Präsident hält Neujahrsansprache:Selenskyj sieht Ukraine "zehn Prozent" von Abkommen entfernt
"Zehn Prozent" zu einem Abkommen, an denen "das Schicksal des Friedens" hängt: Die Ukraine wolle ein Kriegsende, betont Selenskyj. Die wichtigsten Fragen seien aber noch offen.
Das Friedensabkommen zur Beendigung des Krieges mit Russland ist laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu 90 Prozent fertig.
01.01.2026 | 0:55 minDie Ukraine ist laut Präsident Wolodymyr Selenskyj "zehn Prozent" von einem Abkommen zur Beendigung des Krieges mit Russland entfernt - allerdings sind seinen Angaben nach die wichtigsten Fragen noch offen. "Das Friedensabkommen ist zu 90 Prozent fertig. Zehn Prozent bleiben", sagte Selenskyj in einer Neujahrsansprache. Diese restliche Verhandlungsmasse seien "die zehn Prozent, die das Schicksal des Friedens, das Schicksal der Ukraine und Europas bestimmen werden", fügte er hinzu.
X-Post von Selenskyj
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Selenskyj sagte, sein Land wolle ein Ende des Krieges, aber nicht "um jeden Preis". Ein Abkommen müsse starke Sicherheitsgarantien beinhalten, um Russland von einer erneuten Invasion abzuhalten.
Wir glauben an den Frieden, kämpfen dafür und arbeiten dafür.
Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine
Der russische Präsident Wladimir Putin betonte in seiner Neujahrsansprache, er glaube an einen Sieg Russlands. Von den Verhandlungen mit den USA über eine Beendigung des Krieges oder der Hoffnung auch vieler Russen auf Frieden war indes keine Rede in der Botschaft.
Witkoff telefoniert erneut mit Ukrainern und Europäern
Wenige Stunden vor der Veröffentlichung von Selenskyjs Ansprache telefonierte unter anderem der US-Sondergesandte Steve Witkoff mit ukrainischen und europäischen Sicherheitsberatern. Thema sollen erneut die nächsten Schritte zur Beendigung des seit fast vier Jahren andauernden Krieges gewesen sein.
Die diplomatischen Bemühungen für ein Ende des russischen Angriffskriegs in der Ukraine hatten sich zuletzt wieder intensiviert. Nach einem Treffen zwischen Selenskyj und US-Präsident Donald Trump in dessen Privatresidenz in Florida am Sonntag hatte der vermittelnde Gastgeber von "großen Fortschritten" bei den Verhandlungen gesprochen. Besonders umstrittene Territorialfragen sind jedoch weiterhin nicht gelöst.
Zuletzt wurde auch wieder die ukrainische Region Odessa Ziel russischer Drohnenangriffe.
31.12.2025 | 0:23 minAngriffe und Schuldzuweisungen gehen weiter
In den vergangenen Tagen gingen die gegenseitigen Schuldzuweisungen und Angriffe unvermindert weiter: Russland warf der Ukraine vor, die Residenz von Präsident Putin angegriffen zu haben. Kiew bestreitet dies. Auch der US-Geheimdienst CIA gelangte laut Medienberichten zur Erkenntnis, dass die Ukraine weder Putin ins Visier genommen noch eine seiner Residenzen angegriffen hat.
Russland wirft der Ukraine vor, eine Residenz von Präsident Putin angegriffen zu haben. Die Ukraine dementiert: Die Attacke habe nicht stattgefunden.
30.12.2025 | 1:46 minDie EU warf Moskau vor, die Verhandlungen durch derlei "unbegründete Behauptungen" untergraben zu wollen. Sowohl Russland als auch die Ukraine meldeten zudem weitere Angriffe mit Verletzten.
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