habe Munir bei heiklen Themen einen Durchbruch erzielt.
US-Vizepräsident Vance hält die Feuerpause im Iran-Krieg für stabil. Bei den Gesprächen in Pakistan seien Fortschritte gemacht worden. Er blickt auf weitere Gespräche.
15.04.2026 | 0:25 minTrump zeigt sich zuversichtlich
Auch Trump hatte sich zuletzt zuversichtlich geäußert, dass der Krieg mit Iran bald beendet werden könnte. Zugleich rief er die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon auf, eine am Donnerstag in Kraft getretene zehntägige Waffenruhe zwischen dem Libanon und Israel einzuhalten.
Ein weiteres Treffen zwischen den USA und Iran könnte am Wochenende stattfinden, sagte Trump. "Wir werden sehen, was passiert. Aber ich denke, wir stehen sehr kurz vor einem Abkommen mit Iran." Sollte ein Vertrag in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad unterzeichnet werden, werde er möglicherweise dorthin reisen.
US-Präsident Trump kündigte an, dass eine zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz im Libanon vereinbart worden sei. ZDF-Korrespondent Thomas Reichart berichtet.
16.04.2026 | 1:47 minVermittlerkreise bestätigen Fortschritte bei Diplomatie
Pakistanischen Vermittlerkreisen zufolge gibt es Fortschritte bei der Geheimdiplomatie. Ein bevorstehendes Treffen könnte zur Unterzeichnung eines Abkommens führen. Zunächst solle eine Absichtserklärung unterzeichnet werden, auf die innerhalb von 60 Tagen ein umfassendes Abkommen folgen solle.
"Detaillierte Vereinbarungen folgen später. Beide Seiten sind sich im Prinzip einig", sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Person aus Pakistan am Freitag. Ein Streitpunkt sind die atomaren Ambitionen der Führung in Teheran. Die USA schlugen Insidern zufolge eine 20-jährige Aussetzung aller nuklearen Aktivitäten Irans vor, während die Islamische Republik einen Stopp von drei bis fünf Jahren anregte.
"Seit 40 Jahren hat es keine direkten Gespräche zwischen der libanesischen und israelischen Regierung gegeben", so Bente Scheller. Die Waffenruhe sei ein guter Auftakt.
17.04.2026 | 4:22 minKompromiss bei Uran scheint möglich
Trump erklärte, Iran habe angeboten, für mehr als 20 Jahre auf Atomwaffen zu verzichten. Während Teheran die Aufhebung der internationalen Sanktionen fordert, drängen die USA darauf, hochangereichertes Uran aus dem Land zu schaffen. Zwei iranischen Insidern zufolge zeichnet sich hier ein Kompromiss ab: Teheran erwäge, einen Teil seiner Bestände ins Ausland zu bringen.
Der Iran hat darauf bestanden, dass ein Friedensabkommen zudem die Kämpfe im Libanon abdeckt. Die dortige Waffenruhe ist iranischen Medien zufolge Teil einer mit den USA getroffenen und von Pakistan vermittelten Vereinbarung. Trump erklärte, er habe mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun gesprochen. Er plane, beide in den kommenden ein bis zwei Wochen zu Gesprächen ins Weiße Haus einzuladen.
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