Leo XIV. beschwichtigt im Streit mit Trump - JD Vance dankt

Nach versöhnlichen Worten aus Rom:Papst-Klarstellung: Vizepräsident Vance dankt Leo XIV.

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US-Vizepräsident Vance hat Papst Leo XIV. dafür gedankt, dass er im Fernduell mit Präsident Trump versöhnliche Worte gefunden habe. Schuld an allem sei die Medienberichterstattung.

Vizepräsident JD Vance, aufgenommen am 26.02.2026

US-Vize JD Vance hat sich beim Papst für dessen Klarstellung seiner Friedensäußerungen bedankt (Archivfoto).

Quelle: AP

US-Vizepräsident JD Vance hat Papst Leo XIV. für dessen Klarstellung bezüglich seiner Friedensmahnungen gedankt. "Papst Leo predigt das Evangelium, so wie er es sollte, und das bedeutet unweigerlich, dass er seine Meinung zu den moralischen Fragen dieser Tage äußern wird.

Der Präsident und die gesamte Regierung arbeiten daran, sich für diese moralischen Prinzipien in einer chaotischen Welt einzusetzen,

JD Vance, US-Vizepräsident

erklärte Vance auf Sozialen Medien.

Papst Leo XIV.

Nach dem öffentlichen Streit mit US-Präsident Trump ist Papst Leo XIV. um eine Deeskalation bemüht. Trump hatte die Außenpolitik des katholischen Oberhaupts kritisiert.

19.04.2026 | 0:20 min

Vorher Streit zwischen Leo und US-Regierung

Zuvor war es zu einer öffentlichen Auseinandersetzung zwischen Papst und US-Regierung gekommen.

Hintergrund waren Mahnungen für den Frieden, die Leo XIV. auf seiner derzeit laufenden Afrikareise tätigte. Diese waren indirekt als Kritik am Kurs der US-Regierung insbesondere in Iran gedeutet worden.

18.04.2026, Kamerun, Jaunde: Papst Leo XIV. feiert einen Gottesdienst auf einem Flugplatz.

Papst Leo XIV. hat während seiner Afrika-Reise Stellung zu seiner Auseinandersetzung mit US-Präsident Trump bezogen. Der Pontifex bemühte sich um Deeskalation der Situation.

18.04.2026 | 0:23 min

Papst wehrt sich gegen Interpretationen

Auf dem Flug von Kamerun nach Angola am Samstag äußerte sich der Papst konkret dazu und stellte klar, dass seine Reden nicht als spezielle Botschaft an US-Präsident Donald Trump zu deuten seien. Es sei viel in seine Ausführungen "hineininterpretiert" worden. Doch seien seine Ansprachen für Afrika bereits vorbereitet gewesen, "bevor sich der Präsident überhaupt jemals zu mir und meiner Friedensbotschaft geäußert hatte", erklärte das Kirchenoberhaupt.

Donald Trump links im Bild und rechts daneben ein Bild von Papst Leo dem 14.

Es ist ein beispielloser Streit zwischen dem US-Präsidenten und Papst Leo XIV. Trump legt nochmal nach und bezeichnet den Papst als eine Zumutung. Was steckt hinter dem Konflikt? ZDFheute live

15.04.2026 | 33:15 min

Noch vergangene Woche hatte Vance den Papst öffentlich kritisiert und dessen Friedensbotschaft seine Interpretation der Lehre vom "gerechten Krieg" entgegengestellt. Der Papst solle in diesen theologischen Fragen "vorsichtig" sein, so der US-Vize auf einer Veranstaltung.

Vance kritisiert Medien

Nun schlug Vance einen versöhnlicheren Ton an und kritisierte die mediale Berichterstattung. "Während das Narrativ der Medien ständig Konflikte hochschreibt - und ja, echte Meinungsverschiedenheiten haben stattgefunden und werden stattfinden -, ist die Realität oft sehr viel komplexer", betonte der US-Vize. Er wolle den Papst in seine Gebete aufnehmen, "und ich hoffe, dass wir auch in seinen sind".

Papst Leo XIV. in Rom am 12. April 2026

US-Präsident Trump hat Kritik von Papst Leo XIV. an seiner Politik harsch zurückgewiesen. Er sei "kein großer Fan". Der Papst hatte am Samstag im Kontext des Iran-Kriegs zu Frieden aufgerufen.

13.04.2026 | 1:01 min

Quelle: KNA
Über dieses Thema berichteten verschiedene Sendungen, etwa ZDF heute Xpress am 18.04.2026 ab 21:30 Uhr, heute in Europa am 16.04.2026 ab 16 Uhr und ZDFheute Xpress am 17.04.2026 um 8 Uhr.

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