US-Geschäft schwächelt: Gewinn von Daimler Truck bricht ein

Schwächelndes US-Geschäft:Gewinn von Daimler Truck um 80 Prozent eingebrochen

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Der Gewinn bei Daimler Truck ist in den ersten drei Monaten des Jahres stark zurückgegangen. Der Lkw-Bauer spürt besonders die schwache Lage seines wichtigsten Marktes - der USA.

Hauptsitz der Daimler Truck AG in Leinfelden-Echterdingen

Der Gewinn von Daimler Truck ist in den ersten drei Monaten des Jahres um 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal eingebrochen. Verantwortlich dafür sei das schwache Nordamerika-Geschäft.

06.05.2026 | 0:44 min

Der Lkw-Bauer Daimler Truck hat im ersten Quartal unter der Schwäche seines wichtigsten Marktes USA gelitten. Der Gewinn beim Nutzfahrzeughersteller brach in den ersten drei Monaten dieses Jahres um 80 Prozent ein. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sei das Konzernergebnis von 749 Millionen Euro auf 149 Millionen Euro gesunken, teilte der Dax-Konzern aus Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart mit.

Der Umsatz ging um 13 Prozent auf 9,98 Milliarden Euro zurück. Das operative Ergebnis (Ebit) fiel um 71 Prozent von einer Milliarde Euro auf 292 Millionen Euro.

In der lange Zeit profitabelsten Region Nordamerika verdiente der Dax-Konzern nur noch 209 Millionen Euro, ein Rückgang um 73 Prozent. Der Absatz war um 25 Prozent, der Umsatz um 29 Prozent geschrumpft. Vom Unternehmen befragte Analysten hatten entsprechend schwache Zahlen bereits erwartet.

Der Schriftzug Daimler Truck ist an der Zentrale des Nutzfahrzeugherstellers angebracht.

Bereits im vergangenen Jahr war der Gewinn von Daimler Truck um 34 Prozent eingebrochen. Verantwortlich waren auch hier vor allem US-Zölle und die schwache Nachfrage in Nordamerika.

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Daimler leidet unter US-Zöllen gegenüber Mexiko

Die Finanzergebnisse seien in erster Linie durch eine geringere Profitabilität bei den Geschäften in Nordamerika beeinflusst worden, hieß es laut Mitteilung.

Daimler leidet zum einen direkt unter den Einfuhrzöllen der USA gegenüber Mexiko, wo Fahrzeuge für die US-Marke Freightliner gebaut werden. Zum anderen herrscht Flaute im amerikanischen Logistiksektor, sodass Speditionen weniger Neufahrzeuge nachfragen. Die belastenden Effekte des im vergangenen Jahr auf 25 Prozent erhöhten US-Zolls seien im ersten Quartal erstmals voll zum Tragen gekommen. "Das Finanzergebnis des Segments spiegelt trotz historisch niedriger Absatzzahlen und zollbedingtem Gegenwind eine starke operative Performance wider", erklärte das Unternehmen.

Donald Trump blickt über seine Schulter nach links, dahinter ein eingeblendetes Foto eines Autohauses.

Deutsche Autos sind in den USA nicht mehr wettbewerbsfähig, sagt Automobilexperte Prof. Stefan Reindl. Für die ohnehin angeschlagene Automobilbranche sei das nochmal ein Schlag oben drauf.

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Auftragseingänge in den USA erholen sich

Von einer "positiven Dynamik" sprach der Konzern hingegen bei den Auftragseingängen. Diese seien im ersten Quartal um 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal gestiegen.

"Wir sind gut aufgestellt, um im weiteren Jahresverlauf trotz eines herausfordernden ersten Quartals weitere Verbesserungen zu erzielen", sagte Daimler-Truck-Chefin Karin Rådström laut Mitteilung. In den USA hätten sich die Auftragseingänge deutlich erholt. "Diese Dynamik dürfte sich in den kommenden Quartalen positiv auf unsere Geschäftsentwicklung auswirken", sagte Rådström.

Der schwächelnde US-Markt und weniger verkaufte Busse hatten zuletzt bei Daimler Truck für einen erneuten Absatzrückgang gesorgt. Im ersten Quartal dieses Jahres verkaufte der Nutzfahrzeughersteller weltweit 68.849 Lastwagen und Busse. Das entsprach einem Rückgang von neun Prozent.

Gewinneinrbruch bei Mercedes-Benz!

Auch das Geschäft mit Pkw läuft derzeit nicht gut: Mercedes-Benz vermeldet erneut einen starken Gewinneinbruch. Das Konzernergebnis sank im vergangenen Jahr um knapp die Hälfte - von 10,4 Milliarden auf 5,3 Milliarden Euro.

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US-Zölle und schwache Nachfrage hatten Geschäft belastet

Der Gewinn des unter Druck stehenden Nutzfahrzeugstellers war im vergangenen Jahr um 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf zwei Milliarden Euro eingebrochen. US-Zölle und eine schwache Nachfrage in Nordamerika hatten das Geschäft stark belastet. Auch der Umsatz und Absatz waren zurückgegangen.

Um wettbewerbsfähiger zu werden, hatte Daimler Truck bereits im vergangenen Jahr das Sparprogramm "Cost Down Europe" aufgelegt. Bis 2030 sollen damit die laufenden Kosten auf dem Heimatkontinent um mehr als eine Milliarde Euro sinken. In Deutschland sollen deshalb ungefähr 5.000 Stellen wegfallen. Betroffen ist insbesondere die Lkw-Marke Mercedes-Benz. Aber auch in Nordamerika soll gespart werden.

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Quelle: dpa, Reuters
Über dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress am 06.05.2026 um 16:00 Uhr.

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