Festnahme nahe Trump-Kundgebung gibt Rätsel auf - Wahlkampf

US-Wahlkampf:Festnahme nahe Trump-Kundgebung gibt Rätsel auf

|

Die Polizei hat einen 49-jährigen Mann nahe einer Trump-Veranstaltung festgenommen. Er war bewaffnet und soll versucht haben, an Donald Trump heranzukommen, heißt es.

Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung in Arizona

Trump-Auftritt in Kalifornien: Bewaffneter Mann nahe Veranstaltungsort festgenommen.

Quelle: AFP

Die Festnahme eines bewaffneten Mannes vor einer Wahlkampfkundgebung des republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump gibt Rätsel auf. Die Polizei hielt am Samstag vor einem Auftritt Trumps im Süden des Bundesstaates Kalifornien bei einer Zugangskontrolle einen Mann auf, der mit einem Auto auf das Gelände fahren wollte.

Polizei findet Waffen, Munition und selbstgemachtes Nummernschild

Der örtliche Sheriff Chad Bianco sagte später, der Mann habe zwei nicht registrierte Waffen und Munition bei sich gehabt sowie verschiedene Pässe und Führerscheine mit verschiedenen Namen. Auch das Auto sei nicht zugelassen gewesen und das Nummernschild "selbstgemacht".

Wähler in Verkleidung USA-Motiv und Antje Pieper rechts im Bild mit Rücken in Kamera

Trump oder Harris – wer gewinnt den Kampf ums Weiße Haus? Antje Pieper war unterwegs in den hart umkämpften Swing States, in denen die Wahl entschieden wird.

10.10.2024 | 44:16 min

Laut Polizei gibt es Hinweise darauf, dass der Mann einer Gruppe angehört, die mit den "Reichsbürgern" in Deutschland vergleichbar ist.

Der 49-Jährige sei vorübergehend in Gewahrsam genommen worden wegen Verstößen gegen das Waffenrecht. Kurz darauf sei er gegen Kaution wieder freigekommen, sagte Bianco. Die Ermittlungen liefen noch.

Secret Service: Trump war nicht in Gefahr

Die Festnahme ereignete sich, bevor Trump überhaupt auf dem Gelände der Kundgebung eintraf. Der Secret Service, der für Trumps Schutz zuständig ist, betonte, der Ex-Präsident sei nicht in Gefahr gewesen. Sheriff Bianco gab sich aber - ohne Nennung konkreter Belege - überzeugt, dass die Polizei "etwas Schlimmes verhindert" und wahrscheinlich ein drittes Attentat auf Trump vereitelt habe.

US-Wahl: Wie eine Demokratie kippen kann

MAITHINK X schaut auf die Pläne der amerikanischen Rechten. Sie erregen weniger Aufsehen als Trump, sind aber umso gefährlicher. Gerät die Demokratie ins Kippen?

13.10.2024 | 27:30 min

Nach der Freilassung des Verdächtigen sprachen mehrere US-Journalisten mit dem Mann, der den Vorwurf eines Anschlagskomplotts demnach als Schwachsinn zurückwies. Er sei vielmehr ein großer Trump-Fan, sagte ein Bekannter des Mannes der "Daily Mail".

Die "New York Post" zitierte Sicherheitskreise, nach deren Angaben es der Secret Service für unwahrscheinlich halte, dass der Mann ein Attentat auf Trump verüben wollte.

Dashboard US-Wahl 2024 Harris vs. Trump

ZDFheute Infografik

Ein Klick für den Datenschutz

Für die Darstellung von ZDFheute Infografiken nutzen wir die Software von Datawrapper. Erst wenn Sie hier klicken, werden die Grafiken nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server von Datawrapper übertragen. Über den Datenschutz von Datawrapper können Sie sich auf der Seite des Anbieters informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutzeinstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Meine News“ jederzeit widerrufen.

Die Bundespolizei FBI untersuche den Vorfall auch nicht als mögliches Attentat. Vermutlich habe der Verdächtige als Mitglied einer rechtsextremen Gruppe die Waffen lediglich zur "persönlichen Verteidigung" bei sich geführt, berichtete das Boulevardblatt weiter.

Attentat Mitte Juli auf Ex-Präsident Trump

Mitte Juli hatte ein Schütze bei einer Wahlkampfveranstaltung in Pennsylvania von einem nahegelegenen Dach auf Trump geschossen und den Republikaner am Ohr verletzt. Der Täter wurde von Sicherheitskräften erschossen, ein Besucher starb.

Der Secret Service geht außerdem davon aus, kurz darauf noch ein zweites Attentat auf Trump in Florida vereitelt zu haben.

Quelle: dpa, afp

Mehr zu den Wahlen in den USA

  1. Das US-Kapitol in Washington, DC.
    Schwerpunkt

    Nachrichten & Analysen:Wahlen in den USA


  2. Kapitol in Washington - Gerrymandering ist vor den Zwischenwahlen in den USA wieder Thema
    Story

  3. Kamala Harris steht an einem Rednerpult. Sie lächelt.
    Thema

    Nachrichten & Hintergründe:Kamala Harris


  4. Donald Trump spricht auf einer Wahlkampfveranstaltung in ein Mikrofon
    Thema

    Nachrichten & Hintergründe:Donald Trump


  5. Eine Frau gibt ihre Stimme bei der vorzeitigen Stimmabgabe für die US-Präsidentschaftswahlen in einem Wahllokal der Ottawa Hills High School in Grand Rapids, Michigan, ab.
    Analyse

    Trumps Republikaner im US-Kongress:"SAVE America Act": Neuer Angriff auf das US-Wahlsystem?

    Katharina Schuster, Washington D.C.
    mit Video2:15

  6. Das State Capitol in Austin, Texas

  7. US-Präsident Trump

    Ein Jahr nach den US-Wahlen 2024:Regierung vs. Justiz: Uneingeschränkte Macht für Trump?

    Beatrice Steineke, Washington, D.C.
    mit Video4:37

  8. US-Präsident Donald Trump

    Verfassungsänderung nötig:Trump zu dritter Amtszeit: "Ich würde es gern machen"

    mit Video1:30

  9. Das Repräsentantenhaus versucht, zusammenzutreten, kann dies jedoch nicht, da die texanischen Demokraten am Dienstag, den 12. 8. 2025, im Texas Capitol in Austin das Quorum gebrochen haben.
    FAQ

    Machtmissbrauch durch Trump?:In Texas eskaliert ein Streit um Wahlkreise

    Katharina Schuster, Washington D.C.
    mit Video0:30

  10. Ein Wahlschild und eine amerikanische Flagge sind vor einem Vorwahlbüro in Dearborn, Michigan zu sehen

  11. Das Bild zeigt eine Vorstellung des Textbots ChatGPT

  12. Robert F. Kennedy Jr. und Donald Trump

    Hegseth, Rubio, Kennedy und Co.:Trump-Regierung: Das sind die Mitglieder

    mit Video1:39