Proteste gegen Regime in Iran:Trump droht Teheran: "Wir werden sehr hart reagieren"
In Iran gehen Behörden und Justiz hart gegen Demonstranten vor. US-Präsident Trump droht abermals dem iranischen Regime - doch wieder ohne auf Details einzugehen.
In Iran werden die Massenproteste vom Regime brutal niedergeschlagen. Währenddessen stellt Präsident Trump den Demonstrierenden Unterstützung in Aussicht.
14.01.2026 | 2:45 minUS-Präsident Donald Trump hat der iranischen Regierung für den Fall, dass Teheran festgenommene Demonstranten hinrichten lässt, mit einem entschlossenen Eingreifen der Vereinigten Staaten gedroht. "Wir werden sehr hart reagieren", sagte der Republikaner dem TV-Sender CBS News in Detroit.
Falls sie das machen, werden wir sehr entschlossen handeln.
Donald Trump, US-Präsident
Trump machte auf Nachfragen des Moderators keine genaueren Angaben, welche Schritte die US-Regierung in Erwägung zieht. "Das Ziel ist es, zu gewinnen. Ich gewinne gerne. Und wir gewinnen", sagte Trump weiter.
Wenige Stunden vorher hatte Trump den Demonstranten in Iran angesichts der anhaltenden Massenproteste bereits seine Unterstützung zugesagt. Seit Beginn der Proteste gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik vor gut zwei Wochen drohte Trump Iran schon mehrfach mit einem Eingreifen der USA, falls Demonstranten getötet würden.
US-Präsident Trump hatte am Morgen erneut geäußert, Hilfe für die Protestierenden in Iran sei unterwegs. Bei einem Termin wurde er nun gefragt, was er damit meine. Seine Antwort im Video.
13.01.2026 | 0:29 minTeheran: USA wollen Vorwand für militärische Intervention schaffen
Die iranische Regierung wirft Washington vor, einen Vorwand für ein militärisches Eingreifen der USA in Iran schaffen zu wollen.
Die US-Politik gegenüber Teheran gründe auf "Regimewechsel", wobei "Sanktionen, Drohungen, künstlich geschürte Unruhen und Chaos" als Vorgehensweise dienten, "um einen Vorwand für eine militärische Intervention zu schaffen", erklärte die iranische Botschaft bei der UN am Dienstag im Onlinedienst X.
"Es ist wahnsinnig gefährlich, auf die Straße zu gehen und sich regierungskritisch zu zeigen", beschreibt ZDF-Reporterin Gaa als einzige westliche Journalistin die Lage in Iran.
13.01.2026 | 4:55 minTrump deutet hohe Opferzahl in Iran an
In dem CBS-Interview sagte Trump, es gebe verschiedene Angaben zur Zahl der bei der Niederschlagung der Proteste getöteten Demonstranten. "Aber es sieht so aus, dass es eine ziemlich beträchtliche Zahl sein könnte. Und das wird für sie viele Probleme bedeuten", sagte er mit Blick auf die Führung in Teheran.
Die durch eine Wirtschaftskrise ausgelösten Proteste haben sich zu einem landesweiten Aufstand entwickelt. In Städten kam es zu heftigen Ausschreitungen und schweren Unruhen. Der Sicherheitsapparat reagiert mit brutaler Härte.
Während die iranischen Behörden die Zahl der Todesopfer auf rund 2.000 beziffern, meldete die Menschenrechtsorganisation HRANA am Dienstag, dass unter den von ihr bestätigten 1.850 getöteten Demonstranten auch fast 17.000 Menschen festgenommen worden seien.
Zwischen Angst, Mitgefühl und Hoffnung verfolgt die iranische Community in Deutschland die Unruhen in Iran. Wegen Internetsperren ist Kontakt zu Angehörigen kaum möglich.
13.01.2026 | 2:33 minIranische Justiz geht gegen Demonstranten vor
Die Justiz leitete bereits erste Anklagen gegen festgenommene Demonstranten in die Wege. Im Raum steht dabei auch der Vorwurf der "Kriegsführung gegen Gott" - ein Tatbestand, der nach islamischem Recht in Iran mit der Todesstrafe geahndet werden kann.
In der vergangenen Woche hatte die Justiz "maximale Härte" im Umgang mit Demonstranten angekündigt. Bei früheren Protestwellen verhängte sie auch Todesurteile.
Aktivisten: Musk stellt Starlink kostenlos zur Verfügung
Unterdessen hat - angesichts von Internet-Blockaden in Iran - Elon Musks Weltraumfirma SpaceX ihren Satelliten-Dienst Starlink für das Land kostenlos gemacht. Entsprechende Informationen von Aktivisten wurden dem Finanzdienst Bloomberg von SpaceX-Kreisen bestätigt. SpaceX selbst machte dazu zunächst keine offiziellen Angaben.
Die iranische Regierung greift angesichts der landesweiten Proteste seit Tagen zu weitreichenden Internetsperren.
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