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Wir beenden den Liveblog vorerst an dieser Stelle. Wir danken für Ihr Interesse. Aktuelle Nachrichten, Hintergründe und Analysen rund ums Thema finden Sie weiterhin auf zdfheute.de und auf unserer Themenseite zu Iran.
In Iran hat das Töten von Demonstranten laut US-Präsident Trump aufgehört. Außenminister Araghtschi bestätigt, es seien keine Hinrichtungen geplant. Alle Entwicklungen im Liveblog.
Über die Lage in Iran, die Proteste und die internationalen Reaktionen berichtet das ZDF in vielen aktuellen Sendungen, zuletzt im heute journal am 16.01.2026 ab 22 Uhr.
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Bei den Protesten in Iran sind nach Angaben eines Regierungsvertreters mindestens 5.000 Menschen getötet worden. Darunter seien etwa 500 Angehörige der Sicherheitskräfte, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters. Er machte "Terroristen und bewaffnete Randalierer" für die Tötung "unschuldiger Iraner" verantwortlich. Der Vertreter, der anonym bleiben wollte, erklärte zudem, einige der heftigsten Zusammenstöße und die höchste Zahl an Todesopfern habe es in den kurdischen Gebieten im Nordwesten Irans gegeben. "Israel und bewaffnete Gruppen im Ausland" hätten die Demonstranten unterstützt und ausgerüstet, sagte er weiter.
Menschenrechtsgruppen gehen von anderen Zahlen aus. Die in den USA ansässige Organisation HRANA bezifferte die Zahl der Todesopfer am Samstag auf 3.308. Weitere 4.382 Fälle würden noch geprüft. Die Gruppe erklärte zudem, sie habe mehr als 24.000 Verhaftungen bestätigt.
Die iranische Justiz hat nach Angaben eines Sprechers bislang keine Todesurteile im Zusammenhang mit den jüngsten Massenprotesten verhängt. Der Sprecher sagte laut der staatlichen Rundfunkagentur Iribnews, dies sei "ein strenger und langwieriger Prozesse", der Monate oder Jahre dauern könne.
Der Sprecher sprach von angeblichen "Söldnern" der israelischen und US-amerikanischen Geheimdienste Mossad und CIA. Er erklärte weiter, die Justiz bemühe sich, zwischen getäuschten Demonstrierenden und den eigentlichen Anstiftern zu unterscheiden. Erst wenn ausreichende Beweise vorlägen, würden gegen die Anstifter harte Strafen verhängt. Diese Darstellung entspricht der Linie iranischer Behörden, die Proteste häufig als vom Ausland gesteuert bezeichnen.

In mehreren deutschen Städten sind Unterstützer der Protestierenden in Iran auf die Straße gegangen. In Solidaritätskundgebungen fordern sie das Ende des Regimes in Teheran.
Beim Nachrichtenportal "Politico" spricht sich US-Präsident Donald Trump für einen Regierungswechsel in Iran aus. "Es ist Zeit, nach einer neuen Führung im Iran zu suchen", sagt Trump.
Über den obersten iranischen Führer Ali Chamenei sagt Trump: "Womit er sich schuldig gemacht hat, als Anführer eines Landes, ist die vollständige Zerstörung des Landes und die Anwendung von Gewalt in einem Ausmaß, das es noch nie gegeben hat."
In mehreren Städten in Deutschland haben Menschen für Freiheit in Iran demonstriert. Laut Polizeiangaben haben sich allein in Düsseldorf mindestens 2.500 an den Solidaritätskundgebungen beteiligt.
Bei den Massenprotesten in Iran gegen das dortige Regime sollen laut iranischen Menschenrechtlern in den vergangenen Wochen mindestens 3.400 Menschen ums Leben gekommen sein.

US-Präsident Trump droht dem iranischen Regime und stellt Demonstranten Hilfe in Aussicht. Iran-Experte Jan Busse erklärt, was Sanktionen oder ein Militärschlag bewirken und für die Menschen im Iran bedeuten könnten.
Nach Ausschreitungen bei einer Demonstration vor der iranischen Botschaft in London sind 14 Menschen festgenommen worden. Vier Beamte seien leicht verletzt worden, teilt die Polizei mit. Eine der festgenommenen Personen wird verdächtigt, auf das Botschaftsgebäude geklettert zu sein und die iranische Flagge entfernt zu haben.
Bilder und Videos in den sozialen Netzwerken sollen die Ausschreitungen am Freitagabend zeigen. Eine Gruppe von Demonstranten habe versucht, die Festnahme des Mannes zu verhindern, teilte ein Polizeisprecher mit. Daraufhin hätten die Beamten die Versammlung aufgelöst.
Reza Pahlavi, Sohn des ehemaligen Schahs, ruft die Iraner für das Wochenende zu neuen Protesten auf. Online kündigt der Oppositionelle neue Demonstrationen im ganzen Land an. Sowohl am Samstag- als auch am Sonntagabend sollten die Iraner jeweils um 20 Uhr "ihre Stimme aus Wut und Protest" erheben, so Pahlavi, der in den USA lebt.
Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei bezeichnet US-Präsident Donald Trump als "Verbrecher" und macht ihn für die jüngsten Proteste in seinem Land mitverantwortlich. Trump habe dem iranischen Volk bei den Protesten Leid, Schaden und Verleumdungen zugefügt, zitieren iranische Medien das politische und geistliche Oberhaupt der Islamischen Republik. Die jüngsten Proteste hätten sich von früheren Vorfällen unterschieden, "da sich der US-Präsident persönlich einmischte".
Bei den Protesten in Iran sind der Menschenrechtsgruppe HRANA zufolge mehr als 3.000 Menschen getötet worden. Die US-Organisation HRANA teilt am Samstag mit, sie habe Bestätigungen für 3.090 Todesfälle, darunter 2.885 Demonstranten.
Die Zahlen lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Warum zu den Todesopfern der Proteste so unterschiedliche Zahlen kursieren, lesen Sie hier.
In Iran bleibt der Zugang zum globalen Internet den zehnten Tag in Folge weitgehend gesperrt. Seit Samstag können Iraner in dem Land mit rund 90 Millionen Menschen aber erstmals wieder per Mobilfunk SMS-Textnachrichten versenden, wie Bewohner aus der Hauptstadt Teheran berichten. Aus dem Ausland versendete SMS kommen in Iran nicht an.
Nach tagelanger Abschaltung durch die Behörden verbessern sich die Internetverbindungen in Iran nach Angaben der Organisation Netblocks am Samstag leicht. "Die Messwerte zeigen heute Morgen eine leichte Zunahme der Internetverbindung", erklärt die Organisation im Onlinedienst X. Allerdings betrügen die Verbindungen nur etwa zwei Prozent des üblichen Umfangs und es gebe keine Anzeichen für "eine wesentliche Rückkehr" zu allgemein verfügbarem Internet.
An der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz (MSK) werden wegen der jüngsten massiven Gewalt gegen Protestierende keine Vertreter der iranischen Regierung teilnehmen.
Eine "Einladung an einzelne Regierungsvertreter aus dem Iran", die vor mehreren Wochen ausgesprochen worden sei, werde angesichts "der aktuellen Vorgänge" nicht aufrechterhalten, teilte das MSK-Presseteam der Nachrichtenagentur AFP am Freitagabend mit.
Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (Easa) hat Fluggesellschaften zur Vermeidung des iranischen Luftraums aufgerufen. In einer Mitteilung an die Unternehmen empfahl die Easa am Freitagabend, nicht "im iranischen Luftraum" zu fliegen, dies gelte "für jede Flughöhe".
Die Behörde begründete ihre Warnung mit "der aktuellen Situation und der Möglichkeit einer Militäraktion der USA, aufgrund derer die iranische Luftabwehr in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt" worden sei.
Die Menschen in den USA wollen keinen neuen großen Krieg, erklärt ZDF-Korrespondent David Sauer in Washington bei ZDFheute live. Trump habe versprochen, keine langwierigen Kriege zu führen.
Zuvor hatte der US-Präsident die Staatsführung in Teheran davor gewarnt, Teilnehmer der jüngsten Massenproteste hinrichten zu lassen und auch ein militärisches Eingreifen in Iran nicht ausgeschlossen.
Das ist etwas, so Phoebe Gaa, das sie bei früheren Protestbewegungen nicht so wahrgenommen habe, aber diesmal gebe es Menschen, die sich Hilfe von außen herbeiwünschten. Diese müsse natürlich nicht unbedingt ein Militärschlag sein. "Aber irgendeine Form von Unterstützung wünschen sich die Menschen hier schon, weil sie eben auch der Meinung sind, dass es mit Straßenprotesten alleine schwer dazu kommen wird, dass sich wirklich fundamental was verändern kann im Land." ZDF-Korrespondentin Gaa fügt hinzu: "Aber es gibt dann eben auch die große Angst davor, was ein wirklicher Militärschlag bedeuten würde".
ZDF-Korrespondentin Phoebe Gaa ist eine der wenigen westlichen Journalisten, die momentan in Iran selbst noch vor Ort sind. Nach mehreren Tagen ohne Internet berichtet sie bei ZDFheute live am Telefon über die aktuelle Lage.
US-Präsident Donald Trump hat der iranischen Führung dafür gedankt, dass sie Demonstranten nicht hingerichtet habe. "Ich habe großen Respekt davor, dass alle für gestern geplanten Hinrichtungen (über 800) von der iranischen Führung abgesagt wurden. Vielen Dank!", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.
Das Weiße Haus verwies bereits am Donnerstag auf angeblich abgesagte 800 Hinrichtungen – ohne eine Quelle für die Information zu nennen. Der US-Präsident hatte in den vergangenen zwei Wochen wiederholt mit einem militärischen Eingreifen im Iran gedroht, um den Demonstranten zu Hilfe zu kommen. Aktuell hält Trump sich mit einer militärischen Intervention zurück.
Es gebe Indizien, dass die Proteste gerade am Abebben sind, sagt der Nahost-Experte Jan Busse bei ZDFheute live. Sanktionen würden das Regime nicht zum Sturz bringen.

Greift das US-Militär in Iran ein? Die Welt blickt auf Donald Trump. Aus Teheran berichtet ZDF-Korrespondentin Phoebe Gaa als eine der wenigen westlichen Journalisten im Land.