Neuseeland: Kim Dotcom kämpft gegen Auslieferung an USA

Juristische Prüfung beantragt:Kim Dotcom kämpft gegen Auslieferung an USA

|

Neuseeland will den früheren Internetunternehmer Kim Dotcom nach jahrelangem Rechtsstreit wohl an die USA ausliefern. Dagegen will sich der Deutsche juristisch wehren.

Archiv: Kim Dotcom

Internetunternehmer Kim Dotcom im Jahr 2015

Quelle: dpa

Der umstrittene Internetunternehmer Kim Dotcom, früher Kim Schmitz, will sich gegen seine drohende Auslieferung von Neuseeland an die USA wehren.

Ira Rothken, einer von Dotcoms Anwälten, schrieb auf X, es werde derzeit daran gearbeitet, den Fall vor den Obersten Gerichtshof Neuseelands zu bringen und juristisch überprüfen zu lassen. "Der Kampf um Gerechtigkeit geht weiter. Die Welt schaut zu", schrieb Rothken.

Dotcom äußert sich gelassen

Der in Deutschland geborene Dotcom, der seit 14 Jahren seinen Wohnsitz in Neuseeland hat, kämpft seit 2012 gegen seine Auslieferung. Das FBI hatte vor mehreren Jahren bereits eine Razzia in seinem Haus in Auckland angeordnet. In einem Beitrag im Onlinedienst X reagierte Dotcom auf die Medienberichte: "Ich liebe Neuseeland. Ich werde nicht weggehen."

Kim Dotcom auf X

Ein Klick für den Datenschutz

Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von X nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server von X übertragen. Über den Datenschutz dieses Social Media-Anbieters können Sie sich auf der Seite von X informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutzeinstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Meine News“ jederzeit widerrufen.

Justizminister unterzeichnet Beschluss zur Auslieferung

Neuseelands Justizminister Paul Goldsmith habe am 15. August 2024 einen Auslieferungsbeschluss für Dotcom unterzeichnet, sagte ein Sprecher des Justizministers laut der Nachrichtenagentur Reuters. In einer Erklärung schrieb Goldsmith demnach:

Ich habe alle Informationen sorgfältig geprüft und entschieden, dass Herr Dotcom an die USA ausgeliefert werden sollte, um sich vor Gericht zu verantworten.

Paul Goldsmith, neuseeländischer Justizminister

"Wie üblich" habe Dotcom nun "eine kurze Zeitspanne", um sich über die Entscheidung zu beraten. Weitergehend wollte sich Goldsmith demzufolge vorerst nicht äußern.

Megaupload: Verstöße gegen Urheberrecht?

Die US-Behörden werfen Dotcom unter anderem Betrug, Geldwäsche und massive Urheberrechtsverletzungen vor im Zusammenhang mit der schon vor Jahren abgeschalteten Datentauschbörse Megaupload.

So sollen er und drei andere Führungskräfte von Megaupload Filmstudios und Plattenfirmen um mehr als 500 Millionen Dollar gebracht haben. Zahlende Nutzer von Megaupload hatten urheberrechtlich geschütztes Material gespeichert und weitergegeben. Der Website brachte das mehr als 175 Millionen Dollar an Einnahmen.

Der Marketingchef des Internet-Unternehmens, Finn Batato, und der technische Leiter und Mitbegründer Mathias Ortmann, beide aus Deutschland, sowie ein dritter leitender Angestellter, der Niederländer Bram van der Kolk, wurden 2012 zusammen mit Dotcom verhaftet.

Icon von whatsapp
Quelle: dpa

Sie wollen auf dem Laufenden bleiben? Dann sind Sie beim ZDFheute-WhatsApp-Channel richtig. Hier erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten auf Ihr Smartphone. Nehmen Sie teil an Umfragen oder lassen Sie sich durch unseren Podcast "Kurze Auszeit" inspirieren. Zur Anmeldung: ZDFheute-WhatsApp-Channel.


Quelle: Reuters, dpa
Thema

Aktuelle Nachrichten

  1. Am 12. Februar 2026 trägt Wladislaw Heraskewytsch aus der Ukraine bei den Olympischen Winterspielen Mailand Cortina 2026 im italienischen Cortina d’Ampezzo im Skeleton-Wettbewerb der Männer seinen Helm unter dem Arm.

  2. Rettungskräfte räumen am 21.11.2025 die Trümmer eines Wohnhauses in Ternopil weg, das bei einem russischen Angriff schwer beschädigt wurde.
    Liveblog

    Russland greift die Ukraine an:Aktuelles zum Krieg in der Ukraine


  3. Der KI-Chatbot ChatGPT von OpenAI

    Werbeanzeigen bei ChatGPT:Ex-OpenAI-Mitarbeiterin befürchtet Datenmissbrauch

    von Niklas Landmann
    mit Video0:17

  4. Felix Messenzehl (Deutschland) in Aktion.
    Liveblog

  5. Medinzinisches Cannabis. (Archiv)

    Bundesgerichtshof prüft :Medizinisches Cannabis: Wie weit darf Werbung gehen?

    mit Video2:46

  6. David Metzmacher
    Update

  7. Trainer Albert Riera am 06.02.2026 beim Spiel gegen den 1. FC Union Berlin in Berlin.

    Neuer Trainer in Frankfurt:Was die Eintracht von Trainer Riera erwarten kann

    von Ralf Lorenzen

  8. Bundesbeamte stehen Wache, während sich am 8. Januar 2026 Demonstrierende vor dem Bishop Henry Whipple Federal Building in Saint Paul, Minnesota, versammeln.