Schweiz: Verhandlungen zwischen Iran und USA vorerst beendet

Weitere Verhandlungen auf Arbeitsebene:Gespräche zwischen Iran und USA vorerst beendet

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Nach dem Auftakt der Gespräche zwischen den USA und Iran soll es weitere Beratungen auf Arbeitsebene geben. Ziel ist es, innerhalb von 60 Tagen ein finales Abkommen zu erreichen.

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Nach 18-stündigen Gesprächen auf Spitzenebene soll es in einigen Punkten "Fortschritte gegeben haben", so ZDF-Korrespondentin Heike Slansky über eine "vorsichtige Annäherung" beider Kriegsparteien.

22.06.2026 | 3:13 min

Die Gespräche in der Schweiz über ein Abkommen für ein Ende des Iran-Krieges sind nach Angaben der Vermittler in der Nacht zum Montag beendet worden. Die USA und Iran haben sich demnach auf einen Zeitplan verständigt, um innerhalb von 60 Tagen eine dauerhafte Friedenslösung zu erzielen. Technische Verhandlungen sollen im Laufe der Woche im schweizerischen Luxusresort Bürgenstock fortgesetzt werden.

Nach 18-stündigen Gesprächen auf Spitzenebene gaben die Vermittler Katar und Pakistan am frühen Montagmorgen den Abschluss der ersten Runde bekannt. Die USA äußerten sich zunächst nicht dazu. Iran erklärte über Außenministeriumssprecher Esmail Baghaei gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur Irna, es seien "gute Fortschritte erzielt worden".

Kommunikationskanal für sichere Schifffahrt in Hormus

Zwischen den Kriegsparteien sei ein Gesprächskanal eingerichtet worden, um Missverständnisse oder Zwischenfälle in der Straße von Hormus zu vermeiden, hieß es in der Erklärung von Katar und Pakistan. Ziel sei eine sichere Passage für Schiffe durch die Meerenge.

This photo taken on June 20, 2026 shows the Strait of Hormuz near Khasab, a small town in northern Oman.

Zwei Tage nach Abschluss der Absichtserklärung hat Israel erneut den Libanon angegriffen. Iran wirft den USA vor, den Krieg nicht zu beenden und sperrt erneut die Straße von Hormus.

20.06.2026 | 1:20 min

Zudem sei ein Forum geschaffen worden, um für die Einhaltung der Waffenruhe auch im Libanon zu sorgen, wo es immer wieder zu gegenseitigen Attacken der israelischen Armee und der proiranischen Hisbollah-Miliz kommt. Des Weiteren werde es unter anderem Arbeitsgruppen zu Irans Atomprogramm und den westlichen Sanktionen geben.

Die Gespräche seien in einer positiven und konstruktiven Atmosphäre verlaufen, heißt es in der Erklärung weiter. "Es wurden ermutigende Fortschritte erzielt, inklusive der Schaffung eines Mechanismus für weitere Gespräche", so die Vermittler.

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Auf Verhandlungen zwischen Iran und den USA blicke Israel mit "Misstrauen". Grund dafür sei fehlender Miteinbezug. Israel und die USA würden zunehmend "auseinanderdriften", so ZDF-Korrespondent Thomas Reichart.

22.06.2026 | 2:58 min

Irans Außenminister sieht "wesentliche Fortschritte"

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat Pakistan und Katar für ihre Vermittlung bei den Gesprächen gelobt. Araghtschi erklärte auf X, es seien "wesentliche Fortschritte" erzielt worden.

Araghtschi auf X

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Das gemeinsame Forum zur Überwachung der Einhaltung der Waffenruhe im Libanon sei der "erste wirkliche Test" der Vereinbarungen. Die US-Seeblockade iranischer Häfen sei aufgehoben und erste eingefrorene iranische Guthaben würden freigegeben. Auch ein großer Plan für den Wiederaufbau in Iran sei angestoßen worden.

Araghtschis Angaben ließen sich zunächst nicht überprüfen. Die US-Seite äußerte sich in der Nacht nicht unmittelbar zum Ausgang des ersten Verhandlungstags.

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Quelle: dpa, AP, AFP, Reuters
Über dieses Thema berichtete das ZDF in mehreren Sendungen, unter anderem in der ZDFheute Xpress am 21.06.2026 um 15:25 Uhr, in der Sendung berlin direkt ab 19:10 Uhr sowie im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF am 22.06.2026 ab 5:30 Uhr.
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