Nach Huthi-Angriffen in Saudi-Arabien: Sorge vor Eskalation

Folgen für Iran-Gespräche befürchtet:Nach Huthi-Angriffen in Saudi-Arabien: Sorge vor Eskalation

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Verletzte bei Huthi-Angriffen, Saudi-Arabien wappnet sich: Der Konflikt im Nahen Osten weitet sich offenbar aus. Eine Friedenslösung im Iran-Krieg könnte dadurch erschwert werden.

Bewaffnete Mitglieder der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz nehmen an einer Demonstration gegen die USA und Israel teil.

Huthi-Rebellen haben nach saudischen Angaben Ziele in Saudi-Arabien angegriffen. Dabei sollen mehrere Zivilisten verletzt worden sein. Die UN rufen die Konfliktparteien zur Zurückhaltung auf.

07.08.2026 | 0:22 min

Der eskalierende Konflikt zwischen Saudi-Arabien und der Huthi-Miliz im Jemen droht eine Friedenslösung im Iran-Krieg zu erschweren. In der Nacht wurden nach Angaben des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses im Jemen bei Angriffen der von Iran unterstützten Huthi mindestens elf Zivilisten in Saudi-Arabien verletzt.

Zudem rechnet das Königreich Berichten zufolge "in sehr naher Zukunft" mit koordinierten Angriffen durch irakische Milizen und Huthi-Rebellen unter Anleitung von Irans mächtigen Revolutionsgarden.

Trump: Denke, dass der Krieg ziemlich bald endet

US-Präsident Donald Trump geht dagegen nach eigenen Angaben weiter davon aus, dass der Iran-Krieg "ziemlich bald" enden und eine Einigung zur Öffnung der Straße von Hormus bevorstehen könnte. Er äußerte die Vermutung, dass Iran unter dem militärischen und politischen Druck der USA und ihrer Verbündeten bald einknicken dürfte. Vor Reportern im Oval Office sagte er:

Ich denke nicht, dass sie noch lange durchhalten können.

Donald Trump, US-Präsident

Manche Experten vermuten indes, dass den USA vorher selbst die Puste ausgehen könnte, weil die kostspielige Dauerbelastung des Kriegs für Trumps Regierung eine innenpolitische und wirtschaftliche Hypothek vor den wichtigen Parlamentswahlen im November ist. Auf die Frage, ob eine Einigung zur Öffnung der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormus erreicht worden sei, sagte Trump, er sei in Verhandlungen eingebunden. "Es könnte bald sein."

Unabhängig von den USA hatten Iran und der ebenfalls an die Meerenge grenzende Oman zuvor bekanntgegeben, kurz vor einer Einigung für die blockierte Straße von Hormus zu stehen.

Iran-Krieg lässt weiteren Konflikt neu eskalieren

Die nächtlichen Angriffe in Saudi-Arabien befeuern nun Befürchtungen, dass sich der ohnehin schon komplexe Konflikt im Nahen Osten ausweiten könnte. Das sunnitische Königreich kämpft gemeinsam mit der international anerkannten Regierung im Jemen seit mehr als zehn Jahren gegen die schiitische Huthi-Miliz. Im Zuge des Iran-Kriegs ist nun auch dieser Konflikt aufs Neue eskaliert.

Karte: Saudi-Arabien, Jemen, Iran
Quelle: ZDF

Sieben der elf Verletzten seien saudi-arabische Staatsbürger, die bei dem Beschuss in der Region Nadschran unter anderem Verbrennungen erlitten hätten, teilte Koalitionssprecher Turki al-Maliki in der Nacht auf der Plattform X mit. Zudem seien zwei Staatsbürger Ägyptens und jeweils einer aus Pakistan und dem Jemen bei den "terroristischen Huthi-Angriffen" am Donnerstag verletzt worden.

X-Post von Koalitionssprecher Turki al-Maliki

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Vor einigen Wochen eskalierten die Kämpfe mit Luftangriffen in der Hauptstadt Sanaa. Die Huthi griffen in der Folge auch mehrere saudische Schiffe an oder zwangen sie zumindest zu Kurswechseln. Am Donnerstag wurden bei Attacken der Huthi im Jemen dann Regierungskreisen zufolge mehrere Menschen getötet und verletzt. Die Miliz habe mit Raketen und Drohnen Einrichtungen der Streitkräfte in den jemenitischen Provinzen Marib und Hadramaut angegriffen, teilte das Verteidigungsministerium mit.

Ein Sprecher der Huthi-Miliz hält eine Ansprache.

Die von Iran unterstützten Huthi-Rebellen haben nach eigenen Angaben zwei saudische Öl-Tanker angegriffen. Die Miliz hatte eine Seeblockade im Roten Meer für saudi-arabische Schiffe ausgerufen.

23.07.2026 | 0:25 min

Saudi-Arabien rechnet mit koordinierten Angriffen

Saudi-Arabien wappnet sich nun Berichten zufolge: Demnach sollen einige Mitglieder irakischer Milizen in Abstimmung mit den Huthi-Rebellen planen, den Golfstaat "in sehr naher Zukunft" unter Anleitung der iranischen Revolutionsgarden anzugreifen. Verschiedene Medien wie der US-Sender CNN beriefen sich dabei auf einen saudi-arabischen Beamten, der auf Geheimdienstberichte aus den USA, Saudi-Arabien und anderen Ländern der Nahost-Region verwiesen habe.

Der Beamte sagte laut CNN, durch die geplanten Angriffe sollten Fortschritte in den Verhandlungen über eine Beendigung des Iran-Kriegs sabotiert werden. Potenzielle Ziele seien überwiegend "zivile und wirtschaftliche Einrichtungen" wie Energieanlagen, Häfen und Flughäfen. Trotz der Berichte werde Saudi-Arabien seine Deeskalationsbemühungen mit irakischen Behörden fortsetzen.

Zwei bewaffnete Kämpfer

Die Huthi-Miliz in Jemen hat mithilfe von Iran im Bürgerkrieg 2014 einen Teil des Landes erobert und erhält weiterhin Waffen. Im Roten Meer drohen die Huthi-Rebellen nun mit einer Seeblockade.

22.07.2026 | 6:20 min

Erdogan und Sharif in Saudi-Arabien erwartet

Heute wird der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan zu Gesprächen in Saudi-Arabien erwartet. Dort ist unter anderem ein Treffen mit dem saudi-arabischen Kronprinzen und faktischen Herrscher des Königreichs, Mohammed bin Salman, und mit dem pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif geplant. Über Inhalte wurde offiziell zunächst nichts bekannt. Laut regionalen Quellen soll eine gemeinsame Verteidigungsvereinbarung unterzeichnet werden.

Die Länder bemühen sich als Vermittler im Krieg zwischen Iran und den USA um Deeskalation. Pakistan versucht, beide Seiten dazu zu bewegen, die Verhandlungen wieder aufzunehmen.

Quelle: dpa
Über dieses Thema berichtet das ZDF in mehreren Sendungen, unter anderem in der heute Xpress am 23.07.2026 ab 07:30 Uhr sowie in der heute Xpress am 07.08.2026 ab 07:30 Uhr.

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