Krieg mit unverminderter Härte:Hegseth: USA geben nicht nach, bis Iran besiegt ist
US-Präsident Trump hält den Krieg für "so gut wie beendet", Pentagonchef Hegseth betont, man sei entschlossen, Iran vollständig zu besiegen. Teheran reagierte mit scharfen Worten.
US-Verteidigungsminister Hegseth kündigt bislang härteste Angriffe auf den Iran an. Teheran widerspricht der Aussage von US-Präsident Trump, der Krieg könne bald zu Ende sein.
10.03.2026 | 1:52 minWährend US-Präsident Donald Trump ein baldiges Ende des Kriegs in Iran in Aussicht stellt, gehen die Angriffe in der Region mit unverminderter Härte weiter.
Die USA gäben nicht nach, "bis der Feind vollständig und endgültig besiegt" sei, machte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth in Washington klar. "Zum Beispiel wird heute wieder einmal unser heftigster Tag von Angriffen in Iran sein." Auch Israel setzt seine Attacken fort. Die dortige Armee griff nach eigenen Angaben weitere Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran an.
Iran greift US-Stützpunkte und Ziele in Israel an
Irans Streitkräfte attackierten nach eigenen Angaben einen US-Luftwaffenstützpunkt im Nordirak, mit Drohnen ein Treibstofflager in Israel und weitere Ziele. In Israel gab es Raketenalarm. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht, berichtete über eine neue Welle an Raketen auf Ziele bei Tel Aviv.
Kanzler Merz kritisiert das Fehlen eines gemeinsamen Plans für ein Ende des Iran-Krieges. Welche Strategie verfolgt der US-Präsident? Einschätzungen von ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen.
10.03.2026 | 1:14 minÜberraschend stellte Trump dennoch ein baldiges Kriegsende in Aussicht. "Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet. Sie haben keine Marine, keine Kommunikationssysteme, sie haben keine Luftwaffe", zitierte ihn der US-Sender CBS News nach einem Telefoninterview. Der Krieg verlaufe "weit vor dem Zeitplan". Auf einen konkreten Zeitpunkt legte sich der US-Präsident nicht fest. Dennoch ging der Ölpreis deutlich zurück.
Iran: Wir entscheiden über Kriegsende
Die iranischen Revolutionsgarden reagierten scharf. "Wir sind diejenigen, die über das Ende des Krieges entscheiden", hieß es in einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Mitteilung.
Die Bedingungen auf dem Schlachtfeld und das Ende des Krieges liegen in den Händen der Islamischen Republik.
Iranische Revolutionsgarden
Weißes Haus: Gewinnen Kampf "schneller als erwartet"
Das Weiße Haus verbreitete unterdessen weiterhin Optimismus mit Blick auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs. Die USA hätten mittlerweile mehr als 5.000 Ziele in Iran attackiert, teilte Regierungssprecherin Karoline Leavitt am Dienstag mit. Die ballistischen Raketenangriffe Irans seien seit Kriegsbeginn dagegen um mehr als 90 Prozent zurückgegangen und die Drohnenangriffe um etwa 85 Prozent. "Die amerikanischen Soldaten gewinnen diesen wichtigen Kampf noch schneller als wir erwartet haben", sagte Leavitt.
Zudem kämen die USA bei ihrem Kriegsziel voran, die iranische Marine zu zerstören. "Wir haben mehr als 50 iranische Marineschiffe zerstört, darunter ein großes Drohnenträgerschiff."
Merz sieht "gefährliche Eskalation"
Bundeskanzler Friedrich Merz sieht aktuell "keinen gemeinsamen Plan", wie der Krieg schnell zu einem überzeugenden Ende gebracht werden kann. Es gebe "eine gefährliche Eskalation", sagte er mit Blick auf die Gegenangriffe Irans.
Wir haben kein Interesse an einem endlosen Krieg. Wir haben kein Interesse an einer Auflösung der territorialen Integrität, der Staatlichkeit oder der wirtschaftlichen Lebensfähigkeit des Iran.
Außenminister Wadephul besucht den Nahen Osten, um Solidarität mit den von iranischen Angriffen betroffenen Ländern zu zeigen. Heute machte er Station in Israel.
10.03.2026 | 1:51 minNetanjahu ruft Iraner zu Sturz der Regierung auf
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu rief die iranische Bevölkerung erneut auf, für einen Machtwechsel im Land zu sorgen. "Unser Ziel ist es, das iranische Volk dazu zu bringen, das Joch der Tyrannei abzuwerfen, letztendlich hängt es jedoch von ihnen selbst ab", sagte er nach Angaben seines Büros.
Es gebe keinen Zweifel, dass man der Führung in Teheran "mit den bisherigen Maßnahmen die Knochen" breche.
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