Trump: "Stehen sehr kurz vor einem Abkommen mit Iran"

Pakistan bereitet neue Verhandlungen vor:Trump: Abkommen "nah" - Streit um Irans Uran

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Ein Abkommen mit Iran sei "sehr nah", sagt zumindest US-Präsident Trump. In Pakistan laufen offenbar Vorbereitungen für weitere Gespräche.

Schaltgespräch Hayali, Gaa und Bates am 17.4.26

Trump teilte mit, dass die USA das angereicherte Uran aus Iran in die USA bringen würden, so ZDF-Reporterin Bates aus Washington. Iran lehne die Übergabe ab, so Gaa aus Istanbul.

17.04.2026 | 3:32 min

Nach Worten von US-Präsident Donald Trump ist ein Abkommen mit Iran offenbar nur noch eine Sache von Tagen. "Ich denke, wir werden in den nächsten ein oder zwei Tagen eine Einigung erzielen", zitiert ihn das Nachrichtenportal "Axios" nach einem Telefongespräch. Vertreter Washingtons und Teherans träfen sich "wahrscheinlich" am Wochenende.

Auch der Nachrichtenagentur AFP sagte er: "Es sieht so aus, als ob es für alle sehr gut sein wird."

Wir sind sehr nah dran, einen Deal zu haben.

Donald Trump, US-Präsident

Es gebe bei den Gesprächen "überhaupt keine Knackpunkte" mehr.

Ein Schiff, das die Straße von Hormus passiert.

Teheran hat verkündet, die Straße von Hormus nach wochenlanger Blockade wieder zu öffnen. Bereits kurz nach der Ankündigung fiel der Ölpreis um gut zehn Prozent.

17.04.2026 | 1:26 min

Trump verwies unter anderem auf die vom Iran angekündigte Öffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus. "Die Meerenge wird offen sein, sie ist schon offen", sagte der Präsident. "Und die Dinge laufen sehr gut."

Streit über Atomprogramm

Zuvor hatten sowohl Trump als auch der iranische Außenminister Abbas Araghtschi mitgeteilt, dass die Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr freigegeben werde - für wie lange, dazu gab es widersprüchliche Angaben: Araghtschi schrieb auf der Plattform X, im Zuge der Feuerpause im Libanon werde die Meerenge für die verbleibende Zeit der Waffenruhe. Trump schrieb dagegen auf Truth Social, Teheran habe zugestimmt, die Straße von Hormus nie wieder zu schließen.

Ein von israelischen Luftangriffen zerstörtes Gebäude im Süden Libanons.

Seit heute Nacht gilt eine vorübergehende Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz im Libanon. Doch die libanesische Armee wirft Israel vor, sie bereits gebrochen zu haben.

17.04.2026 | 1:41 min

Auch will Trump an der US-Seeblockade iranischer Häfen festhalten, solange keine Einigung erzielt wird. In Teheran stieß das auf scharfe Kritik: Ein Sprecher des Außenministeriums sprach von einem Verstoß gegen die Waffenruhevereinbarung. Er werde eine angemessene Reaktion zur Folge haben.

Einer der Hauptstreitpunkte ist das iranische Atomprogramm. Es sei noch keine Einigung über die Details erzielt worden, zitiert die Agentur Reuters einen Vertreter der iranischen Führung. Teheran hoffe jedoch, dass durch die Vermittlung Pakistans in den kommenden Tagen ein vorläufiges Abkommen erreicht werden könne.

Eine angebliche Bereitschaft zur Übergabe seines angereicherten Urans wird in Teheran dementiert: "Irans angereichertes Uran wird nirgendwohin transferiert", teilte das Außenministerium über das Staatsfernsehen mit. Die USA drängen darauf, hochangereichertes Uran aus dem Land zu schaffen. Zwei iranischen Insidern zufolge könnte sich aber ein Kompromiss abzeichnen, wonach Teheran erwäge, einen Teil seiner Bestände ins Ausland zu bringen.

Das Bild zeigt die Weltkugel, auf der Seerouten und Pipelines zu Öl und Gas markiert sind.

Wie sind Öl und Gas auf dem Globus verteilt, welche Länder fördern am meisten und wie funktioniert die Verteilung? Ein Überblick über die Rohstoffe im Grafikvideo.

17.04.2026 | 1:34 min

Fortschritte bei der Geheimdiplomatie?

In pakistanischen Vermittlerkreisen war von Fortschritten bei der Geheimdiplomatie die Rede. Aus iranischen Kreisen verlautete, es gebe noch offene Punkte, die vor einer vorläufigen Einigung geklärt werden müssten. Hinter den Kulissen gebe es jedoch offenbar Fortschritte, berichtet Reuters. Ein an der Vermittlung beteiligter pakistanischer Vertreter habe von einer Annäherung gesprochen. Ein bevorstehendes Treffen könnte zur Unterzeichnung einer Absichtserklärung führen, auf die binnen 60 Tagen ein umfassendes Abkommen folgen solle.

Aus dem Weißen Haus verlautete, dass die Planungen für eine weitere Gesprächsrunde noch liefen. Ein konkreter Termin sei bislang nicht angesetzt, berichtet die Agentur dpa unter Berufung auf einen Regierungsbeamten. Pakistan bereitet sich aber bereits auf weitere Verhandlungen vor. Registrierungen für Medienvertreter haben begonnen und es wurde zusätzliches Sicherheitspersonal in die Stadt verlegt.

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