Kritische Lage in der Straße von Hormus:Neue US-Angriffe und Sorgen vor Ausweitung des Iran-Kriegs
Die neunte Nacht in Folge greifen die USA Ziele in Iran an, in der Straße von Hormus soll ein Schiff in Flammen stehen. Laut Berichten verlegt das US-Militär weitere Kampfjets.
Die USA haben ihre Angriffe auf den Iran verstärkt. Als Reaktion auf iranischen Beschuss von US-Basen haben die USA etwa iranische Kommandozentren angegriffen.
20.07.2026 | 2:33 minWährend sich die Streitkräfte der USA und Irans in einer weiteren Nacht gegenseitig attackieren, wächst die Sorge vor einem noch umfassenderen Krieg. Washington verlegt US-Medienberichten zufolge weitere Kampf- und Tankflugzeuge in die Konfliktregion.
Um Angriffe Irans auf Handelsschiffe in der für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtigen Straße von Hormus zu unterbinden, bombardierte das US-Militär derweil in der nunmehr neunten Nacht in Folge Ziele in der Islamischen Republik. Von dort wurden Explosionen in gleich mehreren Gebieten gemeldet.
Bereits in acht Nächten zuvor hatten die USA Ziele in Iran angegriffen. Beide Seiten sehen sich nicht mehr an die Waffenruhe gebunden.
19.07.2026 | 1:25 minErneute US-Angriffe auf Iran
Man habe in Iran militärische Kommandozentralen, Anlagen zur Flugabwehr und Küstenüberwachung, Vorrichtungen für Raketenabschüsse und Drohnenstarts sowie Kommunikationsnetzwerke ins Visier genommen, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom nach Abschluss der jüngsten Angriffswelle am frühen Morgen deutscher Zeit auf der Plattform X mit.
Centcom-Post auf X
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Damit solle die Fähigkeit Irans weiter geschwächt werden, Handelsschiffe und zivile Seeleute in der Straße von Hormus anzugreifen. US-Außenminister Rubio sagte, die Vereinigten Staaten würden "weiterhin tun, was nötig ist, um die weltweite Schifffahrt zu schützen". Andere Staaten müssten jedoch "durch Ausrüstung oder Finanzmittel" ihren Beitrag dazu leisten.
"Die Absicht ist, Iran weiter unter Druck zu setzen", sagt ZDF-Korrespondent David Sauer.
16.07.2026 | 2:42 minBrennendes Schiff in Straße von Hormus gemeldet
In der Straße von Hormus geriet derweil nach Informationen der britischen Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) ein Schiff in Flammen. Der Vorfall habe sich acht Seemeilen (knapp 15 Kilometer) nordwestlich des omanischen Ortes Kumzar ereignet. Die Brandursache sei zunächst noch unklar.
Schiffen werde empfohlen, die Region mit Vorsicht zu durchfahren, während der Vorfall untersucht werde, hieß es. Iran beansprucht die Kontrolle des Schiffsverkehrs in der Meerenge für sich und verlangt, dass Schiffe eine Route entlang seiner Küste nehmen und nicht die Route vor der Küste des Oman.
"Ölpreise werden hoch bleiben", so die Einschätzung von Frank Bethmann aus der ZDF-Wirtschaftsredaktion.
15.07.2026 | 1:05 minUS-Präsident Donald Trump begründete die jüngsten US-Angriffe mit dem Tod mehrerer US-Soldaten. Die Angriffe seien "zu Ehren" der Soldaten erfolgt. "Wir haben sie (die Iraner) heute Nacht wieder sehr hart getroffen", sagte Trump.
USA: Berichte über Verlegung weiterer Kampfjets
Laut "Wall Street Journal" verlegen die USA nun unter anderem Kampfflugzeuge vom Typ F-16 vom US-Flugplatz Spangdahlem in der Eifel in den Nahen Osten. Zudem würden F-35-Kampfflugzeuge von dem von den USA genutzten Stützpunkt RAF Lakenheath in Großbritannien geschickt, hieß es. Auch Tankflugzeuge befinden sich demnach auf dem Weg in die Region. Die "New York Times" meldete dies ebenfalls unter Berufung auf US-Beamte.
Wie lange kann Trump den Krieg noch fortführen? Die Analyse bei ZDFheute live
13.07.2026 | 23:37 minLaut der iranischen Nachrichtenagenturen wurden Explosionen im Norden des Landes, in der südöstlichen Provinz Sistan-Belutschistan, in der Provinz Buschehr, in mehreren Hafenstädten und im Raum Sirik nahe der Straße von Hormus gemeldet. In der Hauptstadt Teheran wächst in der Bevölkerung unterdessen die Sorge vor Angriffen auch in der Millionenmetropole, sollte der Krieg weiter eskalieren.
Kuwait und Bahrain erneut unter Beschuss
In Reaktion auf die nächtelangen US-Angriffe führt Teheran Vergeltungsschläge gegen Länder mit US-Militärstützpunkten in der Region durch. So meldete der Golfstaat Kuwait in der Nacht erneuten Beschuss. Auch im ebenfalls mit Washington verbündeten Bahrain heulten wiederholt die Sirenen.
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