Russland setzt Angriffe nach Feuerpause fort - Tote in Kiew

Nach Besuch von US-Vermittlern :Russland setzt Angriffe nach Feuerpause fort - Tote in Kiew

|

Russlands Angriffspause wegen des Besuchs von US-Vermittlern ist vorbei: Bei neuen Attacken auf die ukrainische Hauptstadt Kiew wurden Wohnhäuser beschädigt, Menschen starben.

Feuerwehrleute versuchen, nach einem russischen Raketenangriff in Kiew (Ukraine), einen Brand zu löschen

Russland setzt seine Angriffe auf die Ukraine fort. In Kiew wurden mehrere Wohnhäuser getroffen.

Quelle: AP | Francisco Seco

Bei neuen russischen Angriffen auf die Ukraine sind in Kiew mindestens zwei Menschen getötet worden. Sieben weitere Menschen seien bei den ersten Attacken auf die Hauptstadt nach Ablauf einer dreitägigen Angriffspause verletzt worden, teilte Kiews Militärverwaltung auf Telegram mit.

Kiews Bürgermeister: Menschen in Wohnhaus verschüttet

Die Angriffe verursachten laut Behörden Schäden an Gebäuden in der gesamten Stadt, darunter an einem fünfstöckigen Wohnhaus. Mehrere Fahrzeuge gerieten in Brand. Laut Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko waren Menschen in einem Wohnhaus verschüttet. Auch in mehreren anderen Regionen in der Ukraine wurde Luftalarm ausgelöst.

Die US-Unterhädnler Steve Witkoff und Jared Kushner mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskji in Kiew.

Die US-Unterhändler Witkoff und Kushner haben Gespräche in Moskau und Kiew geführt.

07.09.2026 | 0:24 min

Nach Angaben der Behörden wurden sowohl in Kiew als auch in Boryspil östlich von Kiew sowie in der rund 70 Kilometer südwestlich gelegenen Stadt Fastiw Gebäude getroffen. Zuvor hatte Kiews Militärverwaltung mitgeteilt, dass wegen der Gefahr eines Drohnenangriffs durch den "Feind" Luftalarm in Kiew ausgelöst worden sei. Die ukrainische Armee meldete einen Raketenangriff.

Polen sichert Luftraum

Auf die Beobachtung von Luftangriffen spezialisierte Telegram-Kanäle berichteten, Russland habe damit begonnen, ballistische Raketen zu transportieren und schwere Bomber aus dem Osten des Landes auf Flugplätze in der Nähe der Ukraine zu verlegen. Das EU- und Nato-Mitglied Polen versetzte seine Luftstreitkräfte in Alarmbereitschaft.

Ukraine-Krieg - Brovary

Nach einem Drohnenangriff auf Kiew herrscht Unsicherheit vor dem Winter. Durch das Erstarken rechter Kräfte schwindet in der ukrainischen Bevölkerung der Glaube an die Unterstützung für ihr Land.

07.09.2026 | 2:01 min

Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass hatte zuvor bestätigt, dass die von Russlands Staatschef Wladimir Putin angeordnete Angriffspause abgelaufen sei. Putin hatte zuvor angeordnet, die Angriffe auf Kiew wegen des Besuchs der US-Gesandten Kushner und Witkoff für drei Tage einzustellen.

Die beiden US-Sondergesandten von US-Präsident Donald Trump waren am Wochenende nach Russland und erstmals auch in die Ukraine gereist, um beiden Seiten neue Vorschläge für eine Beendigung des Konflikts vorzulegen. Kushner und Witkoff trafen sich am Samstag in Moskau mit Russlands Staatschef Putin und tags darauf mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Kiew. Zudem brieften sie die in Kiew anwesenden Vertreter Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens.

Witkoff nennt Gespräche "erfolgreich"

Witkoff bezeichnete die Gespräche in Moskau und Kiew über eine Beendigung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine am Montag als erfolgreich. Zudem stellte er die Möglichkeit neuer trilateraler Friedensgespräche in Aussicht.

Schaltgespräch mit ZDF-Reporter Henner Hebestreit

Beim Besuch der US-Sondergesandten in Kiew geht es um mögliche Wege zu einem Ende des Ukraine-Krieges. ZDF-Reporter Henner Hebestreit berichtet über den Stand der Gespräche.

06.09.2026 | 1:12 min

Witkoff und Kushner hätten ihm mitgeteilt, dass "die Russen zu Verhandlungen bereit sind", sagte Selenskyj am Montag der US-Nachrichtenseite "Axios". Weiter sagte er dem Bericht zufolge, dass die USA auf eine Deeskalation vor dem bevorstehenden Winter drängten.

"Russland glaubt wirklich, dass dieser Winter ihnen helfen kann, uns zu brechen", sagte der ukrainische Staatschef "Axios". Die US-Regierung könne jedoch Druck auf Putin ausüben, um eine Deeskalation zu erreichen, fügte er hinzu. Putin wolle Trump "nicht verärgern".

Die USA versuchen seit Trumps Wiedereinzug ins Weiße Haus, ein Ende des seit mehr als viereinhalb Jahren andauernden Ukraine-Kriegs zu erreichen. Bisherige Gesprächsrunden unter Beteiligung von Unterhändlern der USA, Russlands und der Ukraine brachten jedoch keinen Durchbruch.

Aktuelle Meldungen zu Russlands Angriff auf die Ukraine finden Sie jederzeit in unserem Liveblog:

Russland greift die Ukraine an
:Aktuelles zum Krieg in der Ukraine

Seit Februar 2022 führt Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine, die Kämpfe dauern an. Alle Entwicklungen und Ukraine-News im Liveticker.
Satellitenbild: Rauchgeneratoren auf der Krim-Brücke aufgenommen am 22.6.2026
Liveblog
Quelle: AFP
Über dieses Thema berichtet das ZDF fortlaufend, unter anderem in der ZDFheute Xpress am 07.09.2026 um 09:34 Uhr.

Aktuelle Nachrichten zur Ukraine