Ukraine will Russlands Verluste massiv erhöhen

Analyse

Kiew nennt konkrete Zahlen:Ukraine will Russlands Verluste massiv erhöhen

von Christian Mölling, András Rácz

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Zuletzt hat Russland mehr Soldaten verloren, als es rekrutieren konnte. Die Ukraine will dem Angreifer noch höhere Verluste zufügen. Doch Moskau dürfte seine Taktik anpassen.

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Der am 14. Januar 2026 ernannte ukrainische Verteidigungsminister Mykhailo Fedorov kündigte kurz nach seinem Amtsantritt Pläne an, die Verluste der russischen Armee radikal zu erhöhen. Fedorov sprach von der "Notwendigkeit", monatlich etwa 50.000 russische Soldaten zu töten.

Das Ziel besteht darin, Russland so schwere Verluste zuzufügen, dass weitere Offensivbemühungen entscheidend geschwächt und langfristig die Kriegsanstrengungen Russlands unhaltbar werden.



Fedorov gab nicht viele Details darüber preis, auf welche Weise er dieses Ziel erreichen wollte. Er deutete nur an, dass eine engere Koordination und ein effizienterer, massiverer Einsatz von Drohnen Schlüsselelemente sein könnten.

Mit "Verlusten" sind getötete sowie verwundete und vermisste Soldaten gemeint. Analysiert man die Daten aus dem Jahr 2025, so lag die Zahl tödlicher Verluste bei der russischen Armee bei durchschnittlich etwa 29.000 Soldaten pro Monat.

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Hohe russische Verluste auch Folge von Moskaus Infiltrationstaktik

Im Laufe des Jahres stieg diese Zahl jedoch an: Im Dezember 2025 verlor Russland nach offiziellen Angaben der Nato 30.000 Soldaten. Zu dieser Zahl der Gefallenen müssen noch mindestens weitere 30.000 Verwundete und Vermisste hinzugerechnet werden. So summiert sich die Zahl der Verluste auf ca. 60.000 Soldaten.

Dies setzte sich auch im Januar 2026 weiter fort: Nach Angaben der Ukraine und der Nato wurden mehr als 30.000 Russen getötet, überwiegend durch ukrainische Drohnen auf dem Schlachtfeld.

Die hohen Verluste sind jedoch auch eine Folge der russischen Infiltrationstaktik, die an der gesamten Front angewendet wird: Durch das Vorrücken kleiner Infanteriegruppen in der Hoffnung, dass diese sich durch die dünn besetzten ukrainischen Linien schleichen können, spart Russland zwar Kampffahrzeuge, opfert aber viel mehr Soldaten.

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Zahlen zu Gefallenen wahrscheinlich höher

Es ist wichtig zu beachten, dass diese 30.000 Toten im Januar nur die Verluste umfassen, von denen es visuelle Aufnahmen gibt, zum Beispiel Drohnenaufnahmen.

Daneben gibt es auch Verluste, die nicht visuell dokumentiert sind: Soldaten, die in einstürzenden Gebäuden ums Leben kommen, oder verwundete Soldaten, die beispielsweise in Schützengräben und Unterständen verbluten. Daher muss man diese 30.000 Gefallenen für Dezember und Januar als Mindestwerte betrachten.

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Rückgang bei Russlands Rekrutierungen

Im Jahr 2025 rekrutierte Russland etwa 403.000 bis 405.000 Männer für den vertraglich vereinbarten Militärdienst. Dies entspricht einem Rückgang von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Diese Zahl bedeutet, dass die monatliche Durchschnittszahl der Rekruten bei etwa 34.000 liegt - also deutlich unter den monatlichen Gesamtverlusten Russlands im Dezember 2025 und Januar 2026 - den oben genannten 60.000 Gefallenen, Verwundeten oder Vermissten.

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Russland dürfte Taktiken anpassen

Sollte sich die aktuelle Entwicklung fortsetzen, werden die Kriegsanstrengungen Russlands in Bezug auf die Mannstärke zunehmend unhaltbar. Moskau könnte die derzeitige Intensität der Kämpfe nicht aufrechterhalten.

Allerdings ist damit zu rechnen, dass Russland seine Taktiken anpassen wird - und auch die Rekrutierung. Aber all dies bedeutet dennoch, dass es für Russland schwieriger und kostspieliger werden könnte, den Krieg wie bislang fortzusetzen.

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Über dieses Thema berichteten verschiedene Sendungen, etwa ZDFheute Xpress am 11.02.2026 um 09:20 Uhr und ZDFheute Xpress am 10.02.2026 um 19:46 Uhr in dem Beitrag "Musk stoppt Starlink für Russlands Militär".  

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