Spannungen mit Iran:Berichte: USA verlegen Flugzeugträger nach Nahost
Die Drohungen der USA an Iran werden schärfer: Laut Medienberichten soll ein US-Flugzeugträger auf dem Weg nach Nahost sein. Für Trump sollen "alle Optionen auf dem Tisch liegen".
Nach den Drohungen gegen Iran verstärken die USA Medienberichten zufolge ihr Militär in Nahost. Demnach ist der Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" auf dem Weg in die Region.
16.01.2026 | 0:38 minNach den Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen Iran verstärken die USA Medienberichten zufolge ihre militärische Präsenz in Nahost. Der Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" und Begleitschiffe seien auf dem Weg vom Südchinesischen Meer in die Region, berichteten unter anderem die "New York Times" und das Portal "Axios".
Der von einem Atomreaktor angetriebene Flugzeugträger transportiert normalerweise mehrere Tausend Soldaten sowie Dutzende Kampfflugzeuge und wird von Zerstörern der Marine begleitet. Die "USS Abraham Lincoln" soll in etwa einer Woche im Nahen Osten ankommen.
Zudem würden zusätzliche Waffen und Verteidigungsausrüstung dorthin gebracht, berichtete die "New York Times". Demnach könnten auch weitere Kampfflugzeuge folgen. Eine offizielle Bestätigung der Verlegung durch das Pentagon gab es zunächst nicht.
"Viele haben Angst vor einem Militärschlag, der möglicherweise bevorsteht", berichtet ZDF-Korrespondentin Phoebe Gaa aus Teheran. Und es herrschten "Unmut, Wut, Verzweiflung."
15.01.2026 | 2:20 minUN fordern Deeskalation und Stopp geplanter Hinrichtungen
Seit Beginn der Massenproteste gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik Ende Dezember hat Trump Iran bereits mehrfach mit einem Eingreifen der USA gedroht. Irans Sicherheitsapparat hat die Proteste brutal niedergeschlagen. Menschenrechtler sprechen von Tausenden Toten.
Bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats in New York drohte der UN-Botschafter der USA, Mike Waltz, dem Iran erneut mit einer militärischen Eskalation. US-Präsident Donald Trump sei "ein Mann der Tat, nicht der endlosen Worte, wie wir sie bei den UN sehen", sagte er. Trump habe "klargestellt, dass alle Optionen auf dem Tisch liegen, um das Schlachten zu beenden." Angesetzt worden war das Treffen des Sicherheitsrats auf Bitten der USA .
Iran wolle weder Konfrontation noch Eskalation, sagte der stellvertretende iranische UN-Botschafter Gholamhossein Darzi. Jeder "Akt der Aggression" werde aber "entschieden, verhältnismäßig und rechtmäßig" beantwortet.
UN-Generalsekretär António Guterres rief alle Beteiligten zu größtmöglicher Zurückhaltung auf. Die Vereinten Nationen forderten Iran auf, jegliche geplanten Hinrichtungen von Demonstranten aufzuhalten und alle Todesfälle unabhängig und transparent aufzuklären.
Der iranische Außenminister kündigt in einem Interview an, dass es keine Hinrichtungen geben werde. In Teilen Irans wird noch protestiert, doch in Teheran blieben die Straßen am Mittwoch leer.
15.01.2026 | 2:40 minUSA: 800 angesetzte Hinrichtungen abgesagt
Nach Darstellung des Weißen Hauses wurden auf US-Druck 800 geplante Hinrichtungen abgesagt. Sprecherin Karoline Leavitt machte keine Angaben zur Quelle für diese Information, die Trump erhalten haben soll. Der US-Präsident hatte Teheran davor gewarnt, Teilnehmer der Proteste hinrichten zu lassen.
Die vom Weißen Haus genannte Zahl von angeblich 800 abgesagten Hinrichtungen scheint allerdings ungewöhnlich hoch. Im ganzen Jahr 2024 etwa wurden in Iran laut Amnesty International 972 Menschen hingerichtet.
Ende Dezember begann die Protestwelle in Iran. Karten zeigen, wie sich die Demonstrationen entwickelt haben.
15.01.2026 | 0:42 minSpekulationen über möglichen US-Luftangriff
Am Mittwoch hatte eine Sperrung des iranischen Luftraums Spekulationen über einen möglichen US-Luftangriff ausgelöst. Die Website "Axios" berichtete, Trump zögere eine Entscheidung zu einem möglichen Angriff auf den Iran hinaus, während das Weiße Haus darüber unter anderem mit Verbündeten berate.
Israels Premierminister Benjamin Netanjahu habe Trump demnach gebeten, dem Land mehr Zeit für die Vorbereitung auf einen möglichen iranischen Vergeltungsschlag zu geben. Auch die "New York Times" schrieb, dass Netanjahu um einen Aufschub eines US-Angriffs gebeten habe. Leavitt bestätigte lediglich ein Gespräch von Netanjahu und Trump.
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