US-Präsident zum Krieg:Trump: Iran-Krieg "sehr bald" zu Ende - Ölpreise reagieren
US-Präsident Donald Trump hält den Iran-Krieg für fast beendet. Bei einer Pressekonferenz weist er Vorwürfe zurück, wonach der Angriff auf Iran nicht gerechtfertigt war.
Nach Aussagen von US-Präsident Trump zum Kriegsende in Iran, sinken die Ölpreise wieder. Auswirkung auf die Spritpreise hat das bisher keine.
10.03.2026 | 0:24 minDer Iran-Krieg wird nach Aussage von US-Präsident Donald Trump nicht in dieser Woche enden. Trump antwortete mit "Nein" auf eine entsprechende Frage während einer Pressekonferenz in Florida. Dies werde jedoch "sehr bald" der Fall sein, sagte er. Ein konkretes Datum nennt er nicht. Die große Gefahr in dem Krieg sei seit drei Tagen vorüber, sagte Trump, ohne dies weiter auszuführen.
US-Verteidigungsminister Hegseth kündigt bislang härteste Angriffe auf den Iran an. Teheran widerspricht der Aussage von US-Präsident Trump, der Krieg könne bald zu Ende sein.
10.03.2026 | 1:52 minIn einem Interview mit dem US-Sender CBS hatte Trump zuvor gesagt, dass er den Krieg für "so gut wie beendet" hält. Er begründete dies mit der militärischen Schwächung Irans durch die USA und Israel. Iran habe keine Marine, keine Kommunikationsmittel und keine Luftwaffe mehr, sagte Trump.
Der Krieg gegen Iran treibt die Öl- und Gaspreise nach oben. Nun beraten die G7-Staaten über die Freigabe von Ölreserven. ZDFheute live über die Auswirkungen des Iran-Kriegs.
09.03.2026 | 27:33 minDie iranischen Revolutionsgarden reagierten prompt mit einer klaren Ansage: Das Kriegsende liege allein in den Händen Irans, heißt es in einer Mitteilung.
Trump: Straße von Hormus wird befahren
Auch die Raketen des Landes seien fast alle zerstört und iranische Drohnen überall abgeschossen. Mit Blick auf die für die Schifffahrt wichtige Straße von Hormus sagte Trump, sie sei derzeit offen und werde befahren. Er denke aber darüber nach, sie zu "übernehmen". Zuvor hatte er bereits angekündigt, die US-Marine könne durchfahrende Schiffe zur Not eskortieren.
"Wenn man sich das ansieht, haben sie nichts mehr übrig", betonte der US-Präsident. "Militärisch gesehen haben sie nichts mehr übrig." Die USA seien dem ursprünglichen Zeitplan von vier bis fünf Wochen "sehr weit" voraus.
Ölpreis sinkt wieder - Kurse an den Aktienmärkten steigen
An den US-Börsen notierten die Kurse nach Bekanntwerden der Nachricht im Plus. Auch der Ölpreis ging wieder zurück, nachdem am Sonntag erstmals seit 2022 auf mehr als 100 Dollar pro Barrel gestiegen war.
Kanzler Merz kritisiert das Fehlen eines gemeinsamen Plans für ein Ende des Iran-Krieges. Welche Strategie verfolgt der US-Präsident? Einschätzungen von ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen.
10.03.2026 | 1:14 minDie Preise für die wichtigen Ölsorten Brent und WTI fielen am Dienstag zeitweise um rund elf Prozent auf 88,05 beziehungsweise 84,43 Dollar je Fass. Am Montag waren sie in der Spitze bis auf 119 Dollar je Fass gestiegen. An der japanischen Börse ging es steil bergauf, auch die südkoreanischen und chinesischen Indizes kletterten wieder. Der deutsche Leitindex Dax gewann am
Dienstag zur Eröffnung 2,2 Prozent auf 23.926 Zähler.
Insidern zufolge erwägt Trump zudem Maßnahmen zur Marktberuhigung. Dazu könnten eine Lockerung der Ölsanktionen gegen Russland sowie die Freigabe strategischer Reserven gehören.
In Nahost ist kein Ende der Kämpfe in Sicht. Öllieferungen sind stark beeinträchtigt, der Ölpreis steigt. Die Sorge vor einer ausgewachsenen Energiekrise wächst.
09.03.2026 | 2:48 minTrump rechtfertigt Angriff auf Iran
Die USA und Israel hatten Ende Februar Luftangriffe auf Iran gestartet. Dabei wurden der oberste Anführer Ajatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Teheran reagierte mit Angriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion.
Trump wies Vorwürfe zurück, wonach der Angriff auf Iran nicht gerechtfertigt war.
Nun, ich werde Ihnen den besten Grund von allen nennen. Innerhalb einer Woche hätten sie uns angegriffen, 100 Prozent. Sie waren bereit.
Donald Trump, US-Präsident
Informationen, um diese Behauptung zu untermauern, lieferte der US-Präsident nicht. Er sagte aber, Iran habe deutlich mehr Raketen gehabt als gedacht.
Über die Ernennung von Modschtaba Chamenei als geistliches Oberhaupt Irans äußerte sich Trump enttäuscht. Dies werde dem Land nur weiter die bisherigen Probleme bereiten, sagte er in Florida. Vor der Ernennung Modschtabas hatte Trump gefordert, die USA müssten in der Sache mitreden. Iran hatte das aber zurückgewiesen.
Der Krieg im Nahen Osten treibt den Ölpreis in die Höhe. An der Zapfsäule und im Supermarkt spüren die Verbraucher die Folgen. ZDF-Wirtschaftsexperte Frank Bethmann berichtet.
09.03.2026 | 2:30 minKreml: Putin und Trump sprechen über Iran
Trump telefonierte am Montag auch mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin unter anderem zu Iran, so Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow.
Putin habe Ideen in Bezug auf eine "rasche politische und diplomatische Einigung" zur Sprache gebracht. Zuvor habe der russische Präsident mit seinem iranischen Amtskollegen Massud Peseschkian und den Staatschefs von Golfstaaten telefoniert.
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