Doch kein Verbot in den USA?:Trump deutet Wende im TikTok-Streit an
Der TikTok-Konzern Bytedance muss die App in den USA bis Januar verkaufen - sonst droht ein Verbot. Nun deutet Donald Trump an, das drohende Aus verzögern zu wollen.
Während seiner ersten Amtszeit hatte Trump den Verkauf von TikTok noch unterstützt.
Quelle: APDer designierte US-Präsident Donald Trump hat angedeutet, das drohende Aus von TikTok in den USA nicht zu unterstützen. "Ich werde anfangen müssen, über TikTok nachzudenken", sagte der Republikaner bei der rechtskonservativen Konferenz "AmericaFest" im Bundesstaat Arizona.
Vielleicht sollten wir dieses Ding noch eine Weile behalten.
Donald Trump, designierter US-Präsident
Während seines Wahlkampfs habe er dort große Unterstützung erfahren, eine "großartige Resonanz mit Milliarden von Aufrufen, Milliarden über Milliarden von Aufrufen", sagte der Republikaner am Sonntag.
TikTok droht das Aus in den USA - ein Aufschub des Verbots wurde von einem Berufungsgericht abgelehnt.
14.12.2024 | 0:24 minTikTok-Konzern droht App-Verkauf in den USA
Die Video-App gehört dem in China ansässigen Konzern Bytedance und hat nach eigenen Angaben 170 Millionen Nutzer in den USA. Dort besteht die Sorge, dass die chinesische Regierung Zugriff auf Nutzerdaten erhalten und politischen Einfluss ausüben könnte.
Das US-Justizministerium argumentiert, die chinesische Kontrolle über TikTok sei eine anhaltende Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA. Die meisten US-Abgeordneten unterstützen diese Haltung. TikTok erklärt dagegen, das Ministerium habe die Verbindungen der Social-Media-App zur Volksrepublik falsch dargestellt.
Macht TikTok süchtig?Neben den Inhalten könne das App-Design abhängig machen, so Dr. Julian Jaursch von der Stiftung Neue Verantwortung.
20.02.2024 | 4:28 minTikTok wehrt sich vor dem Obersten Gerichtshof der USA gegen ein im April verabschiedetes Gesetz, das den Verkauf der App bis zum 19. Januar erzwingen soll. Andernfalls drohen ein Bann aus den App-Stores sowie der Verlust wichtiger Infrastruktur.
Trump: TikTok hat "Platz in meinem Herzen"
Das Datum fällt einen Tag vor Trumps Amtseinführung. Dieser hatte in seiner ersten Amtszeit selbst vergeblich versucht, den Verkauf von TikTok durchzusetzen. Im Wahlkampf sprach sich Trump denn plötzlich doch gegen ein Verbot der Plattform aus.
Kürzlich betonte er, TikTok habe einen "Platz in seinem Herzen". Zwar kann Trump das Gesetz nicht eigenhändig aushebeln, doch unter seiner Regierung würde das Justizministerium für dessen Umsetzung verantwortlich sein.
Sie wollen auf dem Laufenden bleiben? Dann sind Sie beim ZDFheute-WhatsApp-Channel richtig. Hier erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten auf Ihr Smartphone. Nehmen Sie teil an Umfragen oder lassen Sie sich durch unseren Podcast "Kurze Auszeit" inspirieren. Zur Anmeldung: ZDFheute-WhatsApp-Channel.
Mehr zu TikTok
Kommt das Verbot?:TikTok-Klage in den USA abgewiesen
mit Video4:28Kippt Trump TikTok-Verbot?:Trumps Wiederwahl: Was passiert mit TikTok?
Sophie Steinfeld, Washington D.C.mit Video38:36Neues Jugendschutzgesetz:Australien: TikTok & Co erst ab 16
Zurück an den Herd:Warum der "Tradwife"-Trend gefährlich ist
Katharina Schuster, Washington D.C.
Mehr zu Donald Trump
Reaktion auf Trumps Sicherheitsstrategie:EU-Außenbeautragte Kallas glaubt weiter an Bündnis mit USA
mit Video0:31Der Fall des Richters Nicolas Guillou:Wie werden wir unabhängig von US-Technologie?
mit Video50:16"Der Gegensatz ist erstaunlich":ZDF-Korrespondent: WM soll verbinden, USA grenzen aus
mit Video2:43- FAQ
"Widerstand gegen Kurs Europas":Was steckt hinter Trumps nationaler Sicherheitsstrategie?
Katharina Schuster, Washington D.C.mit Video3:57 Nachrichten:Trump erhält Friedenspreis - nicht überraschend
Video0:34Fifa übergibt Auszeichnung:Trump erhält umstrittenen Friedenspreis
Video0:28WM-Gruppen-Auslosung:Trump erhält den Friedenspreis der Fifa
Video0:27- Analyse
FIFA ehrt US-Präsident Donald Trump:Kein Friedensnobelpreis, aber doch ein Friedenspreis
Katharina Schuster, Washington D.C.mit Video0:27