Krieg zwischen USA und Iran:Iran-Krieg: Pakistan bemüht sich weiter um Verhandlungen
Erste Verhandlungen zwischen den USA und Iran über ein Ende des Kriegs in Nahost waren gescheitert. Doch Vermittler Pakistan versucht es weiter. Die Waffenruhe endet nächste Woche.
Die US-Regierung zieht weitere Gespräche mit Teheran offenbar in Betracht - demnach möglicherweise wieder in Pakistans Hauptstadt. Pakistan setzte unterdessen seine Vermittlungsbemühungen fort.
16.04.2026 | 0:24 minIm Iran-Krieg gehen die diplomatischen Bemühungen um eine Beilegung des Konflikts weiter. Pakistan habe "offene Gesprächskanäle mit den betroffenen Parteien aufrechterhalten", sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Islamabad.
Spekulationen über schnelle weitere Verhandlungen zwischen Iran und den USA bestätigte der Sprecher nicht. Aus Diplomatenkreisen erfuhr die Deutsche Presse-Agentur, ein neuer Gesprächstermin zwischen den Kriegsparteien werde erst am Wochenende festgelegt. Bis Mittwoch gilt eine Waffenruhe zwischen den USA und Iran. Erste Verhandlungen in Islamabad zwischen den Kriegsparteien endeten am vergangenen Wochenende ohne Ergebnis.
USA: Können Iran "auf Knopfdruck" wieder angreifen
Die USA halten sich nach den Worten von Verteidigungsminister Pete Hegseth alle Optionen offen. Es werde genaustens überwacht, welche Waffen Iran momentan wo in Stellung bringe. Die Drohung Teherans, Schiffe in der Straße von Hormus zu beschießen, bezeichnete Hegseth als einen Akt von "Piraterie" und "Terrorismus". Iran spricht von "Kontrollen". Die USA seien auf Knopfdruck zur Wiederaufnahme der Angriffe bereit, so der Verteidigungsminister. Die iranische Führung solle "weise entscheiden", sagte Hegseth.
US-Vizepräsident Vance hält die Feuerpause im Iran-Krieg für stabil und bei den Gesprächen in Pakistan seien Fortschritte gemacht worden. In den nächsten Tagen könnte es weitere Gespräche geben.
15.04.2026 | 0:25 minUnterdessen ist Pakistans Armeechef, Feldmarschall Asim Munir, in Teheran zu Gesprächen eingetroffen. Nach Angaben iranischer Sender wollte er auch den einflussreichen Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf treffen.
Munir gilt als zentraler, ungewählter Entscheider in Pakistan und als harter Verhandler. Schon vor Beginn des Iran-Kriegs hatte sich US-Präsident Donald Trump immer wieder positiv über den Feldmarschall geäußert. Munir war mehrfach im Weißen Haus eingeladen - eine außergewöhnliche Ehre für einen Militär ohne ziviles Staatsamt.
Europa berät über Sicherung der Straße von Hormus
Die internationalen Bemühungen, die Schifffahrt durch die Straße von Hormus wieder zu ermöglichen, gehen ebenfalls weiter. "Es kann definitiv nicht sein, dass Seewege wie die Straße von Hormus von einzelnen Staaten kontrolliert werden und dass dort Zölle erhoben werden", sagte die britische Außenministerin Yvette Cooper bei einer gemeinsamen Veranstaltung mit Bundesaußenminister Johann Wadephul in Berlin.
Tag 1 der Blockade: Mehrere Schiffe haben offenbar die Meerenge vor Iran durchfahren, wurden aber danach zur Umkehr gezwungen. Sicherheitsexperte Johannes Peters erklärt, wie die USA vorgehen.
14.04.2026 | 10:29 minMehrere europäische Staaten wollen am Freitag auf einer von Frankreich und Großbritannien initiierten Konferenz in Paris über einen Plan zur Sicherung der internationalen Schifffahrt nach dem Iran-Krieg beraten. Auch Kanzler Friedrich Merz will anreisen. Es soll bei dem Treffen auch um eine maritime Operation gehen, bei der mehrere Staaten nach Konfliktende die sichere Schifffahrt gewährleisten sollen.
Unterdessen erklärten die USA, dass sie die vorübergehende Lockerung von Öl-Sanktionen gegen Russland und Iran nicht verlängern werden. Die vorübergehende Lockerung habe Öl betroffen, das sich bereits vor dem 11. März auf See befunden habe. Das gesamte Kontingent sei ausgeschöpft, so US-Finanzminister Scott Bessent.
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