Iran: Trump warnt Teheran - Aktivisten melden mehr als 2.000 Tote

Proteste gegen Regime in Iran:Trump warnt Teheran - Aktivisten melden mehr als 2.500 Tote

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Behörden und Justiz gehen in Iran hart gegen Demonstranten vor. Aktivisten sprechen von Tausenden Toten. US-Präsident Trump droht abermals mit einem Eingreifen der USA.

Iran Proteste Tote

In Iran ist die Zahl der Toten weiter gestiegen, Aktivisten sprechen inzwischen von mehr als 2.500. US-Präsident Trump wiederholte seine Drohung an das Regime in Teheran.

14.01.2026 | 0:24 min

Bei den Massenprotesten in Iran sind nach Angaben der Menschenrechtsorganisation HRANA (Human Rights Activists News Agency) vom Mittwoch 2.571 Menschen getötet worden. Die in den USA ansässige Gruppe ergänzte in der Mitteilung, dass es sich bei 2.403 der Toten um regierungskritische Demonstranten gehandelt habe, 147 weitere hätten mit der Führung in Teheran in Verbindung gestanden.

Unter den Toten seien zwölf Kinder sowie neun Zivilisten, die sich nicht an den Protesten beteiligt hätten. Mehr als 18.100 Menschen seien verhaftet worden.

Behörden kündigen "Märtyrer"-Massenbegräbnis an

Die Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHR) hatte nach eigenen Aussagen dagegen bislang den Tod von mindestens 734 Menschen bestätigt bekommen. Diese Zahl basiere - IHR zufolge - lediglich auf Informationen aus weniger als der Hälfte der Provinzen des Landes und weniger als zehn Prozent der iranischen Krankenhäuser.

US-Präsident Donald Trump in einer Fabrik

US-Präsident Trump äußerte erneut, Hilfe für die Protestierenden in Iran sei unterwegs. Bei einem Termin wurde er nun gefragt, was er damit meine. Seine Antwort im Video.

13.01.2026 | 0:29 min

"Die tatsächliche Zahl der Getöteten dürfte in die Tausende gehen", sagte IHR-Chef Mahmood Amiry-Moghaddam. Für den heutigen Mittwoch kündigten die Behörden in Teheran ein zeremonielles Massenbegräbnis der "Märtyrer" an.

Verzweifelte Menschen suchen nach Angehörigen

Erschwert wird die Prüfung von Berichten über Tötungen durch die anhaltende Internetsperre in Iran. Neue Videos in Onlinediensten, deren Standorte von der Nachrichtenagentur AFP verifiziert wurden, zeigten dutzende Leichensäcke vor einer Leichenhalle in Kahrisak, südlich der Hauptstadt Teheran. Verzweifelte Menschen suchen in den Aufnahmen nach ihren Angehörigen.

Die Menschenrechtsgruppe Amnesty International rief Teheran dazu auf, alle Hinrichtungen sofort auszusetzen.

US-Präsident Trump: "Hilfe ist unterwegs"

Trotz des Einsatzes massiver Gewalt gegen die Regierungsgegner rief US-Präsident Donald Trump die Demonstranten zur Fortsetzung der Proteste auf: "Protestiert weiter - übernehmt eure Institutionen", appellierte Trump in seinem Onlinedienst Truth Social an die "iranischen Patrioten". Und betonte: "Hilfe ist unterwegs".

Schaltgespräch mit Phoebe Gaa in Iran

"Es ist wahnsinnig gefährlich, auf die Straße zu gehen und sich regierungskritisch zu zeigen", beschreibt ZDF-Reporterin Gaa als einzige westliche Journalistin die Lage in Iran.

13.01.2026 | 4:55 min

Washington drohte der iranischen Regierung für den Fall, dass Teheran festgenommene Demonstranten hinrichten lässt, mit einem entschlossenen Eingreifen der Vereinigten Staaten. "Wir werden sehr hart reagieren", sagte Trump dem TV-Sender CBS News in Detroit.

Falls sie das machen, werden wir sehr entschlossen handeln.

Donald Trump, US-Präsident

Trump machte auf Nachfragen des Moderators keine genaueren Angaben, welche Schritte die US-Regierung in Erwägung zieht. "Das Ziel ist es, zu gewinnen. Ich gewinne gerne. Und wir gewinnen", sagte Trump weiter.

Seit Beginn der Proteste gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik vor gut zwei Wochen drohte Trump dem Mullah-Regime schon mehrfach mit einem Eingreifen der USA, falls Demonstranten getötet würden.

Iranians walk next to a billboard reading 'Iran is our Homeland' at Enqelab Square in Tehran, Iran, 13 January 2026. Iran is experiencing a nationwide internet blackout that began on 08 January 2026, amid an intensifying wave of anti-government protests.

Zwischen Angst, Mitgefühl und Hoffnung verfolgt die iranische Community in Deutschland die Unruhen in Iran. Wegen Internetsperren ist Kontakt zu Angehörigen kaum möglich.

13.01.2026 | 2:33 min

Teheran: USA wollen Vorwand für militärische Intervention schaffen

Die iranische Regierung wirft Washington vor, einen Vorwand für ein militärisches Eingreifen der USA in Iran schaffen zu wollen.

Die US-Politik gegenüber Teheran gründe auf "Regimewechsel", wobei "Sanktionen, Drohungen, künstlich geschürte Unruhen und Chaos" als Vorgehensweise dienten, "um einen Vorwand für eine militärische Intervention zu schaffen", erklärte die iranische Botschaft bei der UN im Onlinedienst X.

Iranische Justiz geht gegen Demonstranten vor

Die Justiz leitete bereits erste Anklagen gegen festgenommene Demonstranten in die Wege. Im Raum steht dabei auch der Vorwurf der "Kriegsführung gegen Gott" - ein Tatbestand, der nach islamischem Recht in Iran mit der Todesstrafe geahndet werden kann.

Groß Britanien Iran Proteste

Kanzler Merz spricht vom möglichen Ende des iranischen Regimes, Präsident Trump ruft zu weiteren Protesten auf. Mehr als 2.000 Menschen sollen insgesamt getötet worden sein.

13.01.2026 | 2:00 min

In der vergangenen Woche hatte die Justiz "maximale Härte" im Umgang mit Demonstranten angekündigt. Bei früheren Protestwellen verhängte sie auch Todesurteile.

Aktivisten: Musk stellt Starlink kostenlos zur Verfügung

Unterdessen hat - angesichts der Internet-Blockaden in Iran - Elon Musks Weltraumfirma SpaceX ihren Satelliten-Dienst Starlink für das Land kostenlos gemacht. Entsprechende Informationen von Aktivisten wurden dem Finanzdienst Bloomberg von SpaceX-Kreisen bestätigt. SpaceX selbst machte dazu zunächst keine offiziellen Angaben.

Lage in Teheran spitzt sich zu
:Proteste in Iran: Hinrichtungen offenbar ausgesetzt

In Iran hat das Töten von Demonstranten laut US-Präsident Trump aufgehört. Außenminister Araghtschi bestätigt, es seien keine Hinrichtungen geplant. Alle Entwicklungen im Liveblog.
Menschen blockieren am 9. Januar 2026 während eines Protests eine Straße in Teheran. Die landesweiten Demonstrationen richten sich gegen die Wirtschaftspolitik und die Regierung.
Liveblog
Quelle: dpa, Reuters, AFP, AP
Über dieses Thema berichtete das gemeinsame Morgenmagazin von ARD und ZDF am 14.01.2026 um 05:30 Uhr und ZDFheute Xpress ab 09:00 Uhr.

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