Trump-Sprecherin Zacharias ist bei Anwaltsprüfung durchgefallen

Zweifel an Katie Zacharias Qualifikation:Trump-Sprecherin ist bei Anwaltsprüfung durchgefallen

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Trumps neue Sprecherin steht wegen Zweifeln an ihrer beruflichen Qualifikation unter Druck: Katie Zacharia behauptete mehrfach, Anwältin zu sein - und musste nun zurückrudern.

Archiv: Katie Zacharia bei der Ankunft auf dem Glacier Park International Airport, aufgenommen am 14.10.26

Für Schlagzeilen sorgt Katie Zacharia, da sie sich als Anwältin bezeichnet, obwohl sie eine Anwaltsprüfung offenbar nicht bestanden hat. (Archivbild)

Quelle: Alex Brandon / AP

In der Debatte um ihre beruflichen Qualifikationen hat die neue Sprecherin des Weißen Hauses, Katie Zacharia, zugegeben, bei einer Anwaltsprüfung durchgefallen zu sein. In einem außergewöhnlich kritischen Interview verneinte sie die Frage des Fox-News-Moderators Sean Hannity, ob sie die Prüfung bestanden habe. Auf Nachfragen gab sie zudem zu, die Prüfung nicht wiederholt zu haben.

Zacharia schiebt China-Aufenthalt vor

Dass Hannity Zacharia so kritische Fragen stellte, ist bemerkenswert. Er gilt als einer der engsten Vertrauten von US-Präsident Donald Trump. Auf Fox News verteidigt er dessen Politik sonst regelmäßig - umso ungewöhnlicher waren seine Fragen an Zacharia.

Unter anderem konfrontierte er sie damit, dass sie Medienberichten zufolge selbst in rund 15 Social-Media-Posts eine Anwaltsbezeichnung genutzt habe, obwohl sie die entsprechende Zulassung dafür nicht nachgewiesen habe. Auch fragte er sie, warum sie nicht einfach zugegeben habe, die Prüfung nicht bestanden zu haben.

Zacharia versuchte, die Angelegenheit herunterzuspielen. Da sie gewusst habe, dass sie in China leben würde, hätte das Ergebnis der Prüfung keine Rolle mehr gespielt. Sie habe die Prüfung abgelegt, um keinen Rückzieher zu machen.

Die Silhouette Donald Trumps vor einer US-Flagge, darunter der Schriftzug "Der Trump-Effekt"

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Zacharia steht wegen Berufsbezeichnung unter Druck

Kritiker und einige Rechtsexperten monieren, dass sie sich wiederholt als Anwältin bezeichnet habe, obwohl bislang keine entsprechende Zulassung nachgewiesen sei. Die Vertraute von US-Präsident Trump hatte nach Informationen des "Wall Street Journal" die Anwaltsprüfung im US-Bundesstaat Kalifornien im Jahr 2011 nicht bestanden.

Im Kern geht es darum, dass es zwischen den englischen Begriffen "attorney" und "lawyer" einen feinen Unterschied gibt. Obwohl beide Wörter weitgehend gleichbedeutend für Anwälte verwendet werden, setzt "attorney" eindeutig eine Anwaltszulassung voraus. "Lawyer" wird teils auch für Juraabsolventen verwendet. Trump selbst hatte Zacharia bei ihrer Ernennung als "attorney" bezeichnet.

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Zwei Organisationen fordern Untersuchungen

Zacharia hat einen Juraabschluss der Pepperdine University und arbeitete anschließend für eine renommierte Kanzlei in China. In der Vergangenheit bezeichnete sie sich bei Fernsehauftritten wiederholt als "lawyer". Zudem führte sie in ihrem Lebenslauf eine Tätigkeit als "General Counsel", also als leitende Rechtsberaterin, für eine konservative Organisation in Kalifornien auf.

Inzwischen forderten zwei gemeinnützige Organisationen die kalifornische Anwaltskammer auf, Zacharias Angaben und eine mögliche unerlaubte anwaltliche Tätigkeit zu überprüfen. Eine der Beschwerden richtet sich auch an die Generalstaatsanwaltschaft des Bundesstaates. Nach kalifornischem Recht kann es strafbar sein, ohne entsprechende Zulassung vorzugeben, zur anwaltlichen Berufsausübung berechtigt zu sein.

USA, Washington: Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Katie Zacharia, spricht mit Reportern im James-Brady-Presseraum des Weißen Hauses

Mit einer Lobeshymne auf den US-Präsidenten hat die neue Sprecherin von Donald Trump ihr Debüt im Weißen Haus gegeben. Doch nach 14 Minuten war der Auftritt von Katie Zacharia schon vorbei.

14.10.2026 | 0:50 min

Kurzes Debüt am Dienstag

Zacharia hatte am Dienstag ihr Debüt im Presseraum des Weißen Hauses gegeben. Dabei wirkte die frühere Fernsehkommentatorin stellenweise nervös und verhaspelte sich mehrfach. Nach weniger als einer Viertelstunde beendete sie die Runde. Das "Wall Street Journal" berichtete daraufhin von Zweifeln auch unter Trump-Verbündeten, ob sie der anspruchsvollen Aufgabe gewachsen sei.

Zacharia ist Nachfolgerin der zurückgetretenen Sprecherin Karoline Leavitt. Zuvor arbeitete Zacharia unter anderem für Trump Media and Technology - die Gruppe hinter der Truth-Social-Plattform des Präsidenten.

Die Anhängerin von Trumps MAGA-Bewegung übernimmt die Kommunikationsrolle im Weißen Haus zu einem Zeitpunkt, an dem Trumps Republikanern laut Umfragen schwere Niederlagen bei den im November anstehenden Kongresswahlen drohen.

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Quelle: dpa, AFP
Über Zacharias Debüt im Weißen Haus berichtete ZDFheute Xpress in dem Beitrag "Katie Zacharia hält erste Pressekonferenz im Weißen Haus" am 14.10.2026 um 3:55 Uhr.

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