US-Präsident Trump: Iran kann "in einer Nacht" ausgelöscht werden

Pressekonferenz im Weißen Haus:Trump: Iran kann "in einer Nacht" ausgelöscht werden

Katharina Schuster

von Katharina Schuster, Washington D.C.

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US-Präsident Trump hat Iran mit massiven Luftangriffen gedroht. "Das ganze Land könnte in einer Nacht ausgelöscht werden, und diese Nacht könnte morgen sein." Ein Überblick.

Rauch steigt aus Teheran auf

US-Präsident Trump hat Iran mit noch schwereren Angriffen gedroht, sollte es bis heute Nacht keine Einigung über die Öffnung der Straße von Hormus geben.

07.04.2026 | 1:32 min

Seit mehr als einem Monat tobt ein Krieg in Iran. Bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus betont US-Präsident Donald Trump nun, Iran könne in einer Nacht ausgelöscht werden.

Vor den anwesenden Journalistinnen und Journalisten sagt er, dass dies schon morgen Nacht der Fall sein könnte.

Das ganze Land kann in einer einzigen Nacht ausgeschaltet werden, und diese Nacht könnte schon morgen sein.

Donald Trump, US-Präsident

Alle Brücken und alle Kraftwerke des Irans könnten binnen "vier Stunden" zerstört werden, sollte die Wasserstraße von Hormus nicht geöffnet werden. Diese ist für den weltweiten Öltransport wichtig.

Die Karte zeigt die Straße von Hormus, eine Meerenge zwischen Oman, den VAE und Iran. Etwa ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls und verflüssigten Gases (LNG) muss durch die Straße von Hormus.

Innenpolitisch ist das Thema ein großes für den US-Präsidenten, weil die Menschen unter den gestiegenen Benzinpreisen leiden. Besonders hart trifft es die ländliche Bevölkerung. Trumps Kernwählerschaft.

Drohgebärden in den USA umstritten

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth kündigt bei der Pressekonferenz zudem an, die US-Luftangriffe auszuweiten: "Heute wird, auf Anweisung des Präsidenten, der größte Umfang an Angriffen seit Beginn des Einsatzes geflogen", sagt er. "Und dann hat Iran eine Wahl."

Trotz aller Drohgebärden betont Trump im Weißen Haus: "Wir wollen nicht, dass das passiert." Erst am Sonntag hatte der 79-Jährige auf seiner Onlineplattform "Truth Social" geschrieben:

Öffnet die verdammte Meerenge, ihr verrückten Bastarde, oder ihr werdet in der Hölle leben.

Donald Trump, US-Präsident

Seine Angriffsdrohungen sind in den USA umstritten. Kritiker warnen zudem vor möglichen Kriegsverbrechen. Dazu Trump: "Ich mache mir keine Sorgen über Kriegsverbrechen. Wissen Sie, was ein Kriegsverbrechen ist? Eine Atombombe zu haben."

US-Präsident Donald Trump äußert sich zum Konflikt im Iran

Beim Osterfest spricht Trump über den Iran-Krieg, droht mit weiteren Angriffen und lässt eine Waffenruhe offen – Teheran lehnt eine 45-tägige Pause ab. Frieden scheint fern.

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Trump: Iraner wollen Freiheit

Vor der Pressekonferenz hatte Trump sein Ultimatum an Iran bis Dienstagabend US-Ostküstenzeit (2 Uhr am Mittwochmorgen deutscher Zeit) verlängert. Sollte Teheran nicht einlenken, müsse das Land mit massiven Angriffen auf die Infrastruktur rechnen.

Auf die Frage eines Reporters bei der Pressekonferenz, ob solche Angriffe nicht die Bevölkerung bestrafen würden anstelle des Regimes in Iran, entgegnet Trump: "Sie wären bereit, das für ihre Freiheit in Kauf zu nehmen."

Die Iraner wollten, dass die Angriffe fortgesetzt würden. "Sie wollen Freiheit."

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Die Frist für sein Ultimatum hat US-Präsident Trump offenbar erneut verschoben. ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen ordnet die neusten Entwicklungen ein.

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Trump begrüßt Waffenruhe, Iran zurückhaltend

Zuvor hatte Trump den Vorschlag einer 45-tägigen Waffenruhe begrüßt. Am Rande einer Osterveranstaltung im Weißen Haus betonte er: "Das reicht zwar nicht aus, ist aber ein sehr wichtiger Schritt." Verhandlungen dazu würden laufen.

Iran ließ bislang allerdings nicht erkennen, dass es sich darauf einlässt. Die iranische Nachrichtenagentur Irna berichtete, dass Teheran auf ein "endgültiges Ende des Konflikts" poche.

Trump: Rettung des zweiten Piloten "historisch"

Bevor die US-Regierung auf Fragen zu Verhandlungen mit Iran einging, war die Rettung von zwei Besatzungsmitgliedern eines von Iran abgeschossenen US-Kampfjets im Fokus. Bei dem Rettungseinsatz seien mehr als 170 Militärflugzeuge, Hubschrauber und Drohnen eingesetzt worden, so Trump.

Am Freitag war ein Kampfjet vom Typ F-15E mit zwei amerikanischen Besatzungsmitgliedern über Iran abgeschossen worden. Der Pilot sei kurz darauf von US-Spezialeinheiten im Südwesten des Irans gerettet worden, erklärt Trump.

Bei der Suche nach dem zweiten Crewmitglied lieferten sich Iran und die USA einen Wettlauf. Denn: Iranische Kräfte suchten bereits nach dem Soldaten. Es war eine Belohnung auf seine Ergreifung ausgesetzt.

Am Wochenende wurde der zweite Pilot dann durch US-Militär gerettet. "Das ist eine Rettung von historischer Bedeutung", betont Trump bei der Pressekonferenz.

Er war ziemlich schwer verletzt und saß in einem Gebiet fest, in dem es von Terroristen der Islamischen Revolutionsgarde, einer brutalen Gruppe, sowie von belagerten Militärs, Milizen und lokalen Behörden wimmelte.

Donald Trump, US-Präsident

Das angebliche Wrack des mutmaßlich abgeschossenen US-Kampfjet liegt im Zentral Iran

Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump wurde nun auch der zweite Soldat des von Iran abgeschossenen Kampfjets gerettet. Die Maschine war am Freitag in Südwest-Iran abgestürzt.

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Darüber hinaus erklärt CIA-Direktor John Ratcliffe, man habe "sowohl menschliche Ressourcen als auch hochmoderne Technologien" eingesetzt, um den zweiten US-Soldaten zu finden. Die Suche vergleicht er mit der "Suche nach einem einzigen Sandkorn mitten in der Wüste".

Ratcliffe bestätigt, dass der Auslandsgeheimdienst der USA (CIA) eine Täuschungsaktion gestartet habe, um die Iraner zu verwirren, die nach dem Soldaten suchten.

Trump stellt zeitnahes Kriegsende in Aussicht

Am vergangenen Mittwoch hatte Trump in einer Rede an die Nation zwar ein baldiges Ende des Iran-Kriegs in Aussicht gestellt.

Gleichzeitig kündigte er aber neue "extrem harte" Angriffe an. Iran solle zurück in die "Steinzeit" bombardiert werden.

Katharina Schuster ist Korrespondentin im ZDF-Studio in Washington D.C.

Quelle: mit Material von AFP und Reuters
Über dieses Thema berichtete die Sendung heute am 06.04.2026 ab 19:00 Uhr.

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