Rotes Meer: Saudi-arabischer Tanker von Huthi-Miliz angegriffen

Rotes Meer:Saudi-arabischer Tanker von Huthi-Miliz angegriffen

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Die jemenitische Huthi-Miliz hat im Roten Meer mindestens einen saudi-arabischen Öltanker beschossen. Saudi-Arabien meldet, an Bord sei Feuer ausgebrochen, die Crew sei unverletzt.

Ein Sprecher der Huthi-Miliz hält eine Ansprache.

Die von Iran unterstützten Huthi-Rebellen haben nach eigenen Angaben zwei saudische Öl-Tanker angegriffen. Die Miliz hatte eine Seeblockade im Roten Meer für saudi-arabische Schiffe ausgerufen.

23.07.2026 | 0:25 min

Ein Schiff einer Reederei aus Saudi-Arabien ist im Roten Meer angegriffen worden. Das Schiff sei nach Angaben des Kapitäns von einem unbekannten Geschoss getroffen worden, das ein Feuer ausgelöst habe, teilte die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) mit. Verletzte gebe es nicht.

Seeblockade im Roten Meer

Die Huthi-Miliz will eine wichtige Ölroute im Roten Meer blockieren. So sollen Schiffe daran gehindert werden, saudische Häfen anzusteuern. Was dahintersteckt – ZDFheute live analysiert.

22.07.2026 | 22:27 min

Saudi-Arabien: Besatzung ist in Sicherheit

Ein Beamter der saudi-arabischen Verkehrsbehörde TGA sagte der amtlichen Nachrichtenagentur Spa, der Brand sei am Bug der "Encelia" ausgebrochen, die Besatzung in Sicherheit. Der Angriff verstoße gegen Völkerrecht und das Prinzip der sicheren Passage von Handelsschiffen. Der Vorfall ereignete sich laut UKMTO knapp 130 Kilometer südwestlich des Küstenorts Al-Schukaik in Saudi-Arabien.

Zwei bewaffnete Kämpfer

Die Huthi-Miliz in Jemen hat mithilfe Irans im Bürgerkrieg 2014 einen Teil des Landes erobert und erhält weiterhin Waffen. Im roten Meer drohen die Huthi-Rebellen nun mit einer Seeblockade.

22.07.2026 | 6:20 min

Die von Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen teilte etwa zur gleichen Zeit mit, sie habe zwei saudi-arabische Öltanker angegriffen, die die von ihr ausgerufene "Blockade" im Roten Meer verletzt hätten. Das berichtete die von der Miliz kontrollierte Nachrichtenagentur Saba. Es seien Raketen, Marschflugkörper und Drohnen eingesetzt worden. Auf beiden Schiffen brachen demnach Feuer aus, etwa zehn Schiffe seien zur Umkehr gezwungen worden.

Huthi rufen Blokade für Schiffe aus Saudi-Arabien aus

Die Huthi hatten am Montag eine "Blockade" für saudi-arabische Schiffe angekündigt - rund eine Woche nach einer neuen Konfrontation mit dem benachbarten Königreich, das seit mehr als zehn Jahren Krieg gegen die Miliz führt. Für Saudi-Arabien gelte ab sofort ein "Verbot der Schifffahrt", sagte Huthi-Militärsprecher Jahja Sari. Er ließ aber offen, in welchen Gewässern das Verbot gelten solle.

Eine Karte des Roten Meeres

Die Huthi behindern den Schiffverkehr im Roten Meer an der Meerenge Bab al-Mandab.

Quelle: ZDF

Die Huthi kontrollieren im Jemen vor allem den Norden des Landes und weite Teile der westlichen Küste am Roten Meer. Von dort aus können sie mit ihrem Arsenal aus Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern auch Schiffe in der Meerenge Bab al-Mandab angreifen, die zusammen mit der Straße von Hormus zu den wichtigsten Seewegen weltweit zählt.

Situation an Straße von Hormus Ursache

Wegen der faktischen Blockade der Straße von Hormus im Iran-Krieg exportiert Saudi-Arabien einen großen Teil seines Öls derzeit über eine Pipeline aus dem Osten zum Hafen Janbu am Roten Meer.

Hayali Neuhann Schaltgespräch 21.7.26

Blockierte Meeresengen belasteten den Welthandel, sagt ZDF-Wirtschaftsexperte Florian Neuhann. Die Abriegelung von Bab al-Mandab könne sich zudem auf Rohöl-Exporte auswirken.

21.07.2026 | 2:48 min

In den vergangenen Jahren beeinträchtigten die Huthi mit Angriffen im Roten Meer - im Zusammenhang mit dem Gaza-Krieg - den Welthandel mehrfach massiv. Durch das Rote Meer und die Meerenge Bab al-Mandab ("Tor der Tränen" oder "Tor der Klagen") vor Jemens Küste führt der Seeweg von Asien über den Suezkanal nach Europa.

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Quelle: dpa
Über dieses Thema berichtet das ZDF laufend, zuletzt in der heute Xpress am 23.07.2026 ab 07:30 Uhr.

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