Ukraine: Putin gibt sich siegessicher - und räumt Spritmangel ein

Krieg in der Ukraine:Putin gibt sich siegessicher - und räumt Spritmangel ein

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Kremlchef Putin räumt Engpässe bei der Treibstoffversorgung im Land ein. Er gibt sich jedoch weiter siegessicher - auch nach über vier Jahren Krieg.

12.06.2026, Ukraine, Simferopol: An einer Tankstelle in Simferopol auf der Krim stehen Autos Schlange.

Die Menschen auf der Krim spüren die Auswirkungen ukrainischer Drohnen-Attacken. Seit der russischen Annexion 2014 ist die Halbinsel eine wichtige Militärbasis für Russland.

24.06.2026 | 2:36 min

Trotz deutlicher Rückschläge seiner Truppen an den Fronten in der Ukraine gibt sich der russische Präsident Wladimir Putin weiterhin siegessicher. Die russische Armee werde weiterhin alles unternehmen, um die Ziele der "Spezialoperation", wie der Angriffskrieg gegen die Ukraine in Moskau offiziell genannt wird, umzusetzen, betonte Wladimir Putin in einem Interview des Korrespondenten des russischen Staatsfernsehens, Pawel Sarubin.

Angesichts verstärkter ukrainischer Angriffe räumte der Präsident allerdings "Probleme" ein. In dem Interview sprach er zudem von einer "gewissen" Treibstoffknappheit. Putin sagte ferner, er rechne mit weiteren Besuchen der US-Unterhändler in Moskau, um über den Ukraine-Krieg zu verhandeln.

Putin: Ukrainische Angriffe sorgen für Probleme

"Was Angriffe auf die kritische Infrastruktur im Allgemeinen und die Energieinfrastruktur im Besonderen betrifft, so verursachen diese Angriffe auf unsere Infrastruktureinrichtungen natürlich Probleme, das ist offensichtlich", sagte Putin.

Im Moment beobachten wir einen gewissen Mangel, aber er ist nicht kritisch.

Wladimir Putin, russischer Präsident

Die Hauptaufgabe bestehe jetzt darin, die russischen Flugabwehrkapazitäten zu erhöhen und die Treibstoffversorgung sicherzustellen, insbesondere für die Krim, sagte Putin in dem Interview mit dem russischen Journalisten Pawel Sarubin. Auf das Interview beriefen sich russische Nachrichtenagenturen, die vollständige Fassung wurde auf dem Telegram-Kanal des Journalisten veröffentlicht.

Dieses von 2026 Vantor bereitgestellte Satellitenbild, das am 20. Juni 2026 aufgenommen und am 23. Juni 2026 veröffentlicht wurde, zeigt einen Brand in einem Öllager im Hafen von Kawkas.

Die Behörden auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim haben den Ausnahmezustand ausgerufen. Die Ukraine greift seit Wochen die Energie-Infrastruktur der Krim an.

26.06.2026 | 0:29 min

Führung sei sich der "Probleme" bewusst

Wenige Stunden vor dem Interview hielt Putin eine Rede auf dem Parteitag seiner Partei Geeintes Russland und sprach ebenfalls von "Problemen", derer sich die Führung bewusst sei. "Wir werden ohne Zweifel alle Herausforderungen bewältigen, mit denen wir heute konfrontiert sind, einschließlich terroristischer Angriffe auf unser Territorium und auf Infrastruktur-Einrichtungen", sagte er.

Wir werden die Sicherheit sowohl des Landes als auch unserer Bürger gewährleisten, wie auch die Unverletzlichkeit von Russlands Grenzen.

Wladimir Putin, russischer Präsident

In dem seit mehr als vier Jahren andauernden Krieg mit der Ukraine überzieht Russland das Nachbarland nahezu täglich mit Luftangriffen. Zuletzt hatte die ukrainische Armee ihrerseits ihre Luftangriffe auf Ziele innerhalb Russlands ausgeweitet. Dabei greift die ukrainische Armee nach Angaben Kiews neben militärischen Einrichtungen vor allem die russische Öl- und Energieinfrastruktur an.

SGS Hayali Kröger

Russland will weiter die Position der Ukraine schwächen und greift dabei gezielt die Zivilbevölkerung an. Russlands Kalkül sei "zynisch", so ZDF-Korrespondent Timm Kröger.

23.12.2025 | 1:37 min

Ausnahmezustand auf der Krim

Wenige Stunden vor Putins Rede hatte eine ukrainische Drohne einen Brand in einer Raffinerie in der südrussischen Region Krasnodar verursacht. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete den Angriff als Teil der "Operationen, die Russlands Fähigkeit, diesen Krieg zu führen, schwächen". Die getroffene Ölraffinerie sei 300 Kilometer von der Frontlinie entfernt.

Am Freitag hatten die Behörden auf der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel wegen Treibstoffengpässen und Stromabschaltungen infolge ukrainischer Angriffe den Ausnahmezustand erklärt.

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Satellitenbild: Rauchgeneratoren auf der Krim-Brücke aufgenommen am 22.6.2026
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Quelle: dpa, Reuters, AFP
Über den Krieg in der Ukraine berichtet das ZDF in mehreren Sendungen, darunter bei den heute-Nachrichten am 26.06.2026 ab 19 Uhr.

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