Proteste in Iran: Merz sieht Regime in Teheran "faktisch am Ende"

Massendemonstrationen in Iran:Merz sieht Regime in Teheran "faktisch am Ende"

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Die anhaltenden Proteste in Iran deuten nach Ansicht von Kanzler Merz auf ein baldiges Ende des Regimes hin. Teherans Führung könne sich nur noch mit Gewalt an der Macht halten.

Ein Bild von Friedrich Merz mit dem Text: Merz, Regime in Iran "faktisch am Ende".

Bundeskanzler Merz erwartet, dass die iranische Führung in Kürze zusammenbricht.

13.01.2026 | 0:58 min

Bundeskanzler Friedrich Merz rechnet angesichts der Massenproteste in Iran mit einem politischen Umbruch und einem baldigen Ende der islamischen Herrschaft in Teheran. Bei seiner Indien-Reise sagte Merz:

Ich gehe davon aus, dass wir jetzt hier auch gerade die letzten Tage und Wochen dieses Regimes sehen.

Friedrich Merz (CDU), Bundeskanzler

Das Mullah-Regime habe "ohnehin keine Legitimation durch Wahlen der Bevölkerung". Und die "Bevölkerung steht jetzt auf gegen dieses Regime", fügte Merz hinzu.

Nahost-Experte Daniel Gerlach vor einem Bild der Proteste im Iran.

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11.01.2026 | 23:50 min

Merz hofft auf friedliche Lösung in Iran

Er hoffe, dass es eine "Möglichkeit gibt, diesen Konflikt friedlich zu beenden", sagte der Kanzler weiter. Deutschland und seine Partner stünden derzeit "im engsten Kontakt zueinander, um jetzt dafür zu sorgen, dass es in Iran einen friedlichen Übergang geben kann hin zu einer demokratisch legitimierten Regierung".

Mehrere Feuer auf einer Straße.

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12.01.2026 | 24:21 min

Er sei besorgt angesichts die Nachrichten über eine immer höhere Gewaltbereitschaft des Regimes gegen die eigene Bevölkerung. Merz appellierte erneut an die Führung in Teheran, diese Gewalt sofort einzustellen.

Wenn sich ein Regime nur noch mit Gewalt an der Macht hält, dann ist es faktisch am Ende.

Friedrich Merz (CDU), Bundeskanzler

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12.01.2026 | 5:04 min

Außenminister in engem Kontakt

Auf die Frage, ob er die von US-Präsident Donald Trump verkündeten Strafzölle gegen Handelspartner von Iran unterstütze und ob diese auch Deutschland träfen, ging Merz nicht ein. Die Außenminister stünden in engstem Kontakt zueinander, "um jetzt dafür zu sorgen, dass es in Iran einen friedlichen Übergang zu einer demokratisch legitimierten Regierung geben kann".

Trump hatte am Montag in seinem Onlinedienst Truth Social verkündet, dass für Länder, die Geschäfte mit Iran machen, ab sofort ein Zollsatz von 25 Prozent gelte. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes in Berlin betrug Deutschlands Außenhandelsvolumen mit dem Iran im Jahr 2024 rund 1,5 Milliarden Euro.

Menschen protesiteren vor dem iranischen Konsulat in Istanbul. Auf einem Bild ist US-Präsident Trump abgebildet mit der Aufschrift "President Trump Support us please".

US-Präsident Trump hat Strafzölle in Höhe von 25 Prozent gegen Handelspartner Irans verkündet. Dazu gehören China, die Türkei, die Vereinigten Arabischen Emirate und der Irak.

13.01.2026 | 0:27 min

Tausende Festnahmen in Iran

Die Proteste in Iran hatten vor zwei Wochen begonnen und richteten sich zunächst gegen die wirtschaftliche Lage. Inzwischen weiteten sie sich zu Massendemonstrationen gegen die Führung in Teheran aus.

Nach jüngsten Angaben der in Norwegen ansässigen Menschenrechtsgruppe Iran Human Rights (IHR) wurden bei den Einsätzen der Sicherheitskräfte gegen die regierungskritischen Proteste bereits mindestens 648 Demonstranten getötet, darunter neun Minderjährige.

Einigen Schätzungen zufolge gebe es sogar mehr als 6.000 Todesopfer, teilte die Organisation mit. Aufgrund der anhaltenden Internetsperre in Iran sei es aber "äußerst schwierig, diese Berichte unabhängig zu überprüfen". Schätzungsweise 10.000 Menschen seien außerdem festgenommen worden.

Lage in Teheran spitzt sich zu
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Menschen blockieren am 9. Januar 2026 während eines Protests eine Straße in Teheran. Die landesweiten Demonstrationen richten sich gegen die Wirtschaftspolitik und die Regierung.
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Quelle: Reuters, AFP
Über dieses Thema berichtete unter anderem heute Xpress am 13.01.2026 ab 09:00 Uhr und in dem Beitrag "Merz: Regime in Iran "faktisch am Ende" um 11.55 Uhr.

Die Proteste in Iran

  1. Ein Bild von Friedrich Merz mit dem Text: Merz, Regime in Iran "faktisch am Ende".

  2. US-Präsident Donald Trump

  3. Proteste im Iran: brennende Barrikaden auf der Straße in Gorgan

    Nachrichten | heute journal:Proteste setzen iranische Führung unter Druck

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